Trotz Streaming: Amazon will an Verleih mit Lovefilm festhalten

Amazon bekennt sich zum Verleih von Filmen auf Datenträgern mit seiner Tochter Lovefilm. Es gäbe trotz des Streamings sehr viele treue Kunden, sagte der Chef von Amazon Instant Video Germany.

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Das Panel Premium-TV: Video on Demand vs. Pay-TV auf der Anga Com
Das Panel Premium-TV: Video on Demand vs. Pay-TV auf der Anga Com (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Amazon will trotz Streaming an seinem Geschäft mit dem Verleih von Filmen auf DVD und Blu-ray festhalten. Das sagte Christoph Schneider, Geschäftsführer von Amazon Instant Video Germany, Golem.de heute auf der Messe Anga Com in Köln. "Lovefilm hat eine sehr treue Nutzerschaft, und wir haben viele aktuelle Titel. Wir werden wegen Streaming vielleicht in einigen Jahren nicht mehr so hohe Wachstumsraten haben, aber das Geschäft betreiben wir weiter."

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Mit seinem Streaming-Angebot Amazon Instant Video ist der US-Konzern vor gut einem Jahr auf dem deutschen Markt gestartet. "Wir machten eine super tolle Entwicklung und sind sehr zufrieden, ja fast schon überrascht von dem Erfolg", sagte Schneider. Das gelte auch für die Nachfrage nach dem Geräten Fire TV Stick und für die Streaming-Box Fire TV in Deutschland.

Massenmarkt Streaming

Gründe dafür, warum Video on Demand (VoD) heute besser funktioniere als früher, sind laut Schneider schnellere Internetverbindungen und adaptives Streaming. Dazu komme die Möglichkeit, nun mit Zusatzgeräten jeden Fernseher zum SmartTV machen zu können, denn niemand wolle langfristig Filme auf dem Computer ansehen. Zudem seien Serien besser verfügbar, früher seien nie alle Staffeln für das Streaming zu haben gewesen. "Beim Streaming sind wir im Massenmarkt angekommen. Wir geben aber wie üblich keine Zahlen bekannt", sagte Schneider. "Wir hoffen, dass wir die Basisversorgung werden, die jeder hat, und dann noch andere über Apps dazu."

Nachdem Amazon im Februar 2014 die Jahresgebühr für Prime von 29 Euro auf 49 Euro im Jahr erhöht hatte, waren die Kundenzahlen zurückgegangen, räumte Schneider ein. Dies sei aber inzwischen durch neue Kunden wegen des Streaming-Angebots weit mehr als wieder ausgeglichen worden.

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Holger Enßlin, Chief Officer Legal, Regulatory und Distribution bei Sky Deutschland, sagte: "Heute ein Filmabo zu verkaufen, ohne on Demand zu ermöglichen, ergibt einfach keinen Sinn mehr." Neben Sky Snap wolle sich der Pay-TV-Anbieter mehr auf Sky Online konzentrieren. Unter dem Namen Sky Online bietet Sky seit Ende 2014 einen reinen Online-Zugang zu seinen Sendern und VoD-Bibliotheken an, der günstiger als der Fernsehempfang ist. Hier solle es neuen exklusiven Content geben. Sky sei auch in Eigenproduktionen eingestiegen. "Der Trend geht dahin, dass man dies dem Kunden bieten muss", erklärte Enßlin mit Blick auf Netflix und Amazon. Es gebe einen Wechsel von Pay- zu Video-on-Demand-Angeboten. Sky müssen auf Netflix reagieren und diese Nutzungsmöglichkeit den Kunden eröffnen.

Nicole Agudo Berbel, Senior Vice President Distribution Sales bei ProSiebenSat.1 Media, erklärte: "Wir haben keine Angst vor den globalen Giganten." Die Streaming-Plattform Maxdome habe 70.000 Titel und sei nach Start von Amazon und Netflix neu positioniert worden. Das Angebot von Serien für das sogenannte Binge Viewing von vielen Serienepisoden hintereinander sei ausgebaut worden. Dazu könne man viele deutsche Serien und Inhalte bieten.

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