Abo
  • Services:
Anzeige
Trotz Skandalen: Zalando soll Börsengang im Herbst planen
(Bild: Zalando/Screenshot: Golem.de)

Trotz Skandalen: Zalando soll Börsengang im Herbst planen

Zalando will offenbar an die Nasdaq, wie das Wirtschaftsmagazin Bilanz von einem Treffen des Managements erfahren haben will. Doch der Umsatz wächst nach häufigen Enthüllungen über die schlechten Arbeitsbedingungen nicht mehr so wie früher und der Verlust liegt bei 118 Millionen Euro.

Anzeige

Der Berliner Online-Schuh- und Modehändler Zalando soll noch im dritten Quartal 2014 an die Börse wollen. Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins Bilanz ist dies bei einem Treffen des Managements in Berlin entschieden worden. Als Handelsplatz sei die US-Technologiebörse Nasdaq geplant.

Unter den Konsortialbanken sollen laut Bilanz die Schweizer Bank Crédit Suisse, die US-Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs sein. Der größte Investor Zalandos, die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik, hatte das Unternehmen zuletzt mit 3,9 Milliarden Euro bewertet. Zalando hat einen Kommentar abgelehnt. 2013 setzte das Unternehmen knapp 1,8 Milliarden Euro um, 52 Prozent mehr als im Jahr davor. Damit ist Zalando aber weniger schnell gewachsen als vorher: Zwischen 2011 und 2012 hatten sich die Umsätze verdoppelt. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen Bilanz zufolge einen Verlust von 118 Millionen Euro.

Das Internetunternehmen kämpft mit einem wachsenden Ansehensverlust in der Bevölkerung, weil immer wieder Berichte über unmenschliche Behandlung der Lagerarbeiter in die Medien gelangen.

"Hire and Fire" statt "Schrei vor Glück"

Der Thüringer Datenschutzbeauftragte wollte wegen der Überwachung von Beschäftigten im Erfurter Versandzentrum von Zalando aktiv werden. Eine RTL-Reporterin hatte mit Unterstützung von Günter Wallraff drei Monate verdeckt an dem Standort recherchiert. Über jeden Lagerarbeiter können die Vorgesetzten laut dem Bericht auf dem Bildschirm sehen, wann Waren aufgenommen und transportiert werden. An Spitzentagen lief die Journalistin nach eigenen Angaben in einer Achtstundenschicht bis zu 27 Kilometer. Sitzen ist bei den Teamleitern und Mentoren nicht gern gesehen. Regelmäßig werden Kollegen dem Bericht zufolge wegen Kreislaufzusammenbruchs oder anderer gesundheitlicher Probleme abtransportiert.

Über ähnliche Praktiken bei Zalando wurde bereits im Juli 2012 berichtet. Dabei ging es um ein Logistikzentrum in Großbeeren bei Berlin, das von dem niederländischen Unternehmen Docdata als Fulfilment-Dienstleister für Zalando betrieben wurde. Auch hier war das Sitzen während der Arbeit verboten und es gab zu wenige Toiletten. Um die Negativpresse loszuwerden, wurde der Standort vor einigen Monaten von Zalando aufgegeben.

Zalando-Beschäftigte berichteten Golem.de von Einschüchterungen durch Vorarbeiter und willkürlichen Kündigungen erkrankter Kollegen. Kaum ein Beschäftigter im früheren Standort Großbeeren war demnach viel länger als ein Jahr bei Zalando beschäftigt, dann fand der Versandhändler einen Grund, die fast immer befristeten Verträge nicht zu verlängern.


eye home zur Startseite
luzipha 08. Mai 2014

Danke, genau das dachte ich ab dem Moment wo ich die Überschrift des Artikels gelesen...

Kasabian 08. Mai 2014

In anderen Staaten gibt es halt noch Planungssicherheit !!!

Mopsmelder500 08. Mai 2014

sonst ist die Kohle der Investoren futsch - die Idioten an den Börsen sollen es richten...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Harting Electric GmbH & Co. KG, Espelkamp
  2. Bosch Service Solutions Magdeburg GmbH, Berlin
  3. Robert Bosch GmbH, Bühl
  4. prevero AG, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 699€
  2. 629€ + 5,99€ Versand
  3. jetzt bei Alternate

Folgen Sie uns
       


  1. Trekstor

    Kompakte Convertibles kosten ab 350 Euro

  2. Apple

    4K-Filme in iTunes laufen nur auf neuem Apple TV

  3. Bundesgerichtshof

    Keine Urheberrechtsverletzung bei Bildersuche

  4. FedEX

    TNT verliert durch NotPetya 300 Millionen US-Dollar

  5. Arbeit aufgenommen

    Deutsches Internet-Institut nach Weizenbaum benannt

  6. Archer CR700v

    Kabelrouter von TP-Link doch nicht komplett abgesagt

  7. QC35 II

    Bose bringt Kopfhörer mit eingebautem Google Assistant

  8. Nach "Judenhasser"-Eklat

    Facebook erlaubt wieder gezielte Werbung an Berufsgruppen

  9. Tuxedo

    Linux-Notebook läuft bis zu 20 Stunden

  10. Umfrage

    88 Prozent wollen bezahlbaren Breitbandanschluss



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe
  2. Anki Cozmo ausprobiert Niedlicher Programmieren lernen und spielen

Edge Computing: Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
Edge Computing
Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
  1. Software AG Cumulocity IoT bringt das Internet der Dinge für Einsteiger
  2. DDoS 30.000 Telnet-Zugänge für IoT-Geräte veröffentlicht
  3. Deutsche Telekom Narrowband-IoT-Servicepakete ab 200 Euro

Mobilestudio Pro 16 im Test: Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
Mobilestudio Pro 16 im Test
Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
  1. Wacom Vorschau auf Cintiq-Stift-Displays mit 32 und 24 Zoll

  1. Re: "Tesla hat vor einigen Jahren ausgerechnet...

    FlorianP | 18:00

  2. Re: Habe es immer noch nicht ganz verstanden

    Sharra | 17:57

  3. Re: Ja? Wieso funktioniert dann mein Edge und die...

    elf | 17:51

  4. Re: MS-DOS 6.22

    Test_The_Rest | 17:50

  5. Re: History repeats itself

    George99 | 17:49


  1. 17:49

  2. 17:39

  3. 17:16

  4. 17:11

  5. 16:49

  6. 16:17

  7. 16:01

  8. 15:37


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel