Tron: Regisseur: "Wir waren viel zu naiv und optimistisch"

Der neue Film Tron: Ares startet am 9. Oktober. Autor und Regisseur Steven Lisberger, der den Originalfilm verantwortete, äußerte sich in der neuesten Ausgabe des SFX Magazine zur künstlichen Intelligenz im ersten Tron-Film, wie Slashfilm(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Seiner Ansicht nach war man damals diebezüglich "viel zu naiv und optimistisch" . Im Film übernimmt das böse Master Control Programm das Raster, aber das Programm Tron lehnt sich auf, um seine Art zu befreien.
Charmant
Weiterhin spricht er darüber, dass heute die Leute schockiert davon seien, dass die KI halluziniere und Fehler mache, aber das sieht er als Segen, ja, sogar als charmant an. "Ich hätte weit mehr Angst, wenn mir jemand sagen würde, dass die KI keine Fehler macht. Dann beginnen die echten Probleme" , so Lisberger.
Zugleich sei ihm auch bewusst, dass die neue Technologie gerade auch Künstler herausfordere. Ihn stören aber die apokalyptischen Prophezeiungen in Hinblick auf diese Technik. "Es ist wichtig, dass wir die Technologie vor uns hertreiben, und nicht andersherum" , sagt der Regisseur.
KI im neuen Film?
Lisberger ist der Meinung, jede neue Technologie könne und solle den Menschen den Spiegel vorhalten – das gelte auch für KI. Vor dem Start am 9. Oktober von Tron: Ares, bei dem Lisberger auch als Produzent agierte, ist noch unklar, wie sehr KI in den neuen Film hineinspielen wird. Da die Tron-Filme aber auch immer ein Update dazu darstellten, wozu die Technik fähig ist (oder im Sci-Fi-Konstrukt bald fähig sein wird), ist es nur folgerichtig, dass KI wohl auch im neuen Film ein Thema ist. Die Tron-Filme kamen 1982, 2010 und 2025 in die Kinos. Das sind 43 Jahre an technologischer Entwicklung, die in das Sci-Fi-Franchise eingeflossen sind.