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Trotz Krisen: Facebook macht 6,88 Milliarden Dollar Quartalsgewinn

Facebook kann trotz Skandalen weiter wachsen. Der Gewinn erreicht ein neues Rekordniveau.
/ Achim Sawall
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Proteste an Facebooks Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien (Bild: Getty Images/Justin Sullivan)
Proteste an Facebooks Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien Bild: Getty Images/Justin Sullivan

Facebook hat trotz Krisen im vierten Quartal einen Rekordgewinn erwirtschaftet. Der Nettogewinn stieg von 4,27 Milliarden US-Dollar (1,44 US-Dollar pro Aktie) auf 6,88 Milliarden US-Dollar (2,38 US-Dollar pro Aktie). Das gab das Unternehmen am 30. Januar 2019 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt(öffnet im neuen Fenster). Die Analysten hatten 2,18 US-Dollar pro Aktie erwartet.

Der Umsatz stieg um 30 Prozent auf 16,91 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten von 16,40 Milliarden US-Dollar. Doch der prozentuale Anstieg ist das bisher geringste Umsatzwachstum von Facebook.

Nach der Bekanntgabe stieg die Aktie von Facebook im nachbörslichen Handel um 7 Prozent auf rund 161 US-Dollar. Die Zahl monatlich aktiver Nutzer wuchs um circa 50 Millionen auf 2,32 Milliarden.

Facebook wird voraussichtlich 20,5 Prozent des digitalen Werbemarkts in diesem Jahr kontrollieren, während Alphabets Google laut dem Forschungsunternehmen eMarketer voraussichtlich 31,3 Prozent innehat.

Der Vorstandsvorsitzende Mark Zuckerberg reiste nach Washington, um zu besprechen, welche Datenschutzauflagen das Unternehmen vom Gesetzgeber bekommt.

Es ist das zweite Quartal seit Bekanntwerden des Datenskandals um Cambridge Analytica. Das Unternehmen sammelte im Jahr 2014 etwa 50 Millionen private Nutzerdaten von Facebook-Anwendern und verwendete diese für den Aufbau einer Analysesoftware. Mit dieser sollte Wählerverhalten vorhergesagt werden. Die Software wurde mutmaßlich genutzt, um Donald Trump im US-Präsidentschaftswahlkampf zu unterstützen. Die Weitergabe der Daten soll nicht rechtmäßig erfolgt sein.

Die guten Finanzergebnisse deuten darauf hin, dass Werbetreibende Facebook weiterhin als eine leistungsstarke Plattform für den Zugang zu Verbrauchern sehen und dass die Nutzer das Unternehmen trotz der negativen Schlagzeilen nicht in großer Zahl verlassen.


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