Streit mit Taxis: Uber will Gesetzesänderung in Deutschland durchsetzen

Uber(öffnet im neuen Fenster) will die Anzahl der Fahrten von Uberpop bis zum Ende des Jahres 2014 verdoppeln. Das gab Fabien Nestmann, General Manager Uber Deutschland, am 26. August 2014 in einer Telefonkonferenz bekannt. "Seit Anfang des Jahres ist die Anzahl der Nutzer bei Uber um ein Fünffaches gestiegen. Aktuell stehen Köln und Stuttgart auf der Liste der Städte, in denen Uber noch in diesem Jahr den Start plant. Möglicherweise kommen sogar noch weitere Städte hinzu."
Sowohl die Zahl derer, die die App heruntergeladen haben, als auch die Anzahl der Fahrten hätten sich verfünffacht, betonte Nestmann auf Nachfrage.
Uber habe "bedingt Schwierigkeiten, Fahrer zu finden" , tausende Bewerbungen für Uberpop habe die Firma bereits erhalten, und kontinuierlich kämen mehr Gesuche hinzu. In München und Berlin stünden zu bestimmten Schwerpunktzeiten durch die App manchmal weniger Autos zur Verfügung, als benötigt würden, räumte Nestmann ein.
Bei Uberpop können Privatpersonen ihre Dienste mit dem eigenen Auto anbieten, die Fahrer werden per Smartphone-App bestellt. Zudem bietet Uber auch einen Limousinen-Chauffeurdienst Uberblack an. In Washington startete Uber den Dienst Corner Store, einen lokalen Lieferservice für Bedarfsartikel. Alles läuft über die Uber-App, die bei Neuanmeldung ein Gratis-Guthaben von 20 Euro bietet.
In Städten wie Hamburg und Berlin kämpft Uber mit Verboten, die Taxiunternehmervereinigungen vor Gericht durchgesetzt haben.
Nestmann: "Wir suchen den Dialog mit örtlichen Behörden, aber auch auf Bundesebene, um langfristig einen Rahmen zu schaffen, der in aller Interesse ist. Gesetze werden erneuert, da setzen wir an." Er sei optimistisch, in Hamburg das laufende Eilverfahren positiv zu beenden, sagte Nestmann.