Trickfilmserie kritisiert Trump: South Park wird zu South America
South Park, die bekannte Animationssatire auf Comedy Central, hat laut Guardian angekündigt(öffnet im neuen Fenster), für die kommende 29. Staffel vorübergehend einen neuen Namen anzunehmen. Die Schöpfer Matt Stone und Trey Parker erklärten, die Serie werde künftig als South America firmieren. Das sei ein Seitenhieb auf die jüngsten Umbenennungspläne der Trump-Regierung.
In einem Statement begründeten die Macher die Änderung als Akt der Unternehmensanpassung: "Inspiriert vom Mut und Patriotismus von Apple und Google ändern wir den Namen von South Park in South America", hieß es. Dazu kommt ein vergifteter Dank an die Muttergesellschaft Paramount, der von den South-Park-Machern als "eine Skydance-Kapitulation" bezeichnet wird.
Die Bemerkung zielt offenbar auf Paramount Skydance ab, das Unternehmen des Trump-Vertrauten David Ellison. Der Konzern soll Berichten zufolge nach der von der Regierung genehmigten 111-Milliarden-Dollar-Fusion mit Warner Bros Discovery zu einem der größten US-Medienkonzerne aufsteigen. Der Deal ist Teilen der Kreativbranche auf heftige Kritik gestoßen.
Umbenennungstrend löst satirische Reaktion aus
Der Ankündigung war ein Social-Media-Beitrag vorausgegangen, in dem Präsident Trump vorschlug, den Bundesstaat New Mexico in New America umzubenennen. Dem Posting war ein KI-generiertes Video beigefügt, das ihn dabei zeigt, wie er auf einem Willkommensschild das Wort America über Mexico klebt. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass die Bundesregierung keine Befugnis habe, den Namen eines Bundesstaates zu ändern.
Demokraten verurteilten den Vorschlag umgehend; einige warfen dem Präsidenten vor, vom Konflikt im Iran und den anhaltenden Preissteigerungen ablenken zu wollen.
Ein wiederkehrendes Muster
Der Vorfall reiht sich in ein inzwischen vertrautes Muster ein. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit ließ Trump den Golf von Mexiko in Golf von Amerika umbenennen. Zuletzt soll die Regierung vor dem Hintergrund wachsender Handelsspannungen mit Kanada gedrängt haben, den Ontariosee als Lake America zu bezeichnen.
South Park liegt seit seinem Start 1997 immer wieder im Clinch mit der Regierung. Die Emmy-prämierte Serie zeigte Trump im Bett mit Satan und stellte die frühere Heimatschutzministerin Kristi Noem als Welpenmörderin dar.
Die 29. Staffel der frisch umbenannten Serie startet am 16. September und ist weltweit auf Paramount+ zu sehen.
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