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Trotz KI und Cloud: Nachfrage nach klassischer Softwareentwicklung weiterhin hoch

Der international aufgestellte Personaldienstleister und -vermittler Robert Half sieht kaum einen Rückgang bei Stellengesuchen für Softwareentwicklung. Doch ganz oben sind andere Bereiche.
/ Achim Sawall
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Der internationale Personaldienstleister und -vermittler Robert Half vermittelt Zeitverträge und Festeanstellungen. (Bild: Robert Half)
Der internationale Personaldienstleister und -vermittler Robert Half vermittelt Zeitverträge und Festeanstellungen. Bild: Robert Half

Im zweiten Halbjahr 2026 suchen Firmen besonders Experten für Cloud und Cloud Security und für den Einsatz generativer KI. Das hat der international tätige Personaldienstleister und -vermittler Robert Half(öffnet im neuen Fenster) Golem am 14. September 2026 erklärt. 49 Prozent der Unternehmen suchen derzeit Profis im Bereich Cloud, einschließlich Computing, Security und Cloud-Architecture. Jeweils 47 Prozent der Firmen suchen Fachleute für Agentic AI (Nutzung und/oder Programmierung), für Cybersecurity sowie für Software- und Anwendungsentwicklung.

Für den Einsatz generativer KI-Lösungen sind 45 Prozent auf der Suche, Spezialisten für Business Intelligence, Reporting und Analytics möchten 44 Prozent einstellen. Bei Machine Learning/Automated Machine Learning brauchen 43 Prozent neue Beschäftigte und im Bereich Natural Language Processing/Large Language Models sind es 43 Prozent der Firmen.

Christopher Große-Beilage, Regional Director Technology bei Robert Half Deutschland, sagte: "Die Einstellungsnachfrage im deutschen IT- und Technologiesektor bleibt auch in der zweiten Jahreshälfte 2026 hoch. 43 Prozent der befragten Unternehmen planen, die Zahl ihrer fest angestellten Mitarbeiter zu erhöhen. Gleichzeitig beabsichtigen 39 Prozent, den Einsatz projektbasierter Fachkräfte auszubauen." Unternehmen setzten damit sowohl auf den langfristigen Aufbau interner Kompetenzen als auch auf flexibel verfügbare Expertise für konkrete Technologie- und Transformationsprojekte.

"Neue KI-Kompetenzen ergänzen klassische IT-Fähigkeiten"

"Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um Cloud, künstliche Intelligenz und Cybersicherheit. Das zeigt, welche Fähigkeiten benötigt werden, um entsprechende Initiativen erfolgreich umzusetzen", betonte Große-Beilage. Gleichzeitig bleibe "auch die Nachfrage nach klassischer Softwareentwicklung hoch."

Bemerkenswert ist laut Große-Beilage, dass neue KI-Kompetenzen klassische IT-Fähigkeiten ergänzen und nicht ersetzen. "Auch Software- und Anwendungsentwicklung liegt bei 47 Prozent. Unternehmen brauchen deshalb Fachkräfte, die neue Technologien verstehen und anwenden können und gleichzeitig über ein solides technologisches Fundament verfügen", sagte er.

43 Prozent der Unternehmen planen, die Zahl ihrer Festangestellten im zweiten Halbjahr 2026 zu erhöhen. 35 Prozent wollen die Zahl auf dem bisherigen Niveau halten. 22 Prozent planen eine Verringerung und ein Prozent ist unentschlossen.

Einstellungspläne: Mix aus Festanstellung und externer Expertise

25 Prozent der Unternehmen wollen den Einsatz von Zeitarbeitskräften erhöhen. 39 Prozent wollen diesen auf bisherigem Niveau halten, 33 Prozent planen eine Verringerung und drei Prozent sind unentschlossen.

39 Prozent der Unternehmen wollen den Einsatz selbstständiger, projektbasierter Experten erhöhen, 39 Prozent wollen ihn auf dem bisherigen Niveau halten und 21 Prozent planen eine Verringerung. Hier sind zwei Prozent noch unsicher.

Große-Beilage: "Insbesondere Cloud-Migrationen, Cybersicherheit, Datenprojekte und die Einführung neuer KI-Anwendungen erfordern häufig spezielle Kompetenzen, die intern nicht dauerhaft oder nicht in ausreichendem Umfang vorhanden sind." Gleichzeitig planten 43 Prozent, die Stammbelegschaft auszubauen.

Die Studie wurde von Robert Half entwickelt und im Juni 2026 von einem Marktforschungsunternehmen durchgeführt; sie umfasst Antworten von 500 Personalverantwortlichen aus Deutschland aus den Fachbereichen Finanz- und Rechnungswesen, Technologie und IT, Finanzdienstleistungen sowie kaufmännischen und administrativen Funktionen.


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