Trendwende: Honda setzt auf E-Motor und will Fahrer überflüssig machen

Honda will beim Elektroauto die Konkurrenten Toyota und Nissan angreifen: In Europa soll der Elektromotor zum Standard werden. Auch beim autonomen Fahren will der drittgrößte japanische Autobauer vorpreschen - allerdings auf seine Weise.

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Honda will autonom elektrisch fahren.
Honda will autonom elektrisch fahren. (Bild: skhakirov/CC-BY-SA 2.0)

Honda-Chef Takahiro Hachigo hat mit der Vision 2030 Pläne für die nächsten Jahrzehnte des japanischen Autoherstellers vorgestellt. Dazu gehört die breite Einführung von Elektroautos. In China soll das erste Modell 2018 angeboten werden. Das E-Fahrzeug für den Weltmarkt will Honda im Herbst auf der Internationalen Automobilausstellung IAA zeigen. Wann es auf den Markt kommt, ist noch unbekannt. Bis 2025 soll in rund 60 Prozent der Hondas in Europa ein Elektromotor verbaut sein - das schließt Hybridautos mit ein.

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Honda präsentierte mit dem Insight 1999 in den USA das erste Hybridfahrzeug mit Verbrennungs- und Elektromotor und mit dem FCX Clarity 2008 das erste Brennstoffzellenauto. Aktuell bietet Honda keine Hybridautos in Europa an.

Hachigo skizzierte nach Angaben von Reuters auch Pläne für Hondas System für automatisiertes Fahren. Bis 2020 sollen Autos entwickelt werden, die auf der Autobahn autonom fahren. Bis 2023 soll es ein System geben, das in der Stadt ohne Fahrerhilfe (Level 4) zurechtkommt.

Honda will die Stufe 4, also das vollautomatisierte Fahren, mit künstlicher Intelligenz erreichen und den menschlichen Fahrer nachahmen. Das System soll nach Angaben des Autoherstellers ohne hochpräzise Karten oder GPS auskommen. Um dies zu erreichen, richtete Honda eine Fachabteilung ein, die Daten aus Unfällen und Beinahezusammenstößen untersucht, um das menschliche Verhalten besser zu verstehen. Viele beteiligte Ingenieure arbeiteten zuvor an den Asimo-Robotern des Unternehmens.

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Die Stufen von assistiertem und automatisiertem Fahren sind derweil international nicht einheitlich. Deutsche Hersteller und die Bundesregierung unterscheiden fünf Automatisierungsgrade: assistiertes, teil-, hoch- und vollautomatisiertes sowie autonomes Fahren. Auch das Standardisierungsinstitut SAE kennt fünf Stufen, während die US-Straßenverkehrsbehörde NHTSA nur vier Stufen definiert (PDF). BMW bezieht sich auf ein fünfstufiges System, dessen höchster Grad bedeutet, dass sich ein Auto selbstständig ohne Fahrer durch den Verkehr bewegen kann. Es benötigt nicht einmal ein Lenkrad oder eine Pedale. Honda scheint sich auf das US-System zu beziehen.

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packansack 09. Jun 2017

Habt ihr denn nichts von dem neuen Fast & Furious gelernt?

Arsenal 09. Jun 2017

Leider kann ich meinen fatalen Flüchtigkeitsfehler nicht mehr rückgängig machen.

Dwalinn 09. Jun 2017

Im Text werden Elektrofahrzeuge und Hybridfahrzeuge auf die gleiche stufe gesetzt und da...

wasabi 09. Jun 2017

Deiner Grundkritik mit dem Logo stimme ich zwar zu (und mittlerweile wurde es ja auch...

Nullmodem 09. Jun 2017

Genau. Das ist natürlich ein Riesenunterschied. Zum Glück hat man die Stufen nicht mit...



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