Abo
  • Services:

Schrott und Schwarzkopien

"Customizable, hackable = Piracy = no business", fasst Teut Weidemann zusammen. Der ehemalige Spieleproduzent, aktive Berater und Dozent sieht zudem einen Sinn im Lizenzmodel von Konsolen - die Qualitätssicherung. Weidemann: "Ohne dieses kommt so schnell Schrott auf ein System, dass die Kunden abgeschreckt werden, orientierungslos gegenüber der Qualität sind und final die Konsole stirbt". Als historisches Beispiel nennt Weidemann die Atari 2600.

Stellenmarkt
  1. talpasolutions GmbH, Essen
  2. Johannes KIEHL KG, Odelzhausen

"Nintendo entwickelte das System, welches bis heute in allen Konsolengenerationen erfolgreich benutzt wird. Dies nutzt nicht nur dem Hersteller, sein geistiges Eigentum zu sichern, sondern auch dem Hersteller der Spiele, eine - über die Zeit gesehen - stabile Plattform für sein Investment zu haben", so Weidemann. Nehme man dies nun weg, entstehe eine Plattform, bei der jeder alles machen dürfe und die deshalb schnell kaputtgehen könne.

  • Ouya - das Logo (Bild: Ouya)
  • Ouya - die Android-Konsole wurde von Yves Behar designt. (Bild: Ouya)
  • Ouya - Touchscreen-Controller und Konsole (Bild: Ouya)
  • Ouya - Touchscreen-Controller mit typischen Gaming-Knöpfen (Bild: Ouya)
  • Ouya - der Homescreen erinnert nicht im Geringsten an Android, eher an das Xbox-Dashboard. (Bild: Ouya)
  • Ouya - Canabalt-Detailseite im Ouya-UI (Bild: Ouya)
  • Ouya - Canabalt ist eines der angepassten Spiele. (Bild: Ouya)
  • Will mit Ouya den Spielemarkt umkrempeln - die Unternehmensgründerin und Chefin Julie Uhrman (Bild: Ouya)
  • Ouya nur ein 'Smartphone in einer Kiste' - Eugene Zhukov, Chef von Digitilust (Bild: Eugene Zhukov)
  • Ouya 'wird den Markt beschleunigen' - Klaas Kersting, Chef vom Karlsruher Spielestudio Flaregames (Bild: Flaregames)
  • Ouya 'für Premium Games ungeeignet' - Ouya Marc Hehmeyer, CTO vom Hamburger Spielestudio Fishlabs Entertainment (Bild: Fishlabs)
  • Nicht überzeugt von Ouya -  Teut Weidemann, Berater, Dozent, ehemaliger Spieleentwickler und -produzent (Bild: Teut Weidemann)
Nicht überzeugt von Ouya - Teut Weidemann, Berater, Dozent, ehemaliger Spieleentwickler und -produzent (Bild: Teut Weidemann)

Die Masse macht's

Mrozek gibt Weidemann Recht, denkt aber auch, dass viele die Probleme von offenen Systemen überbewerten. "Auf Plattformen wie Android hat man eine breite Masse, so dass man auch große Spiele für 5 Euro verkaufen könnte und mehr Geld damit machen würde, als wenn man es für 40 Euro auf einer eigenständigen Konsole verkauft. Denn die Masse macht natürlich viel aus. Und bei 5 Euro wird es logischerweise auch deutlich weniger Raubkopierer geben als bei 40 Euro".

"Viele Publisher haben davor aber logischerweise Angst. Klar, wenn ein 100-köpfiges Team jahrelang an einem Titel arbeitet, geht man ungern dieses Risiko ein. Deswegen sag ich ja: Titel wie Uncharted 3 etc. wird man bei der Ouya auch nicht erwarten können. Es wird ein Android-Spielgerät, kein Gamechanger. Also eher für Fans von Spielen im Retrostyle, Indie-Games und Casualgames", so Mrozek. Zu den Retro-ähnlichen Spielen zählt er Autorennen, 2D-Jump'n'Runs und weitere Genres.

Klassisches Geschäftsmodell unter Beschuss

Klaas Kersting, der Chef von Flaregames (Ocean Tower/Bravesmart), sieht eine dringende Notwendigkeit zur Veränderung, die durch Systeme wie Ouya beschleunigt werden könnte: "Das klassische Geschäftsmodell der Konsolen, wie es die großen Plattformhalter vorleben, ist ein Hindernisparcours für Entwickler und Kunden: hohe Einstiegshürden durch hohe Kosten, beschränkter Zugang für Developer, geringes Spieleangebot, wenig Innovation".

Nun gerate das alte Geschäftsmodell von allen Seiten unter Druck, und die Schlacht bei der mobilen Variante sei bereits verloren, so Kersting: "Smartphones und Tablets wischen mit PS Vita und Nintendo 3DS den Boden auf. Im stationären Bereich gewinnt der freiere PC stark an Boden: bei der digitalen Distribution, bei den MMOs, bei Free-to-Play, bei den großartigen Produktionen der erstarkenden Indies."

Für Kersting ist das kein "Höher-schneller-weiter-Wettbewerb der besten Spiele", sondern ein "Rennen der besten Geschäftsmodelle." Eine preisgünstige Konsole, die auf kostenlose Spiele setzt und ein weitverbreitetes Betriebssystem einsetze, könnte da genau das sein, was der Markt brauche: "einen Tritt in den Hintern".

 "Tritt in den Hintern": Die Ouya-Konsole und die SpielebrancheEine Frage der Steuerung 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und Vive Pro vorbestellbar
  2. bei Alternate.de
  3. 105,85€ + Versand

SSD 20. Jul 2012

Mag sein, dass es nicht realistisch ist, aber ist das denn überhaupt notwendig, um...

laZee 19. Jul 2012

Sagt OUYA doch selbst, warum: Weil es für (Indie-)Entwickler heutzutage schwer bis...

janpath 18. Jul 2012

[...] Na und? So gut wie jeder Supercomputer nutzt auch Linux und bei denen wird das...

spiderbit 16. Jul 2012

Ja war jetzt eher auf die gesamten Antworten gemüntzt die Bemerkungen, einer hat mich...

Muhaha 16. Jul 2012

Nein, haben sie nicht. Auf dem PC wurde im genau gleichen Ausmaß Verhältnis kopiert und...


Folgen Sie uns
       


Kaihua Kailh Speed-Switches - Test

Die goldenen KS-Switches von Kaihua haben einen kürzeren Hinweg als Cherry MX Blue und sind in der alltäglichen Nutzung angenehmer. Das liegt auch an der besseren Verarbeitung.

Kaihua Kailh Speed-Switches - Test Video aufrufen
Highend-PC-Streaming: Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
Highend-PC-Streaming
Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren

Geforce GTX 1080, 12 GByte RAM und ein Xeon-Prozessor: Ab 30 Euro im Monat bietet ein Startup einen vollwertigen Windows-10-Rechner im Stream. Der Zugriff auf Daten, Anwendungen und Games soll auch unterwegs mit dem Smartphone funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?
  2. Rundfunk Medienanstalten wollen Bild Livestreaming-Formate untersagen
  3. Illegale Kopien Deutsche Nutzer pfeifen weiter auf das Urheberrecht

Recycling: Die Plastikwaschmaschine
Recycling
Die Plastikwaschmaschine

Seit Kurzem importiert China kaum noch Müll aus dem Ausland. Damit hat Deutschland ein Problem. Wohin mit all dem Kunststoffabfall? Michael Hofmann will die Lösung kennen: Er bietet eine Technologie an, die den Abfall in Wertstoff verwandelt.
Ein Bericht von Daniel Hautmann


    Projektoren im Vergleichstest: 4K-Beamer für unter 2K Euro
    Projektoren im Vergleichstest
    4K-Beamer für unter 2K Euro

    Bildschirme mit UHD- und 4K-Auflösung sind in den vergangenen Jahren immer preiswerter geworden. Seit 2017 gibt es den Trend zu hoher Pixelzahl und niedrigem Preis auch bei Projektoren. Wir haben vier von ihnen getestet und stellen am Ende die Sinnfrage.
    Ein Test von Martin Wolf

    1. Sony MP-CD1 Taschenbeamer mit Akku und USB-C-Stromversorgung
    2. Mirraviz Multiview Splitscreen-Games spielen ohne die Möglichkeit, zu schummeln
    3. Sony LSPX-A1 30.000-Dollar-Beamer strahlt 80 Zoll aus 0 cm Entfernung

      •  /