Trumpf und Q.ant: "Quantencomputer-Chips made in Germany"

Mehrere Millionen Euro werden in die Entwicklung von Photonik-Chips gesteckt. Die sollen Quantencomputer ins Rechenzentrum bringen.

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Der Photonik-Chip ist sehr klein.
Der Photonik-Chip ist sehr klein. (Bild: Trumpf)

Das Industrieunternehmen Trumpf investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in das Tech-Startup und Tochterunternehmen Q.ant. Dort werden spezielle Chips entwickelt, die Quantenberechnungen auf herkömmliche binäre und elektronische Computer bringen soll. Q.ant entwickelt dazu ein Photonik-Chip-Verfahren, das mit Lichtkanälen arbeitet. Die Investition soll nun unter anderem dazu genutzt werden, um das derzeitige Personal bei Q.ant von 20 auf 120 Mitarbeiter aufzustocken.

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Trumpf gibt nicht genau an, wie die Chips funktionieren. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine Lösung für Linear Optical Quantum Computing (LOQC). Dabei werden die Lichtwerte von einzelnen Photonen gemessen, um Qubits zu repräsentieren. Laut Q.ant hat das einen wichtigen Vorteil. "Wir konnten in verschiedenen Testszenarien belegen, dass sich mit unserer Technologie Quantencomputer-Chips in Zukunft auch in gewöhnlichen Rechenzentren einsetzen lassen, weil sie weder eine besonders aufwendige Kühlung noch eine vibrationsfreie Umgebung benötigen.", sagt Q.ant-CEO Michael Förtsch.

Bis Ende 2022 will Q.ant erste Chips für Quantencomputer entwickelt haben. Diese sollen Quanten erzeugen, transportieren und manipulieren können. Darauf folgend sollen erste Prototypen der Chips gebaut werden.

Ausbau des Standorts Ulm

Um die Produktion von Photonik-Chips zu unterstützen, will Trumpf zudem in das Tochterunternehmen Trumpf Photonic Components investieren. Der Standort Ulm soll dann als Herstellungsort für Quanten-Chips genutzt werden, die Q.ant zuvor erforscht und entwickelt. Dazu erweitert der Konzern die Fabrik zur Herstellung von Laserdioden um weitere Produktionsmaschinen.

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"Den Entwicklern von Q.ant ist es gelungen, die optische Welt der Quanten an die elektronische Welt anzubinden. Unser erneutes Investment ist daher der logische nächste Schritt, um den Weg für die Entwicklung und Produktion von Quantencomputer-Chips made in Germany zu ebnen.", sagt Trumpf-CTO Peter Leibinger.

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Einige bereits eingesetzte Quantencomputer wie etwa IBMs Quantum System One verwenden energieintensive und platzfordernde Kühlsysteme, um Elemente auf nahezu 0 Kelvin herunterzukühlen. Die so im Messbereich fast stillstehenden Elemente können dann für Qubits genutzt werden. Ein Quantum System One wurde bereits in Deutschland eingeweiht. Der Quantencomputer kann Berechnungen mit 27 Qubits anstellen.

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