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Tron: Es gibt drei Filme und eine Fernsehserie

Über mehr als vier Jahrzehnte hinweg entstanden drei Tron-Filme. Es gibt aber auch eine wenig beachtete Fernsehserie.
/ Peter Osteried
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Tron - Der Aufstand debütierte im Jahr 2012, war aber kurzlebig. (Bild: Disney)
Tron - Der Aufstand debütierte im Jahr 2012, war aber kurzlebig. Bild: Disney

Tron: Ares startet morgen im Kino. Tron und Tron: Legacy waren die Vorgänger, aber es gab auch eine Fernsehserie, die hierzulande bei Disney+ abrufbar ist: Tron – Der Aufstand(öffnet im neuen Fenster) aus dem Jahr 2012. Die Animationsserie ist hochkarätig besetzt: Im Original hört man Elijah Wood (Der Herr der Ringe), Bruce Boxleitner (Tron), Paul Reubens (Pee-Wee Herman), Lance Henriksen (Aliens) und Mandy Moore. Zudem gibt es auch einige Gaststars, die sich hören lassen können: Donald Faison (Scrubs), David Arquette (Scream), John Glover (Smallville), Kate Mara (Fantastic Four), Marcia Gay Harden (Der Nebel), Lance Reddick (Fringe) und Chris Klein (American Pie) sprechen in mehreren Folgen. In der sechsten Episode gibt es darüber hinaus ein Wiedersehen mit Quorra, die im Original auch von Olivia Wilde gesprochen wird.

Cooler Look

Die Zeichnungen sind großartig und haben einen ganz eigenen Stil. Der Look von Tron: Legacy wird auf die Zeichentrickserie übertragen und die düstere Darstellung des Rasters lässt keine Wünsche offen. Früher war es so, dass Zeichentrickserien dieser Art, die sich an große Kinofilme heranhängten, hauptsächlich für ein junges Publikum gedacht waren. Tron – Der Aufstand funktioniert für Zuschauer jedes Alters. Die Serie hätte ebenso gut als Live-Action-Version gestaltet werden können, nur dass sie immens viel teurer gewesen wäre. So jedoch nutzt man die Vorteile der Animation, um eine großangelegte und actionreiche Geschichte erzählen zu können. Was als Realfilm viel Geld verschlingt, bleibt als Zeichentrick kostenmäßig überschaubar.

Der Aufbau folgt einem roten Faden. Zwar sind die Folgen durchaus für sich stehend, aber der Kampf gegen Clu und seine Truppen bildet das Rückgrat der Serie. Tron – Der Aufstand ist für Fans der Filme essenziell. Nicht nur der Look, sondern auch der Sound orientiert sich am zweiten Film. Die Musik wurde von Joseph Trapanese geschrieben, der für Tron: Legacy die Komposition von Daft Punk arrangierte. Sein Score ist hochwertig, groß, originell, ungewöhnlich und ganz und gar der Daft-Punk-Vorlage verschrieben. Visuell und akustisch ist die Serie ein legitimer und wichtiger Bestandteil der Tron-Saga.

Mehr Tron

Sehr schön ist, dass man in der Animation mehr Bruce Boxleitner zu sehen und zu hören bekommt, als dies bei Tron: Legacy der Fall war. In Tron: Legacy ist zu wenig Tron zu sehen – hier hat er jedoch eine wichtigere Rolle inne, auch wenn der aktive Kämpfer die neu gestaltete Figur Beck ist. Tron – Der Aufstand ist in mancherlei Hinsicht sogar dem Film überlegen, weil er dessen Schwächen vollständig ignoriert und stattdessen die Stärken herausarbeitet. Der größte Wermutstropfen des Verbindungsstücks von Tron und Tron: Legacy ist, dass das Finale mit einem Cliffhanger daherkommt, der keine Auflösung erfahren hat.


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