Tretroller: Wer E-Scooter anbietet, muss den Schrott wegräumen

Elektrische Tretroller sind in deutschen Städten oft ein Umweltärgernis, für das die Betreiber einstehen sollten.

Ein IMHO von veröffentlicht am
In Marseille werden E-Scooter von Lime aus dem Meer gefischt.
In Marseille werden E-Scooter von Lime aus dem Meer gefischt. (Bild: GERARD JULIEN / AFP)

Auf dem Grund des Rheins in Köln liegen Hunderte elektrische Tretroller, für deren Beseitigung sich der ungenannte Anbieter offenbar nicht so recht zuständig sieht. Aus der erhofften Mobilitätswende für verstopfte Innenstädte ist innerhalb von zwei Jahren also nicht nur ein Ärgernis für viele Bewohner geworden, sondern auch ein veritables Umweltproblem.

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Die für die sogenannte letzte Meile gedachten Roller - etwa bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln für den Weg vom Bahnhof nach Hause - wurden in der Hoffnung gestartet, den Autoverkehr in den Innenstädten zu verringern. Die jüngsten Probleme mit in städtischen Gewässern und Grünflächen entsorgten Rollern sind letztlich nur die Kulmination eines lange gärenden Missverständnisses.

Denn E-Scooter bringen offenbar kaum Veränderungen im Stadtverkehr, stattdessen nerven sie viele Stadtbewohner einfach nur. Wie das Umweltbundesamt im November 2020 anhand erster, nicht repräsentativer Umfragen andeutete, werden die elektrischen Tretroller kaum als Ersatz für eine Fahrt mit einem Auto verwendet. Viel häufiger werden sie für Strecken genutzt, die sonst zu Fuß gegangen oder mit dem Fahrrad gefahren worden wären - nachhaltig ist das dann natürlich nicht.

Tretroller vor Hauseingängen nerven

Mitten auf Fußwegen, vor Hauseingängen oder zuhauf an Straßenecken abgestellt, stören die Tretroller zudem oft. Schon zur Markteinführung, bei der die meisten Anbieter die Straßen mit ihren Rollern regelrecht zupflasterten, war abzusehen, dass der Zorn der Bewohner sich irgendwann gegen die Gefährte richten würde. Zumal die meisten Anbieter nicht kontrollieren, wie die Roller abgestellt werden.

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In Berlin, Köln und anderen Städten Deutschlands sind entsprechend täglich in Gebüschen und Gewässern versenkte E-Scooter zu entdecken. Um es klar zu sagen: Auch wenn einem derartige Gefährte nicht gefallen, sollte man sie natürlich nicht kaputt machen, geschweige denn in die Vegetation oder in Gewässer werfen. Als Aufsteller sollten die Betreiber aber selbstverständlich dennoch für die Entsorgung der potenziellen Umweltgefahren zuständig sein - schließlich hat jeder Roller einen Akku, der auslaufen kann.

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In Köln liegen die E-Scooter weiter im Rhein

Offenbar fehlt aber vielen Städten die Handhabe, die Anbieter zur Beseitigung zu verpflichten - ein klares Versäumnis der Kommunen, die ein derartiges Problem besonders in Großstädten hätten vorhersehen müssen. In Köln liegen die Roller nun immer noch auf dem Grund des Rheins, obwohl Taucher bereits darüber berichten, dass eine klebrige Masse aus ihnen austritt.

Die bisherige Lösung: Einige Anbieter haben Parkverbote am Rheinufer und auf den Brücken veranlasst. Dass das Idioten nicht davon abhalten wird, sich einen Roller zu schnappen und ihn in den Fluss zu werfen, dürfte allen Beteiligten klar sein. Zeit für die Städte, die Betreiber in die Pflicht zu nehmen.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

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M.P. 25. Jun 2021 / Themenstart

https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__7.html Lesen und Verstehen

dierochade 24. Jun 2021 / Themenstart

Sorry, aber zum Verständnis: der Text in diesen Normen muss in der Realität erfüllt...

demon driver 21. Jun 2021 / Themenstart

Nein. Erstmal ist die Firma der Akteur, der den Gegenstand mit all seinem...

chefin 21. Jun 2021 / Themenstart

Rein rechtlich ist das eine Fundsache. Die muss man melden. Sollte der Eigentümer den...

chefin 21. Jun 2021 / Themenstart

Und das ist entweder ein unsoziales Verhalten oder eine absichtlich manipulativ...

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