Trotz einstweiliger Verfügung: Mytaxi brüskiert Taxizentralen wieder mit 50-Prozent-Rabatt

Die Daimler-Tochter Mytaxi macht mit ihrer Halber-Preis-Aktion weiter - mit Ausnahme von Stuttgart. Eine Taxizentrale hat den Preisnachlass dort per einstweiliger Verfügung verbieten lassen.

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Taxifahren kostet mit Mytaxi nur die Hälfte.
Taxifahren kostet mit Mytaxi nur die Hälfte. (Bild: Tobias Schwarz/Reuters)

Trotz einer einstweiligen Verfügung setzt die Taxi-App Mytaxi ihre Rabattaktion in einer neuen Runde fort. Wie die Daimler-Tochter bekanntgegeben hat, bietet Mytaxi Taxifahrten zum halben Preis an. 50 Prozent des Fahrpreises werden automatisch beim Bezahlen über die App abgezogen, der Taxifahrer bekommt den vollen Preis.

Die Aktion läuft vom 7. bis 21. Juli 2015 in rund 40 Städten, in denen Mytaxi verfügbar ist. Ausgenommen von der Aktion sind Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt - hier besteht die einstweilige Verfügung von der Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart gegen die Werbeaktion.

Im Mai 2015 hatte Mytaxi mit einer weltweiten 50-Prozent-Aktion begonnen. Die Rückmeldungen seien "sehr positiv" gewesen, erklärte das Startup. Mytaxi verzichtet im zweiwöchigen Aktionszeitraum auch auf die Provisionsgebühr von 7 Prozent bei den Taxifahrern.

"Laut Personenbeförderungsgesetz dürfen die festgelegten Taxitarife weder über- noch unterschritten werden", sagte der Chef der Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart, Murat Arslan. "Mytaxi versucht, auf diese unlautere Weise Kunden zu gewinnen und die bestehenden örtlichen Taxizentralen in ganz Deutschland zu schwächen."

Ein Taxiunternehmerverband hatte schon am 8. Mai die Rabattaktion verurteilt. Dieter Schlenker, Vorsitzender der Genossenschaft Taxi Deutschland, erklärte: "Konzerne wie Daimler mit Tochter Mytaxi sowie Ubertaxi rabattieren mit dem Kalkül, die Tarifpflicht zu kippen. Ist dies erreicht, sind Wucherpreise zu Stoßzeiten die Regel." Die vermeintlich günstigen Taxifahrten gaukelten der Bevölkerung vor, Taxifahren könne billiger sein.

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