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Trotz Displaysperre: Whatsapp-Lücke lässt Angreifer private Fotos durchstöbern

Angreifer können auf einigen Android-Geräten per Videoanruf in Whatsapp Zugriff auf die Galerie erlangen – und das trotz aktiver Displaysperre.
/ Marc Stöckel
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Eine Lücke in Whatsapp gewährt Angreifern Einblicke in die Galerie. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Eine Lücke in Whatsapp gewährt Angreifern Einblicke in die Galerie. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

In dem weitverbreiteten Messenger Whatsapp ist eine Sicherheitslücke entdeckt worden, die es Angreifern ermöglicht, bei physischem Zugriff auf ein gesperrtes Android-Smartphone Einblicke in darauf gespeicherte Medien zu erhalten. Meta hat nach eigenen Angaben bereits einen Patch entwickelt, der gerade verteilt wird. Nutzer sollten in nächster Zeit auf Whatsapp-Updates achten und diese bei Verfügbarkeit zeitnah installieren.

Bekannt wurde die Lücke durch ein Video, das der Sicherheitsforscher Jose Rodriguez unter anderem auf X(öffnet im neuen Fenster) und Youtube(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichte. Darin wird der Angriff demonstriert. Ein Angreifer muss demnach zunächst per Whatsapp einen Videoanruf an das Zielgerät einleiten.

Nach der Annahme des Anrufs kann über die Menüs für Videoeffekte die lokale Galerie erreicht werden – und das ganz ohne Entsperrung des Gerätes. Das Öffnen oder Versenden einzelner Galerieelemente ist aus dieser Ansicht zwar nicht möglich, jedoch erhält der Angreifer damit potenziell Einblicke in Miniaturansichten privater Fotos und könnte diese mit einer separaten Kamera ablichten.

Nicht alle Smartphones anfällig

Laut Untersuchungen von Notebookcheck(öffnet im neuen Fenster) funktioniert der Angriff nicht auf allen Android-Geräten. Auf einem Samsung Galaxy S25 Ultra konnte das Verhalten beispielsweise nicht reproduziert werden. Dort muss ein Angreifer wohl zuerst das Gerät entsperren, bevor er die Galerieinhalte einsehen kann. Auf einem Google Pixel 6 Pro sowie einem Oppo K13 soll der Angriff aber gelungen sein. Bei iOS besteht das Problem grundsätzlich nicht.

Zu beachten ist, dass ein Angreifer für die Ausnutzung direkten physischen Zugriff auf das Zielgerät haben und in der Lage sein muss, dieses per Whatsapp anzurufen. Der Angriff eignet sich damit aber beispielsweise für Spionage durch Personen aus dem direkten Umfeld wie etwa eifersüchtige Ehepartner oder böswillige Arbeitskollegen.

Whatsapp versicherte auf X(öffnet im neuen Fenster), bereits einen Fix gegen die Lücke zu verteilen. Wie lange es dauert, bis dieser auf allen Geräten angekommen ist, ist jedoch unklar. Alternativ können Anwender dem Messenger aber in den Geräteeinstellungen auch vorerst die Zugriffsrechte auf Fotos und Videos entziehen, um diese vor unverhofften Zugriffen durch andere Personen zu schützen.


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