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Trotz Störversuchen: Trump will mit Musk über Internetzugang für Iran sprechen

Trump plant Gespräche mit Elon Musk über Starlink im Iran. Seit vier Tagen haben die Behörden dort das Netz abgeschaltet.
/ Michael Linden
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Starlink hat Tausende Satelliten im All. (Bild: SpaceX)
Starlink hat Tausende Satelliten im All. Bild: SpaceX

US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag angekündigt, mit Unternehmer Elon Musk über die Möglichkeit zu sprechen, die Internetverbindung im Iran wiederherzustellen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) . Die iranischen Behörden haben den Zugang seit vier Tagen gekappt. Derzeit gibt es in dem Land verstärkt Anti-Regierungsproteste.

Gegenüber Reportern verwies Trump auf Musks Expertise im Bereich Satellitenkommunikation. "Er ist sehr gut in solchen Dingen, er hat ein sehr gutes Unternehmen" , sagte der US-Präsident auf die Frage nach einer möglichen Beteiligung von Musks SpaceX und dessen Starlink-Satelliteninternet.

Die Internetblockade im Iran begann am Donnerstag, als sich die Proteste gegen die klerikale Führung des Landes auf mehrere Regionen ausdehnten. Seit Beginn der Abschaltung sind die Informationen aus dem Iran begrenzt, was die Dokumentation der Ereignisse vor Ort erschwert.

Annäherung nach öffentlichem Streit

Trump und Musk haben sich nach einem öffentlichen Streit im vergangenen Jahr offenbar wieder angenähert. Die beiden waren über Trumps Steuergesetzgebung aneinandergeraten, wobei Musk wichtige Elemente des Gesetzes ablehnte.

Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass sich das Verhältnis zwischen dem Präsidenten und dem Milliardär wieder entspannt. Die beiden wurde Anfang des Monats beim gemeinsamen Abendessen in Trumps Anwesen Mar-a-Lago fotografiert. Verteidigungsminister Pete Hegseth wird am Montag eine SpaceX-Anlage in Texas besichtigen.

Die aktuellen Proteste im Iran begannen am 28. Dezember, zunächst mit Fokus auf wirtschaftliche Sorgen wie steigende Preise. Anschließend weiteten sich die Demonstrationen auf Kritik am klerikalen Establishment aus, das seit 1979 regiert.

Menschenrechtsorganisationen berichten von Hunderten Todesfällen seit Beginn der Proteste. Hrana, eine in den USA ansässige Überwachungsgruppe, dokumentiert 490 Todesfälle unter Demonstranten und 48 Todesfälle bei Sicherheitskräften – zusammen mit mehr als 10.600 Festnahmen innerhalb von zwei Wochen. Iranische Beamte veröffentlichten keine offiziellen Opferzahlen. Eine unabhängige Überprüfung dieser Zahlen ist nicht möglich.

Unbestätigten Berichten zufolge wird Starlink derzeit im Iran erfolgreich mit Mitteln der elektronischen Kriegsführung gestört, womöglich mit russischer Unterstützung.


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