• IT-Karriere:
  • Services:

Trotz Cloud Act: Telefónica/O2 vertraut sein 5G-Kernnetz Amazon an

Der Mobilfunkbetreiber Telefónica Deutschland setzt bei seinem 5G-Kernnetz auf Server in Deutschland. Doch die gehören Amazon aus den USA.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon Web Services in Europa
Amazon Web Services in Europa (Bild: Lionel Bonaventure/AFP via Getty Images)

Telefónica Deutschland wird für sein 5G-Kernnetz die Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services (AWS) nutzen. Das gab das Unternehmen bekannt. Zudem setzt das Unternehmen auf 5G-Netzkomponenten und -funktionen des schwedischen Mobilfunkausrüsters Ericsson.

Stellenmarkt
  1. Dr. Kleeberg & Partner GmbH, München
  2. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut

"Die Kooperation mit Amazon Web Services ist ein wichtiger Teil unserer Strategie für den Aufbau industrieller 5G-Netze", sagte Markus Haas, Vorstandschef von Telefónica Deutschland. In die Virtualisierung werde insgesamt ein zweistelliger Millionenbetrag investiert. Noch in diesem Monat beginne Telefónica zusammen mit AWS und Ericsson mit der Virtualisierung des 5G-Kernnetzes und der Implementierung von 5G-Netzfunktionen für erste ausgewählte Partner in der Industrie.

Sämtliche Daten von Telefónica Deutschland/O2 verbleiben laut den Angaben "ausschließlich auf AWS-Servern in Deutschland". Doch US-Unternehmen können durch den im Jahr 2018 in den USA erlassenen Cloud-Act in Verbindung mit einer Regierungsvereinbarung gezwungen werden, Daten an US-Behörden weiterzugeben, auch wenn sie im Ausland gespeichert sind. US-Ermittler hätten damit Zugang zu allen gespeicherten Daten in Europa, unabhängig davon, ob es sie von US-Firmen oder europäischen Anbietern stammen. Mit dem Gesetz wurde auch der Streit abgeschlossen, ob Microsoft E-Mails von einem in Irland stehenden Server herausgeben muss. Nach dem Beschluss des sogenannten Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, kurz Cloud-Act (PDF), erklärte das oberste US-Gericht den Fall für erledigt und verpflichtete Microsoft definitiv dazu, US-Behörden Beweismaterial von europäischen Servern zur Verfügung zu stellen.

Telefónica sieht Sparpotential durch AWS für Kunden

Amazon versichert laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung, dass man sich gegen entsprechende Anfragen von US-Behörden notfalls juristisch wehren werde. Zudem gebe es technische Lösungen, die verhinderten, dass AWS überhaupt in der Lage wäre, Material auszuhändigen. Demnach lagern Kundendaten auf Wunsch auf den Servern des Unternehmens so verschlüsselt, dass nur die Kunden selbst die Daten überhaupt entschlüsseln können.

Golem Akademie
  1. Terraform mit AWS
    4./5. Mai 2021, online
Weitere IT-Trainings

Für Telefónica ist AWS offenbar vor allem wegen der Ersparnis und der hochentwickelten Dienste wichtig: Auf Basis der "cloud-native-Softwarearchitektur von Ericsson als Bindeglied zu der Cloud-Lösung von AWS können wir mit unserer 5G-Cloud einfach, schnell und flexibel neue 5G-Industrieanwendungen in unser Netz einbinden und unseren Kunden anbieten", sagte Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer von Telefónica Deutschland. Statt des bisherigen zeitintensiven Aufbaus von eigener Hardware für neue Dienste lasse sich eine softwarebasierte Einbindung über die 5G-Cloud deutlich einfacher und zu geringeren Kosten umsetzen. Angesichts niedrigerer Entwicklungs-, Bereitstellungs- und Betriebskosten gingen Experten von einem Einsparpotenzial von rund 20 Prozent aus.

Telefónica-Sprecher Florian Streicher sagte Golem.de auf Anfrage: "Bei unserem cloudbasierten 5G-Kernnetz geht es um lokale Netze für die Industrie, bei denen Netzfunktionen über die Cloud realisiert werden. Es handelt sich nicht um klassische Kunden-/Verbraucherdaten oder Datenbanken, wie sie im öffentlichen Mobilfunk-Kernnetz existieren."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 335,00€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. 4K-HDMI für 5,59€, 5-Fach-Steckdosenleiste für 20,99€, HDMI-Verlängerungskabel für 7...
  3. (u. a. Cooler Master Masterkeys MK750 RGB für 119,90€, Chieftec CF-3012 3er RGB-Lüfter für 28...
  4. (u. a. Heckenschere für 117,99€, Hochdruckreiniger für 62,99€)

wzlbrmf 03. Sep 2020

Wir betreiben beides. Und der Administrationsaufwand ist auch in AWS nicht zu...

jankapunkt 03. Sep 2020

Welche Kunden sollen denn da genau vergrault werden und wie hoch ist der Anteil dieser...

chefin 03. Sep 2020

Wo ist das die Frage? Ich kann doch mit dem Client entscheiden ob ich verschlüssel oder...


Folgen Sie uns
       


Razer Kyio Pro Webcam - Test

Webcams müssen keine miese Bildqualität haben, wie Razers Kyio Pro in unserem Test beweist.

Razer Kyio Pro Webcam - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /