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Trezor, Bitbox, Cointracking: Phishing-Mails von echten Supportadressen verschickt

Zahlreiche Krypto-Nutzer haben kürzlich täuschend echte Phishing-Mails erhalten. Ursache ist wohl ein Vorfall bei einem E-Mail-Marketing-Anbieter.
/ Marc Stöckel
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Eine trickreiche Phishing-Welle trifft zahlreiche Kryptonutzer. (Bild: pexels.com / Jonathan Borba)
Eine trickreiche Phishing-Welle trifft zahlreiche Kryptonutzer. Bild: pexels.com / Jonathan Borba

In der Nacht auf Donnerstag haben unzählige Nutzer sehr authentisch wirkende Phishing-Mails von mehreren bekannten Unternehmen aus der Kryptobranche erhalten. Ursache scheint ein Sicherheitsvorfall bei der E-Mail-Marketing-Plattform Brevo (ehemals Sendinblue) zu sein. Anwender, die kürzlich unerwartete Mails von Bitbox, Trezor oder Cointracking erhalten haben, sollten auf keinen Fall darin enthaltene Links anklicken.

Bei Bitbox und Trezor handelt es sich um beliebte Hersteller für Hardwarewallets zur sicheren Eigenverwahrung von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum. Beide warnen(öffnet im neuen Fenster) in Beiträgen auf X(öffnet im neuen Fenster) vor der aktuellen Phishing-Welle und führen sie auf einen Sicherheitsvorfall bei einem namentlich nicht genannten E-Mail-Anbieter zurück.

Die Phishing-Mails stammen jeweils von den echten Absenderadressen von Bitbox und Trezor. Anwender werden darin vor einem angeblichen Entropie-Bug in ihren Kryptowallets gewarnt. Damit versuchen die Angreifer, ihre Opfer durch eben jenes Szenario, das bei den Coldcard-Wallets von Coinkite vor einigen Wochen real wurde, zu unüberlegten Handlungen zu verleiten.

Cointracking warnt ebenfalls

Neben Bitbox und Trezor ist auch Cointracking betroffen. Dabei handelt es sich um ein in Deutschland entwickeltes und sehr beliebtes Tool für das Tracking von Krypto-Transaktionen sowie zur Berechnung fälliger Steuern auf Kryptogeschäfte. Empfänger der Phishing-Mails wurden in diesem Fall vor einer angeblichen Datenpanne gewarnt, durch die API-Keys geleakt wurden, welche nun dringend erneuert werden sollen.

Cointracking warnt ebenfalls auf X(öffnet im neuen Fenster) vor den Links, und weist darauf hin, die E-Mails trotz Verwendung der eigenen Supportadresse als Absender nicht selber verschickt zu haben. "Klicken Sie bitte auf keinen der in dieser E-Mail enthaltenen Links", so das Unternehmen. Es verweist zudem auf Brevo als E-Mail-Provider, über den die Phishing-Mails wohl verschickt wurden.

Brevo bestätigte(öffnet im neuen Fenster) dies in eigenen Antworten auf X-Beiträge besorgter Nutzer auch indirekt bereits. "Vielen Dank, dass Sie uns auf dieses kritische Problem aufmerksam gemacht haben. Wir arbeiten gemeinsam mit den betroffenen Kunden daran, die Sicherheit ihrer Konten wiederherzustellen", heißt es dort. Brevo betonte allerdings auch, dass nicht alle seine Kunden betroffen seien.


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