Trennung von Nvidia: EVGA steigt aus dem Grafikkartengeschäft aus

Der Hersteller ist besonders für Overclocking-Modelle sowie exzellenten Kundenservice bekannt.

Artikel veröffentlicht am , Martin Böckmann
Die letzte Ihrer Art: EVGA Grafikkarten wird es zukünftig nicht mehr geben.
Die letzte Ihrer Art: EVGA Grafikkarten wird es zukünftig nicht mehr geben. (Bild: EVGA)

Über sein Forum, sowie über die Youtube-Kanäle von Gamers Nexus sowie JayzTwoCents ließ der Hersteller die Nachricht überbringen, dass es keine Nvidia-Ada-Grafikkarten (RTX 4000) aus dem Hause EVGA mehr geben wird. Man will nur noch die aktuellen Bestände der Ampere-Generation (RTX 3000) abverkaufen und sich danach vollständig aus der Sparte zurückziehen. In den USA hat EVGA laut eigenen Angaben aktuell 40 Prozent Marktanteil.

Stellenmarkt
  1. Senior Projektleiter - IT Betrieb (m/w/d)
    Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main
  2. Java Developer (m/w/d)
    Governikus GmbH & Co. KG, Bremen, Berlin, Erfurt, Köln (Home-Office möglich)
Detailsuche

Als Begründung wird unter anderem mangelnder Respekt von Nvidia gegenüber den Boardpartnern genannt. In den letzten Jahren wurde der Umgang zunehmend schwieriger. So bekommen die Hersteller der Grafikkarten nach Angaben von Gamers Nexus teilweise erst bei der öffentlichen Präsentation wichtige Spezifikationen mitgeteilt. Bis dahin weiß ein Hersteller beispielsweise nicht, zu welchem Preis die Karten verkauft werden dürfen.

Ein Produkt zu entwickeln, ohne den vorgesehenen Preis zu kennen, ist bereits für sich genommen problematisch. Aber auch die Entwicklung selbst ist schwierig, da Nvidia vorab keine vollwertigen Treiber zur Verfügung stellt. So ist es gar nicht möglich, die eigenen Produkte während der Entwicklung ausgiebig zu testen. Der echte Treiber wird erst kurz vor dem Verkaufsstart herausgegeben.

Das Geschäft mit Netzteilen und Peripherie soll zukünftig zum Fokus werden

Nicht nur Pressevertreter testen also erst kurz vor dem Verkaufsstart die Karten, auch die Hersteller selbst sehen dann zum ersten Mal, was ihr Produkt leistet. Eigenentwicklungen wie beispielsweise GPUs mit mehr oder schnellerem Speicher, eine Dual-GPU-Grafikkarte oder ungewöhnliche Kühllösungen untersagt Nvidia per Vertrag komplett. Außerdem ist, wie oben schon angedeutet, der minimale Verkaufspreis vorgegeben.

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v12: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    14.-18.11.2022, Virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    13.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Obwohl das GPU-Geschäft laut Angaben von CEO Andrew Han für EVGA rund 80 Prozent des Umsatzes ausmacht, wird man sich unter diesen Bedingungen den Aufwand zukünftig nicht mehr machen. Auch ein Wechsel zu AMD oder Intel ist aktuell nicht geplant. Stattdessen sollen die Geschäftszweige mit hohen Margen wie Netzteile und Peripheriegeräte die Firma künftig allein tragen.

Betriebsbedingte Entlassungen sind nicht geplant, vereinzelt erwartet Han jedoch, dass Mitarbeiter sich anderweitig umsehen werden, statt bei EVGA neue Aufgaben zu übernehmen. Im Stich lassen wolle man aber niemanden. Extremübertakter Vince "Kingpin" Lucido, der seit über zehn Jahren bei EVGA für die Entwicklung der Overclocking-Produkte verantwortlich ist, hat sich bisher nicht zu seinen weiteren Plänen geäußert. Die meisten Mitarbeiter wussten von der Entscheidung vorab nichts, außerhalb der Firma war lediglich das Top-Management von Nvidia vorab informiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Dwalinn 20. Sep 2022 / Themenstart

In der Regel steigt die Leistung ja stärker als der Preis. Eine 1080 hatte damals 499...

Dwalinn 20. Sep 2022 / Themenstart

Wobei in WQHD und 4k Nvidia schon etwas schneller ist aber auch auf kosten des preises...

error126 19. Sep 2022 / Themenstart

Intelkarten kann man als Gamer einfach nicht ernsthaft kaufen, selbst wenn der Preis...

yumiko 19. Sep 2022 / Themenstart

Die Karten selbst herstellen und vekaufen und den Herstellern die Chips für knapp unter...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Gene Roddenberrys andere Sci-Fi-Stoffe
Neben Star Trek leider fast vergessen

Der Name Gene Roddenberry steht vor allem für Star Trek. Nach dem Ende der klassischen Serie hat er aber noch andere Science-Fiction-Stoffe entwickelt.
Von Peter Osteried

Gene Roddenberrys andere Sci-Fi-Stoffe: Neben Star Trek leider fast vergessen
Artikel
  1. Carsten Spohr: Lufthansa-Chef wird Opfer eigener Sicherheitslücke
    Carsten Spohr
    Lufthansa-Chef wird Opfer eigener Sicherheitslücke

    Unbekannte haben einen QR-Code auf einem Boardingpass von Lufthansa-Chef Carsten Spohr ausgelesen und auf persönliche Daten zugreifen können.

  2. Illegales Streaming: House of Dragons bei Piraten beliebter als Ringe der Macht
    Illegales Streaming
    House of Dragons bei Piraten beliebter als Ringe der Macht

    Das Game-of-Thrones-Prequel hat mehr Zuschauer als die neue Herr-der-Ringe-Serie - zumindest via Bittorrent.

  3. Showcar: Renault 5 Turbo 3E kommt als Driftauto mit Elektromotoren
    Showcar
    Renault 5 Turbo 3E kommt als Driftauto mit Elektromotoren

    Renault hat sich zum 50. Geburtstag des Renault 5 den R5 Turbo 3E einfallen lassen. Das Showcar mit zwei E-Motoren ist wie gemacht zum Driften.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek: Bis -53% auf Gaming-Zubehör und bis -45% auf PC-Audio • Crucial 16-GB-Kit DDR5-4800 69,99€ • Crucial P2 1 TB 67,90€ • MindStar (u. a. Intel Core i5-12600 239€ und Fastro 2-TB-SSD 128€) • Logitech G Pro Gaming Keyboard 77,90€ • Apple iPhone 12 64 GB 659€ [Werbung]
    •  /