Trotz Stellenabbau: Erstmals mehr als 1 Million IT-Beschäftigte in Deutschland

Stellenabbau bei Globalfoundries, HP, IBM, SAP und bei der Telefónica, dennoch zählt die ITK-Branche in Deutschland erstmals mehr als 1 Million Beschäftigte. Im laufenden Jahr kommen fast 25.000 neue Jobs dazu, der Abbau der IT-Jobs erfolgt auch erst ab 2016.

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Beschäftigte bei Globalfoundries: Massenentlassungen trotz Zuwachs in der Branche
Beschäftigte bei Globalfoundries: Massenentlassungen trotz Zuwachs in der Branche (Bild: Globalfoundries)

Die ITK-Branche in Deutschland beschäftigt erstmals über 1 Million Menschen. Die Unternehmen der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik werden Ende des Jahres 1,002 Millionen Mitarbeiter zählen, teilte der IT-Verband Bitkom am 22. Oktober 2015 mit. "Damit sind in den vergangenen fünf Jahren rund 135.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Allein im laufenden Jahr kommen fast 25.000 neue Jobs dazu", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

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Zugleich wurde in vielen Bereichen Stellenabbau angekündigt, der sich aber nicht mehr in diesem Jahr auswirkt. 800 Mitarbeiter werden bei Globalfoundries in Dresden entlassen. Die konzernweiten Abbaupläne bei Hewlett-Packard bedeuten in Deutschland, dass der Konzern bis zu 1.500 Beschäftigte an einen IT-Dienstleister loswerden will. Zudem entlässt IBM Deutschland Enterprise Application Solutions alle 100 Beschäftigten. Stellenabbau gibt es auch bei SAP. O2/E-Plus bereitet den angekündigten Arbeitsplatzabbau in Callcentern vor.

Wo die Beschäftigtenzahlen sinken

Neue Arbeitsplätze gebe es laut Bitkom ausschließlich in den Unternehmen der Informationstechnologie, auf die 794.000 Beschäftigte entfallen. "Bei den Telekommunikationsanbietern (199.000) und in der Unterhaltungsindustrie (9.000) ist die Beschäftigtenzahl angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung rückläufig", erklärte der Branchenverband.

Für die gesamte ITK-Branche hob der Bitkom die Wachstumsprognose für das laufende Jahr 2015 nur leicht an. Der Umsatz mit ITK-Produkten und Diensten soll demnach um 1,9 Prozent auf 156 Milliarden Euro wachsen. Bislang war Bitkom von einem Zuwachs von 1,5 Prozent ausgegangen. Für 2016 erwartet Bitkom für den ITK-Markt nur ein Wachstum um 1,5 Prozent auf 158,4 Milliarden Euro.

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Laut Rohleder seien die Gründe ein deutlich besseres Geschäft mit IT-Hardware wie Servern und Halbleitern, ein starkes Umsatzplus bei Smartphones und eine positive Entwicklung bei den Internetzugängen. Mit Wachstumsraten über 5 Prozent liegen die Umsätze mit Endgeräten wie Smartphones (+5,5 Prozent) und Software (+5,4 Prozent) an der Spitze, während die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten (-0,3 Prozent) und Unterhaltungselektronik (-3,8 Prozent) rückläufig sind. Besonders die Umsätze mit Sprachdiensten gingen deutlich zurück, sowohl im Festnetz (-7,5 Prozent) als auch im Mobilfunk (-7 Prozent).

Bei der Unterhaltungselektronik ersetzen Smartphones und Tablets Geräte der klassischen Unterhaltungselektronik und der digitalen Consumer Electronics wie den MP3-Player oder einfache Digicams.

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