Trevor Milton: Ex-Nikola-Motor-Chef wegen Betrugs angeklagt

Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft Trevor Milton vor, mit seinen falschen Aussagen über den Elektroauto-Hersteller vor allem Kleinanleger getäuscht zu haben.

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Nikola-Motor-Gründer Trevor Milton: über eine Milliarde US-Dollar mit Nikola-Börsengang verdient
Nikola-Motor-Gründer Trevor Milton: über eine Milliarde US-Dollar mit Nikola-Börsengang verdient (Bild: Massimo Pinca/Reuters)

Wegen Falschaussagen muss sich Trevor Milton, Gründer des Elektroauto-Herstellers Nikola Motor Company, vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft in New York wirft ihm vor, Anleger über den Stand der Technik des Unternehmen getäuscht zu haben.

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Milton werde des Wertpapierbetrugs, inklusive Falschaussagen über das Unternehmen, sowie des Betrugs unter Einsatz von Telekommunikationsmitteln beschuldigt, berichtet der US-Fernsehsender CBNC. Milton habe falsche und irreführende Aussagen über soziale Medien sowie über Fernseh-, Print- und Podcast-Interviews verbreitet, heißt es laut CNBC in der Anklageschrift. Diese habe er direkt an Anleger, vor allem an Kleinanleger, gerichtet.

Milton war der größte Nikola-Aktionär des Unternehmens. Das Aktienpaket war zeitweise rund 8,5 Milliarden US-Dollar wert. Die Grand Jury verlangte, dass Milton den Teil seines Vermögens, den er durch die Begehung dieser Straftaten erlangt habe, verlieren solle. Dazu könnte auch der Gewinn gehören, den der mit dem Börsengang im vergangenen Jahr gemacht hat, immerhin mehr als eine Milliarde US-Dollar.

Der Brennstoffzellen-Truck fuhr nicht

Im September vergangenen Jahres hatte das US-Investmentunternehmen Hindenburg Research Falschaussagen von Nikola aufgedeckt. Unter anderem fand Hindenburg heraus, dass der 2016 vorgestellte Brennstoffzellen-Sattelschlepper nicht funktionsfähig war. Milton gab danach seinen Posten bei Nikola auf.

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Daraufhin leitete die US-Börsenaufsicht, der United States Securities and Exchange Commission (SEC), Ermittlungen gegen den Elektrofahrzeughersteller ein. Der US-Automobilkonzern General Motors (GM), der einen Anteil von elf Prozent an Nikola übernehmen wollte, sagte die Kooperation ab. Anfang dieses Jahres gab Nikola Falschaussagen zu.

Nikola wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass sich die Anklage gegen Milton, nicht aber gegen das Unternehmen richte. Nikola verfolge weiter, das Vorhaben den batterieelektrischen Nikola Tre in diesem Jahr auszuliefern.

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