Abo
  • Services:
Anzeige
Lander Philae: Seine Lage erklärt die Kommunikationsprobleme.
Lander Philae: Seine Lage erklärt die Kommunikationsprobleme. (Bild: Esa/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Tschuri: Esa findet den Kometen-Lander Philae

Lander Philae: Seine Lage erklärt die Kommunikationsprobleme.
Lander Philae: Seine Lage erklärt die Kommunikationsprobleme. (Bild: Esa/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Er ist gefunden: Die Sonde Rosetta hat ein Bild vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko zur Erde gefunkt, auf dem der Lander Philae zu sehen ist. Der war seit seiner spektakulären Landung auf dem Kometen vermisst. Für die Wissenschaftler ist es wichtig, Position und Ausrichtung von Philae zu kennen.

Das war sozusagen auf den letzten Drücker: Knapp einen Monat vor ihrem eigenen Ende hat die Sonde Rosetta den Lander Philae auf der Oberfläche des Kometen 67P Tschurjumow-Gerassimenko, auch kurz Tschuri genannt, gefunden. Philae ist das erste Raumfahrzeug, das auf einem Kometen gelandet ist, war aber seit seiner Landung verschollen.

Anzeige
  • Auf diesem Foto vom Kometen Thscuri haben Esa-Forscher den Lander Phliae gefunden. (Bild: Esa/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA - CC BY-SA IGO 3.0)
  • Das Foto entstand am 2.9.2016. 1 Pixel entspricht 5 cm. (Bild: Esa/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)
  • Der Lander steckt in einer Spalte fest. Dorthin war er nach der Landung gedriftet. (Bild: Esa/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)
  • Ausrichtung und Positon des Landers zu kennen, ist wichtig für die Auswertung seiner Daten. (Bild: Esa/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)
Auf diesem Foto vom Kometen Thscuri haben Esa-Forscher den Lander Phliae gefunden. (Bild: Esa/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA - CC BY-SA IGO 3.0)

Am 2. September umkreiste Rosetta den Kometen in einer Entfernung von 2,7 Kilometern und nahm dabei mit seiner Kamera Osiris Bilder von Tschuris Oberfläche auf. Aus dieser Höhe entspricht ein Pixel auf den Bildern fünf Zentimetern auf dem Kometen.

Philae liegt ungünstig

Auf einem der Bilder seien der Körper von Philae sowie zwei seiner drei Beine deutlich zu erkennen, berichtet die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa). Das Bild zeige den Lander, der in einer Spalte eingeklemmt sei. Seine Lage erkläre, weshalb die Kommunikation mit Philae so schwierig gewesen sei.

  • ... sucht mögliche Landeplätze ab. (Foto: Esa/Rosetta/MPS for Osiris Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/Inta/UPM/DASP/IDA)
  • Das erste Bild von Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko. Es ist Teil ... (Foto: Esa/Rosetta/Philae/CIVA)
  • ... eines noch unvollständigen Panoramas und wurde am 13.11.2014 zur Erde gefunkt. (Foto: Esa/Rosetta/Philae/CIVA)
  • Die Oberfläche des Kometen, aufgenommen während des Abstiegs (Foto: Esa/Rosetta/Philae/Rolis/DLR)
  • Philae im Anflug auf Tschuri, aufgenommen von Rosetta (Foto: Esa/Rosetta/MPS for Osiris Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/Inta/UPM/DASP/IDA)
  • Noch hat Rosetta den genauen Landeort von Philae nicht entdeckt und ... (Foto: Esa/Rosetta/MPS for Osiris Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/Inta/UPM/DASP/IDA)
Das erste Bild von Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko. Es ist Teil ... (Foto: Esa/Rosetta/Philae/CIVA)

Philae war am 12. November 2014 auf Tschuri gelandet. Nach der Landung funktionierte jedoch der Mechanismus, mit dem sich der Lander auf dem Kometen verankern sollte, nicht richtig. Philae driftete knapp zwei Stunden lang über dessen Oberfläche, bevor er in einer Spalte stecken blieb.

Forscher suchten nach Philae

Seither hatten die Forscher der Esa und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) intensiv nach Philae gesucht. Zwar konnten sie seine Position eingrenzen sowie einige mögliche Standorte ausschließen. Wo er sich genau befindet, war bis jetzt nicht bekannt.

Philaes genaue Position und seine Ausrichtung zu kennen, ist für die Forscher dennoch sehr wichtig, um die Ergebnisse seiner Experimente sowie die Daten, die er zur Erde gesandt hat, einzuordnen und zu interpretieren, sagte ein DLR-Forscher vor einiger Zeit Golem.de.

Philae ging der Saft aus

In der Spalte, in der er schließlich hängen blieb, bekam Philae nicht genug Sonnenlicht, um seinem Akku wieder aufzuladen. Deshalb konnte Philae nur etwa drei Tage lang Experimente durchführen und Daten zur Erde funken. Dann wurde er in Tiefschlaf versetzt.

Als sich der Komet der Sonne näherte, änderte sich der Einfallswinkel des Sonnenlichts, so dass Philaes Solarmodule wieder Strom produzieren konnten. Im Juni 2015 konnte der Lander deshalb wieder einige Daten zur Erde funken.

Philae antwortet nicht mehr

Anfang dieses Jahres hatte das DLR noch einmal versucht, Philae mit einem Kommando zu reaktivieren. Das hatte aber nicht funktioniert. Im Februar gab das DLR Philae auf.

In den kommenden Wochen soll Rosetta den Standort von Philae noch mehrfach bei Überflügen fotografieren. Die europäische Kometen-Mission endet am 30. September. Dann soll Rosetta auf Tschuri, in der Ma'at-Region zerschellen.


eye home zur Startseite
TheUnichi 06. Sep 2016

Bitte was?! Ist dir klar was du da von dir gibst? Ohne die Fehlschläge in der Raumfahrt...

Sharra 06. Sep 2016

dass auch mal was schiefgeht. Und das nicht nur der Start in den Weltraum große Probleme...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Sindelfingen
  2. geomer GmbH, Heidelberg
  3. Stuttgarter Straßenbahnen AG, Stuttgart
  4. Habermaaß GmbH, Bad Rodach


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 289,00€ + 3,99€ Versand (Bestpreis!)
  2. 281,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Ashes of the Singularity

    Patch beschleunigt Ryzen-Chips um 20 Prozent

  2. Thimbleweed Park im Test

    Mord im Pixelparadies

  3. Bundesgerichtshof

    Eltern müssen bei illegalem Filesharing ihre Kinder verraten

  4. Gesetz beschlossen

    Computer dürfen das Lenkrad übernehmen

  5. Neue Bildersuche

    Fotografenvereinigung Freelens klagt gegen Google

  6. FTTB

    Unitymedia baut zwei Gemeinden mit Glasfaser aus

  7. Hashfunktion

    Der schwierige Abschied von SHA-1

  8. Cyberangriff auf Bundestag

    BSI beschwichtigt und warnt vor schädlichen Werbebannern

  9. Equal Rating Innovation Challenge

    Mozilla will indische Dörfer ins Netz holen

  10. Firmenstrategie

    Intel ernennt Strategiechefin und gründet AI-Gruppe



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
WLAN-Störerhaftung: Wie gefährlich sind die Netzsperrenpläne der Regierung?
WLAN-Störerhaftung
Wie gefährlich sind die Netzsperrenpläne der Regierung?
  1. Telia Schwedischer ISP muss Nutzerdaten herausgeben
  2. Die Woche im Video Dumme Handys, kernige Prozessoren und Zeldaaaaaaaaaa!
  3. Störerhaftung Regierung will Netzsperren statt Abmahnkosten

In eigener Sache: Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)
In eigener Sache
Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)
  1. In eigener Sache Golem.de geht auf Jobmessen
  2. In eigener Sache Golem.de kommt jetzt sicher ins Haus - per HTTPS
  3. In eigener Sache Unterstützung für die Schlussredaktion gesucht!

Mobile-Games-Auslese: Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler

  1. Re: Rechenzentrum = Industrie 4.0?

    Peter(TOO) | 18:21

  2. Re: 2 Klassen Recht

    Hotohori | 18:20

  3. Re: Worum es wirklich geht ...

    L_Starkiller | 18:17

  4. Re: Scheint so als würde denen das Geld langsam...

    ZuWortMelder | 18:17

  5. Re: Heisst: Eltern haben Fehler gemacht

    Hotohori | 18:16


  1. 18:20

  2. 18:00

  3. 17:08

  4. 16:49

  5. 15:55

  6. 15:27

  7. 15:22

  8. 13:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel