Trojaner-Hersteller: "Hacking Team ist tot"

Der ehemalige CEO erklärt den Trojaner-Hersteller Hacking Team für tot - auch dessen Nachfolger hat eine harte Zeit.

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Screenshot aus einem Werbeclip der Überwachungsfirma Hacking Team.
Screenshot aus einem Werbeclip der Überwachungsfirma Hacking Team. (Bild: Hacking Team)

"Hacking Team ist tot", erklärte David Vincenzetti, Gründer und ehemaliger CEO des italienischen Spyware-Herstellers auf seinem Linkedin-Profil. Die umstrittene Firma hatte Überwachungssoftware an staatliche Einrichtungen wie Strafverfolgungsbehörden oder Geheimdienste verkauft, darunter auch fragwürdige Regime, die mit der Software Dissidenten oder Journalisten überwachten. Auch beim Hack des Smartphones von Amazon-Chef Jeff Bezos könnte die Software zum Einsatz gekommen sein.

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Gegründet wurde Hacking Team 2003 und machte anfangs vor allem mit Pentesting und Sicherheitsdienstleistungen Umsatz. Spätestens seit 2013 war das Hauptgeschäft die Spionagesoftware Remote Control System (RCS), mit der Computer und Smartphones aus der Ferne überwacht werden können. Im Jahr 2015 zählten 41 Staaten zu den Kunden der Überwachungsfirma, die teils Millionenbeträge für die Spionagesoftware und den Support bezahlten. Im gleichen Jahr wurde die Überwachungsfirma von Phineas Fisher gehackt und 416 GByte an internen Daten, darunter bis dato unbekannte Flash-Sicherheitslücken veröffentlicht.

Von diesem Schlag hat sich das Unternehmen trotz der Ankündigung eines Neubeginns nicht mehr erholt. Letztes Jahr wurde Hacking Team an die Überwachungsfirma Inthecyber verkauft und gemeinsam mit dieser unter dem Namen Memento Labs weitergeführt. Doch auch hier läuft es nicht rund, Vincenzetti und weitere Mitarbeiter mit technischem Background sind ausgestiegen. Firmenchef Paolo Lezzi erklärt die Firma zwar nicht für tot, spricht jedoch im Onlinemagazin Vice von einem harten Jahr.

Nach dem Hack 2015 hatte Saudi-Arabien ein Kaufinteresse an Hacking Team geäußert. Saudi-Arabien war zuletzt immer wieder mit Überwachungsmaßnahmen in die Schlagzeilen geraten, so sollen Smartphones im Ausland getrackt sowie das Smartphone von Amazon-Chef Bezos gehackt worden sein. 20 Prozent von Memento Labs wiederum gehören einem Investor aus Saudi-Arabien.

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Die Organisation Reporter ohne Grenzen listet Memento Labs (ehemals Hacking Team) als einen der 20 größten Feinde des Internets. Die Liste "umfasst Behörden, Unternehmen und informelle Netzwerke, die Journalistinnen und Journalisten mit Hilfe digitaler Technologien einschüchtern, bedrohen, überwachen oder zensieren und damit die Informationsfreiheit im Internet gravierend beeinträchtigen."

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mke2fs 29. Mai 2020

Bisschen platt, oder? Schön einfach nicht wahr? Einfach Schublade auf, andere Meinung...

up.whatever 28. Mai 2020

Klar: "Vincenzetti und weitere Mitarbeiter mit technischem Background sind ausgestiegen...

DebugErr 28. Mai 2020

Bitte hör' auf, meine Existenz zu leugnen!


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