Abo
  • Services:

Trotz Bundeskartellamts: Kabel Deutschland will Grundverschlüsselung beibehalten

Kabel Deutschland prüft eine Klage gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts, die Verschlüsselung der digitalen FreeTV-Programme von ProSiebenSat.1 und RTL zu untersagen. Und erst einmal will der Kabelnetzbetreiber weitermachen wie bisher.

Artikel veröffentlicht am ,
Trotz Bundeskartellamts: Kabel Deutschland will Grundverschlüsselung beibehalten
(Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Kabel Deutschland will trotz der heutigen Entscheidung des Bundeskartellamts erst einmal an der Grundverschlüsselung festhalten. Unternehmenssprecher Marco Gassen erklärte: "Kabel Deutschland wird innerhalb einer Frist von einem Monat intensiv prüfen, ob es gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts Beschwerde beim Oberlandesgerichts Düsseldorf einlegt."

Stellenmarkt
  1. b.i.t.s. GmbH über Schörghuber Stiftung & Co. Holding KG, München
  2. medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH, Wedel bei Hamburg

Das Bundeskartellamt hat Strafen in Höhe von 55 Millionen Euro gegen die beiden TV-Sendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL verhängt, weil diese bei der Grundverschlüsselung "wettbewerbswidrige Absprachen getroffen" haben. Die Sender müssen sich verpflichten, ihre wesentlichen Programme in SD-Qualität für einen Zeitraum von zehn Jahren unverschlüsselt über Kabel, Satellit und IPTV anzubieten. Nicht eingeschlossen ist die Verschlüsselung von HD-Programmen.

Davon zeigt sich der TV-Kabelnetzbetreiber völlig unbeeindruckt. Kabel Deutschland könne noch nicht abschätzen, ob und zu welchem Zeitpunkt eine unverschlüsselte Verbreitung der digitalen SD-Programme der ProSiebenSat.1- und der RTL-Gruppe erfolgen müsse, erklärte Gassen. "In einem ersten Schritt müssten die Sender erst einmal auf uns zugehen. Dies ist bis jetzt noch nicht erfolgt. Somit wird sich erst einmal an der Grundverschlüsselung der digitalen Programme der beiden Sendergruppen im Kabelnetz von Kabel Deutschland nichts ändern."

Im Juli 2012 hatte Gassen Golem.de gesagt: "Die Grundverschlüsselung ist derzeit Bestandteil aller unserer Verträge mit privaten Programmanbietern, Ausnahmen bestehen nur für ARD/ZDF und lokale Programme." Neben Signal- und Kopierschutz sprächen auch Gründe des Jugendschutzes für eine Verschlüsselung. Schließlich helfe die Grundverschlüsselung dem Unternehmen, das Problem des Schwarzsehens besser in den Griff zu bekommen.

Mieterbund, Wohnungsunternehmen und Verbraucherschützer forderten im Sommer 2012, die Grundverschlüsselung des Digitalempfangs freier privater TV-Programme aufzugeben. Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV), erklärte: "Es ist dreist, frei empfangbare TV-Programme erst zu verschlüsseln, um dann für die Entschlüsselung Geld zu verlangen. Das ist moderne Wegelagerei."



Anzeige
Top-Angebote
  1. 299€
  2. 499€ + Versand
  3. (-80%) 3,99€

Youssarian 30. Dez 2012

Nur um es herauszustellen: Das war's, was ich mit "Das glaub ich nicht." kommentiert...

John2k 29. Dez 2012

Nein, das Signal ist einfach minderwertig. Ein Bildschirm kann ein niedrig aufgelöstes...

GodsBoss 29. Dez 2012

Ich glaube die Geschichte sofort, bei meiner Schwester, die wie ich allerdings gar...

paradigmshift 29. Dez 2012

Na ich. Wenn ich RTL sehe, dann sehe ich schwarz. Schwarz für die Zukunft Deutschlands...

Blackburn 29. Dez 2012

Die JugendschutzPIN wird übrigens auch bei Kabel Deutschland abgefragt, sobald eine...


Folgen Sie uns
       


Neue OLED-Leuchtmittel angesehen (Light and Building 2018)

Die OLED-Technik macht im Leuchtenbereich Fortschritte.

Neue OLED-Leuchtmittel angesehen (Light and Building 2018) Video aufrufen
Blue Byte: Auf dem Weg in schöner generierte Welten
Blue Byte
Auf dem Weg in schöner generierte Welten

Quo Vadis Gemeinsam mit der Universität Köln arbeitet Ubisoft Blue Byte an neuen Technologien für prozedural generierte Welten. Producer Marc Braun hat einige der neuen Ansätze vorgestellt.

  1. Influencer Fortnite schlägt Minecraft
  2. Politik in Games Zwischen Völkerfreundschaft und Präsidentenprügel
  3. Förderung Spielebranche will 50 Millionen Euro vom Steuerzahler

Ryzen 7 2700X im Test: AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel
Ryzen 7 2700X im Test
AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel

Der neue Ryzen 7 2700X gehört zu den schnellsten CPUs für 300 Euro. In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs
  2. AMD-Prozessor Ryzen-Topmodell 7 2700X kostet 320 Euro
  3. Spectre v2 AMD und Microsoft patchen CPUs bis zurück zum Bulldozer

Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


      •  /