Trotz Zukauf von Vibe-Coding-Plattform: Wix entlässt 20 Prozent der Belegschaft
Das für seinen Webseiten-Baukasten bekannte Softwareunternehmen Wix steht vor dem größten Stellenabbau seit seinem Bestehen. Wie die auf Tech- und Start-up-News spezialisierte Nachrichtenseite Ctech berichtet(öffnet im neuen Fenster), wird Wix in den kommenden Monaten rund 1.000 Angestellte entlassen, was etwa 20 Prozent der Belegschaft entspricht.
Als Gründe werden schwache Quartalsergebnisse und ein Kurseinbruch von fast 50 Prozent seit Beginn des Jahres 2026 genannt. Hinzu kommen Befürchtungen, dass durch KI viele Tätigkeitsfelder des Unternehmens überflüssig und bestehende Geschäfte weniger profitabel werden.
Nach dem Ende der Coronapandemie war Wix mit einer Überbelegung konfrontiert und entließ bereits mehrere Hundert Mitarbeiter in Kürzungsrunden. Diese Entlassungen betrafen vorrangig Personal im Service- und Supportbereich und waren auch eine Folge der frühen Einführung von KI-Technologien im Unternehmen.
Erfolg von Base44 wird zur zusätzlichen Belastung
Investoren befürchten, dass die Lösungen des mit rund zwei Milliarden US-Dollar bewerteten Unternehmens zur Erstellung von Webseiten und Onlineshops durch KI-gestützte Programmiertools überflüssig werden. Wix reagierte auf diese Bedenken mit dem Kauf des auf Vibe-Coding spezialisierten Unternehmens Base44.
Base44 ist auf KI-Tools für die Programmierung mittels natürlicher Sprache spezialisiert und verzeichnet ein rasantes Wachstum. Zudem ermöglicht es Wix, integrierte KI-Lösungen anzubieten. Das Wachstum von Base44 erzeugt aber auch steigende Ausgaben für Rechenzeit und führte zu zusätzlichen Vergütungszahlungen an dessen vorherigen Eigentümer und Gründer Maor Shlomo, wodurch der Unternehmensverlust weiter anstieg.
In einem Brief an Investoren(öffnet im neuen Fenster) erläuterte Wix-CEO Avishai Abrahami, dass er zudem massiv in die Entwicklung eines eigenen KI-Modells investiere, um die Präzision des KI-gestützten Website-Baukastensystems Harmony zu erhöhen. Auch wenn dieser einen weiteren Kostenfaktor darstelle, sei er davon überzeugt, dadurch die Kosten langfristig senken zu können.
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