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Trumps Smoking Gun: Vodafone und Telefónica haben keine Huawei-Hintertür

Vodafone und Telefónica Deutschland wehren sich gegen Vorwürfe der USA. Weder durch Huawei noch durch Nokia oder Ericsson würden Hintertüren genutzt. Nur die USA sehen die Huawei-Hintertür.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein deutscher Hersteller von legalen Abhörschnittstellen
Ein deutscher Hersteller von legalen Abhörschnittstellen (Bild: Utimaco)

Vodafone und Telefónica Deutschland haben Golem.de erklärt, dass kein Netzwerkausrüster Zugang zu den legalen Abhörschnittstellen in ihrem Netzwerk habe. Die USA hatten behauptet, Huawei nutze das Lawful Interception Management System (LIMS) heimlich für Spionagezwecke. "Auch wir setzen bei LIMS auf ein von einem deutschen Unternehmen entwickeltes System. Netzlieferanten wie Nokia oder Huawei haben hierzu keinerlei Zugang" sagte Telefónica-Sprecher Klaus Schulze-Löwenberg.

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Dies sei ebenso wie bei der Telekom. Die Telekom hatte dem Wall Street Journal erklärt, sie mache sich keine Sorgen, weil ihr Lawful Interception Management System von einem deutschen Unternehmen entwickelt worden sei, was Huawei daran hindere, Zugang zu erhalten.

Vodafone machte keine Angaben dazu, wer die Software für Lawful Interception Management liefert. Sprecher Volker Petendorf betonte, dass es ohnehin die bekannten Festlegungen zu Core-Netz und Huawei gebe. "Das spielt hier aber auch keine Rolle, da ja kein Netzwerkausrüster unbefugten Zugang zu den Netzwerken von Vodafone hat - auch nicht Huawei, Ericsson oder Nokia."

Es gibt laut Petendorf "keinen verifizierten Hinweis darauf, dass Netzwerkausrüster unbefugten Zugang zu den Netzwerken von Vodafone haben. In unserem Unternehmen haben ausschließlich ausgewählte Mitarbeiter mit Sicherheitsaufgaben Zugang zur Überwachung von Telekommunikationsnetzen. Hierbei hält Vodafone stets alle gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen ein."

Laut Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel haben die US-Vertreter ihre Vorwürfe vor Vertretern des Bundeskanzleramts, des Außen- und des Bundesinnenministeriums vorgelegt. Nach Angaben von Teilnehmern zählten sie noch einmal die bereits bekannten und öffentlich gewordenen Vorwürfe gegen Huawei auf, so den Fall eines Diebstahls des Smartphone-Testroboters Tappy durch zwei Huawei-Beschäftigte bei T-Mobile US im Jahr 2014. Sie sprachen aber auch von forensischen Erkenntnissen und Hinweisen darauf, dass der Konzern mit chinesischen Nachrichtendiensten zusammenarbeite. Konkrete Belege, sagten Teilnehmer laut Spiegel übereinstimmend, habe man aber auch auf Nachfrage nicht gesehen.

Huawei erklärte, man stelle wie jeder andere Anbieter auch Geräte bereit, die den 3GPP/ETSI-Standards entsprächen. "Wir sind verpflichtet, branchenweit gültige Abhörstandards wie den 3GPP-Standard TS 33.107 für 3G-Netze und TS 33.128 für 5G zu befolgen."

Solche Schnittstellen befänden sich immer in geschützten Räumlichkeiten der Netzbetreiber und würden von sicherheitsüberprüften Beschäftigten betrieben. Der Zugang erfolge über Systeme von Drittanbietern. "Huawei liefert keines dieser Drittsysteme an Netzbetreiber in Deutschland, diese werden von anderen Zulieferern bereitgestellt", sagte Huawei-Deutschlandsprecher Patrick Berger.

Ein deutscher Hersteller von LIMS ist Utimaco, der damit nach eigenen Angaben eine moderne Überwachungslösung für Fest- und Mobilfunknetze bietet. Es helfe "Telekommunikationsbetreibern und Internet Service Providern, ihre gesetzliche Verpflichtung zum Abhören von Anrufen und Daten" zu erfüllen, und decke Telefonate, mobile Daten und internetbasierte Dienste wie E-Mail, Voice-over-IP, Instant Messaging und anderes ab. Das System fungiere als Brücke oder Vermittler zwischen dem Netzwerk des Dienstleisters und den Überwachungszentren der Strafverfolgungsbehörden. Auch die Geheimdienste nutzten diese Systeme.

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samseo 18. Feb 2020

Ich Weiss vielleicht etwas paranoid aber Angesicht der Beweise die, die crypto AG...

cry88 14. Feb 2020

Trump wollte was gegen China und Huawei im besonderen. Deren Geheimdienste haben...

n0x30n 14. Feb 2020

"Sie mache sich keine Sorgen, weil ihr Lawful Interception Management System von einem...

Ext3h 13. Feb 2020

Das würde mich ja schon ziemlich wundern wenn da eine Backdoor in Form eines zusätzlichen...

honk 13. Feb 2020

die "lawful" Hintertür kann also doch nur von allen anderen unserer Freunde genutzt...


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