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Truth Social: Holpriger Start für Trumps Twitter-Klon

Mit dem Netzwerk Truth Social will sich Donald Trump wieder Gehör im Internet verschaffen. Zumindest für iPhone -Nutzer gibt es schon die App.
/ Friedhelm Greis
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Screenshots der Truth-Social-App (Bild: apps.apple.com/Screenshot: Golem.de)
Screenshots der Truth-Social-App Bild: apps.apple.com/Screenshot: Golem.de

Mit der Veröffentlichung einer App für iOS-Nutzer(öffnet im neuen Fenster) hat der frühere US-Präsident Donald Trump seinen Kurznachrichtendienst Truth Social weiter vorangetrieben. Zum Start der App in der Nacht zum 21. Februar 2022 meldeten Nutzer allerdings technische Probleme. Schon beim Start der Voranmeldung hatte der Anbieter, die neu gegründete Firma Trump Media & Technology Group (TMTG), mit Schwierigkeiten zu kämpfen .

Verschiedenen Medienberichten zufolge hatten Nutzer unter anderem Probleme, einen eigenen Account anzulegen. So gab es laut Cnet(öffnet im neuen Fenster) Fehlermeldungen bei der Eingabe von persönlichen Daten.

Andere Nutzer berichteten, dass sie nach dem Anmelden zunächst auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet worden seien. "Aufgrund der hohen Nachfrage haben wir Sie auf unsere Warteliste gesetzt" , lautete demnach die Nachricht, die eine Wartelistennummer enthielt. Nutzer, die sich vorab für Truth Social registriert hatten, erhielten die App automatisch auf ihre iPhones. Trotz der Schwierigkeiten war Truth Social am Montag die am häufigsten heruntergeladene App unter den sozialen Netzwerken.

Die Freigabe der Android-App könnte in den kommenden Wochen erfolgen. TMTG-Chef Devin Nunes, ein früherer US-Abgeordneter, hatte dazu am Sonntag gesagt: "Ich denke, dass wir bis Ende März voll einsatzbereit sein werden, zumindest in den USA."

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Starke Ähnlichkeit mit Twitter

Den Screenshots zufolge ähnelt die App stark dem Kurznachrichtendienst Twitter. Sein dortiger Account diente Donald Trump jahrelang als wichtigstes Kommunikationsmedium. Nach dem gewalttätigen Sturm seiner Anhänger auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 war Trump von den wichtigsten sozialen Netzwerken wie Facebook, Youtube und Twitter ausgeschlossen worden .

Das selbst erklärte Ziel der Trump Media & Technology Group ist laut Trump, der "Tyrannei der großen Tech-Unternehmen die Stirn zu bieten" . "Wir leben in einer Welt, in der die Taliban eine riesige Präsenz auf Twitter haben, aber euer liebster amerikanischer Präsident zum Schweigen gebracht wurde" , teilte Trump im vergangenen Oktober mit .

Technisch scheint das soziale Netzwerk auf der freien Software Mastodon zu basieren. Der Code von Mastodon steht unter der AGPLv3. Das heißt, auch Webseitenbetreiber von Instanzen, die den Code nutzen, müssen diesen wieder veröffentlichen. Das ist im Fall von Trumps sozialem Netzwerk aber nicht geschehen. Vielmehr wird dort der vermeintlich eigene Code sogar als proprietär bezeichnet.


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