Abo
  • Services:
Anzeige
Unitymedia bleibt im Streit um WLAN-Hotspots hart.
Unitymedia bleibt im Streit um WLAN-Hotspots hart. (Bild: Unitymedia)

Trotz Unterlassungserklärung: Unitymedia bleibt im Streit um WLAN-Hotspots hart

Unitymedia bleibt im Streit um WLAN-Hotspots hart.
Unitymedia bleibt im Streit um WLAN-Hotspots hart. (Bild: Unitymedia)

Unitymedia hält an der automatischen Aktivierung von WLAN-Hotspots fest. Trotz Abmahnung der Verbraucherschützer soll es kein Opt-in für die Kunden geben.

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia beharrt im Streit über die automatische Aktivierung von WLAN-Hotspots auf seiner Position. "Aus unserer Sicht ist die Freischaltung einer zweiten SSID ohne ausdrückliche Zustimmung unserer Kunden rechtlich möglich", teilte das Unternehmen auf Anfrage von Golem.de mit. Nach einer Abmahnung durch die Verbraucherzentrale NRW gab Unitymedia am vergangenen Freitag lediglich eine modifizierte Unterlassungserklärung ab und will nur seine Vertragsbedingungen überarbeiten. Die Verbraucherschützer fordern jedoch eine Zustimmung der Kunden für die Freischaltung der Hotspots.

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale wird ohne eine solche Zustimmung ein bestehendes Vertragsverhältnis mit Unitymedia unzulässig erweitert. "Kunden sollen selbst entscheiden, ob über ihren jeweiligen Router im Haus ein Hotspot geschaltet wird oder nicht", sagten die Verbraucherschützer. In diesem Punkt gibt das Unternehmen jedoch nicht nach, weil es befürchtet, dass sich dann zu wenig Kunden am Hotspot-Netz beteiligen. "Mit einem Opt-in-System wird das kaum funktionieren, weil hier der einzelne Nutzer zu Beginn feststellt, dass noch gar nichts da ist, wofür sich seine Teilnahme an der Community lohnt. Hier wirkt sich der klassische Netzwerkeffekt aus: das Henne-Ei-Phänomen", sagte CTO Dieter Vorbeck im Interview mit dem Computermagazin C't.

Anzeige

Kunden dürfen Router im Urlaub ausschalten

Nachgebessert wird offenbar bei den "Pflichten", die jeder Kunde mit WLAN-Hotspot künftig zu erfüllen hat. "Wir werden insbesondere klarstellen, dass nur ein dauerhaftes Abstellen des Homespots bewirkt, dass der Kunde dann seinerseits andere Unitymedia Wifispots auch nicht nutzen kann. Ein vorübergehendes Abstellen, etwa während des Urlaubs, war und ist völlig unproblematisch", teilte das Unternehmen mit. Bislang heißt es in den besonderen Geschäftsbedingungen: "Der Kunde hat es zu unterlassen, die Nutzung seines Homespots zu beeinträchtigen oder zu unterbinden." Die Verbraucherzentrale hielt diese Vorgaben für eine "unangemessene Benachteiligung der Kunden".

Wie es in dem Streit weitergeht, ist derzeit noch offen. Da Unitymedia in einem entscheidenden Punkt nicht einlenkt, könnten die Verbraucherschützer eine Unterlassungsklage einreichen. Zudem liegt der Verbraucherzentrale NRW noch keine neue Version der Geschäftsbedingungen vor. Derzeit gebe es noch Gespräche mit Unitymedia, sagte Miriam Rusch von der Verbraucherzentrale NRW auf Anfrage von Golem.de. Nach Abschluss der Gespräche werde über die weiteren Schritte entschieden.

Kein höherer Stromverbrauch durch zweite SSID

Unitymedia versucht unterdessen, Kritik an der automatischen Aktivierung zu entkräften. "Das zusätzliche WLAN-Signal auf dem Router ist durch einen SoftGRE-Tunnel sicher vom privaten Netzwerk des Kunden getrennt. Und das separate Wifispot-Netz wird mit einer separaten, ausschließlich für den Wifispot zur Verfügung stehenden Bandbreite versorgt. Das gewährleistet ein sogenannter DOCSIS Service Flow. Die Datensicherheit unserer Kunden bleibt gewährleistet, die Bandbreite des Kunden unberührt", sagte Vorbeck in dem Interview mit der C't.

Zudem erhöhe sich der Stromverbrauch durch das Aktivieren des Hotspots und das Verbinden von Endgeräten nicht. "Erst wenn über das Wifispot-Netz ein Datentransfer stattfindet, fließt Strom. Grundsätzlich ist die maximale Sendeleistung des Routers reguliert und verändert sich durch Ausstrahlung weiterer WLAN-Signale nicht", sagte Vorbeck. Mit dem öffentlichen Hotspot gingen zudem keine Haftungsrisiken für den Kunden einher, da Unitymedia als Betreiber die Störerhaftung übernehme.


eye home zur Startseite
WarumLinuxBesse... 03. Jun 2016

Die Verbraucherschützer bemühen sich wirklich außerordentlich, dass Deutschland immer...

My1 27. Mai 2016

anstelle sich über die hotspots und deren "ausbau" zu streiten würde mich mal wundert wie...

aPollO2k 25. Mai 2016

Ich habe noch mal ohne Geräte gemessen, hier ist wirklich kein Unterschied festzustellen...

My1 25. Mai 2016

die gründe sind egal. hauptsache dass sicherheitsupdates ÜBERHAUPT gemacht werden.

My1 25. Mai 2016

also vorher im ursprünglichen artikel als das los ging gabs da auch große sorgen erst in...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Bonn
  2. Bechtle Clouds GmbH, Frankfurt am Main
  3. Host Europe GmbH, Hürth
  4. über Duerenhoff GmbH, Raum Braunschweig


Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Roccat Kone Pure Owl-Eye für 44€)
  2. (u. a. Morrowind PC/Konsole für 15€ und Prey PS4/XBO für 15€)
  3. (u. a. Honor 8 für 279€)

Folgen Sie uns
       


  1. Smartphones

    Huawei installiert ungefragt Zusatz-App

  2. Android 8.0

    Oreo-Update für Oneplus Three und 3T ist da

  3. Musikstreaming

    Amazon Music für Android unterstützt Google Cast

  4. Staingate

    Austauschprogramm für fleckige Macbooks wird verlängert

  5. Digitale Infrastruktur

    Ralph Dommermuth kritisiert deutsche Netzpolitik

  6. Elektroauto

    VW will weitere Milliarden in Elektromobilität investieren

  7. Elektroauto

    Walmart will den Tesla-Truck

  8. Die Woche im Video

    Ausgefuchst, abgezockt und abgefahren

  9. Siri-Lautsprecher

    Apple versemmelt den Homepod-Start

  10. Open Routing

    Facebook gibt interne Plattform für Backbone-Routing frei



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphone-Kameras im Test: Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
Smartphone-Kameras im Test
Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
  1. Smartphone Neues Oneplus 5T kostet weiterhin 500 Euro
  2. Mini-Smartphone Jelly im Test Winzig, gewöhnungsbedürftig, nutzbar
  3. Leia RED verrät Details zum Holo-Display seines Smartphones

Xbox One X im Test: Schöner, schwerer Stromfresser
Xbox One X im Test
Schöner, schwerer Stromfresser
  1. Microsoft Xbox-Software und -Services wachsen um 21 Prozent
  2. Microsoft Xbox One emuliert 13 Xbox-Klassiker
  3. Microsoft Neue Firmware für Xbox One bietet mehr Übersicht

Doom-Brettspiel-Neuauflage im Test: Action am Wohnzimmertisch
Doom-Brettspiel-Neuauflage im Test
Action am Wohnzimmertisch
  1. Doom, Wolfenstein, Minecraft Nintendo kriegt große Namen
  2. Gamedesign Der letzte Lebenspunkt hält länger

  1. Re: Installiert LineageOS...

    SanderK | 17:04

  2. Re: Witzig. Wieder ein E-Auto bericht von Leuten...

    nixalsverdrussbit | 17:01

  3. Re: Frontantrieb...

    Azzuro | 16:57

  4. Re: Ladeleistung

    M.P. | 16:52

  5. Re: Der Akku wird zu schnell geladen

    Sharra | 16:49


  1. 11:55

  2. 11:21

  3. 10:43

  4. 17:14

  5. 13:36

  6. 12:22

  7. 10:48

  8. 09:02


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel