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Trotz Milliardenverlusten: SpaceX strebt an die Börse

SpaceX hat die Unterlagen für den Börsengang eingereicht. Es soll der größte Börsengang der Geschichte werden. Dabei sieht die Bilanz nicht gut aus.
/ Andreas Donath
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SpaceX-Starship (Bild: SpaceX)
SpaceX-Starship Bild: SpaceX

SpaceX hat am Mittwoch bei der US-Börsenaufsicht SEC die Unterlagen für seinen Börsengang eingereicht. Das Unternehmen von Elon Musk strebt eine Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar an, was den bisherigen Rekordhalter Aramco, den saudischen Ölkonzern, beim IPO von 2019 überträfe. Geplant ist eine Notierung an der Nasdaq sowie der Nasdaq Texas unter dem Kürzel SPCX. Die finale Preisspanne soll voraussichtlich am 12. Juni festgesetzt werden.

Hoher Umsatz, noch höhere Verluste

Der Börsenprospekt gewährt erstmals einen Blick in die Bilanz: Im Jahr 2025 erzielte SpaceX einen Umsatz von 18,67 Milliarden US-Dollar, machte dabei aber Verluste von rund 4,94 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal allein summierte sich der Verlust auf 4,3 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 4,7 Milliarden US-Dollar.

Das KI-Segment xAI benötigte dabei besonders viel Kapital: Mehr als die Hälfte der Gesamtinvestitionen von 20,7 Milliarden US-Dollar floss in den Aufbau von Rechenzentren.

Gewinnbringer ist das Satelliteninternet Starlink, das 2025 einen Umsatz von 11,4 Milliarden US-Dollar erzielte. Das Geschäft mit der Falcon-Rakete brachte 4,1 Milliarden US-Dollar, ist aber nach Angaben von SpaceX unrentabel. Dividenden sind auf absehbare Zeit nicht vorgesehen.

Musk behält das letzte Wort

Eine Dual-Class-Aktienstruktur(öffnet im neuen Fenster) sichert Musk 85,1 Prozent der Stimmrechte. Er soll gleichzeitig Konzernchef, Technikvorstand und Verwaltungsratsvorsitzender bleiben. Tesla hält laut Prospekt knapp 19 Millionen der künftigen Klasse-A-Aktien.

Im Mai schloss SpaceX zudem einen Cloudvertrag mit Anthropic, der bis 2029 monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar einbringen soll. Zuvor hatte SpaceX das KI-Start-up xAI übernommen, zu dem auch das soziale Netzwerk X gehört.

SpaceX wurde 2002 gegründet und absolviert nach eigenen Angaben inzwischen mehr Weltraummissionen pro Jahr als alle anderen staatlichen und privaten Anbieter zusammen.

Im September 2026 will OpenAI laut einem Medienbericht an die Börse gehen, auch Anthropic gilt als möglicher Kandidat.


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