Trendnet: Bilder aus privaten Überwachungskameras offen im Internet

Trendnet hat eine schwere Sicherheitslücke in seinen privaten IP-Überwachungskameras öffentlich eingeräumt. Rund 50.000 Kameras, die vor allem im privaten Bereich eingesetzt würden, seien weltweit betroffen. Neue Firmware für alle betroffenen Modelle ist in Vorbereitung.

Artikel veröffentlicht am ,
Trendnet-Kamera
Trendnet-Kamera (Bild: Trendnet)

Tausende Aufnahmen von privaten Überwachungskameras sind im Internet offen verfügbar. Das berichtet die BBC unter Berufung auf Angaben des Herstellers Trendnet. Die Aufnahmen, die oft schlafende Kinder oder Eingangstüren von Firmen zeigen, können ohne Passworteingabe von jedem geöffnet werden. Das Unternehmen habe das Problem am 12. Januar 2012 erstmals entdeckt, erklärte Zak Wood, Trendnet Director für Global Marketing.

Stellenmarkt
  1. Java Entwickler:in (m/w/d)
    Lufthansa Industry Solutions TS GmbH, Oldenburg
  2. Microsoft Dynamics Business Central Developer / Programmierer (m/w/d)
    Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser, Isernhagen
Detailsuche

Trendnet sei dabei, Firmwareupdates herauszubringen, die den Programmierfehler vom April 2010 berichtigen.

Das Unternehmen habe sich per E-Mail an die Nutzer der Kameras gewandt, um sie auf das Problem aufmerksam zu machen. Doch nur etwa 5 Prozent der Käufer hätten sich beim Hersteller registriert.

"Bis zu dieser Woche haben wir 26 Modelle gefunden, die für das Problem anfällig sind. Für sieben der Modelle haben wir die neue Firmware getestet und herausgegeben. Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe dieser Woche die neue Firmware für alle Modelle fertiggestellt haben", erklärte ein Sprecher zu BBC. Weiter soll herausgefunden werden, wie sich der fehlerhafte Code verbreiten konnte. Sehr wahrscheinlich seien "weltweit unter 50.000 Kameras betroffen."

Golem Akademie
  1. IT-Sicherheit für Webentwickler
    2.-3. November 2021, online
  2. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
  3. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Bereits am 10. Januar 2012 hatte der Blogger Someluser bei Consolecowboys detailliert beschrieben, wie die Sicherheitslücke ausgenutzt werden kann. Lange Listen von ungeschützten IP-Kameras von Trendnet sind bereits im Internet verfügbar. Einige davon zeigen mit Google Maps, wo sich die Kameras befinden.

Eine öffentliche Warnung hat die Firma erst am 6. Februar 2012 veröffentlicht. Betroffen sind demnach die 22 Modelle TV-IP110 (Version A1.0R), TV-IP312W (Version A1.0R), TV-IP110W (Version A1.0R), TV-IP312WN (Version v1.0R), TV-IP110WN (Version V2.0R), TV-IP322P (Version v1.0R), TV-IP110WN (Version V1.0R), TV-IP410 (Version A1.0R), TV-IP121W (Version A1.0R), TV-IP410W (Version A1.0R), TV-IP121WN (Version v2.0R), TV-IP410WN (Version v1.0R), TV-IP121WN (Version v1.0R), TV-IP422 (Version A1.0R), TV-IP212 (Version A1.0R), TV-IP422W (Version A1.0R), TV-IP212W (Version A1.0R), TV-IP422WN (Version V1.0R), TV-IP252P (Version B1.xR), TV-VS1 (Version v1.0R), TV-IP312 (Version A1.0R) und TV-VS1P (Version v1.0R). "Trendnet entschuldigt sich in aller Form bei den Betroffenen", hieß es weiter.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


chorn 17. Feb 2012

Oder wir kriminalisieren alle Hacker, die sich unberechtigt an die Kamera ranmachen...

stefanbeckmann524 07. Feb 2012

Das ist gemein... Ich hatte schon vorgestern auf meinem Blog über so ne...

Xstream 07. Feb 2012

der unterschied ist dass es hier nicht um ungeschützte webcams geht sondern man durch ein...

malmot 07. Feb 2012

bei 4chan und co. ist eine Liste mit betroffenen cams schon seit Monaten im Umlauf. ^^



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amtlicher Energiekostenvergleich  
Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom

Vom 1. Oktober an müssen große Tankstellen einen Energiekostenvergleich aushängen. Dabei schneiden Elektroautos derzeit am besten ab.

Amtlicher Energiekostenvergleich: Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom
Artikel
  1. Bundesregierung: Erst 11 Prozent der Glasfaserförderung wurde ausgezahlt
    Bundesregierung
    Erst 11 Prozent der Glasfaserförderung wurde ausgezahlt

    Städte- und Gemeindebund verlangt, den Förder-Dschungel für Glasfaser zu beseitigen. Versuche gab es viele.

  2. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  3. ProMotion: iPhone 13 Pro kommt bei Drittanbieter-Apps nicht auf 120 Hz
    ProMotion
    iPhone 13 Pro kommt bei Drittanbieter-Apps nicht auf 120 Hz

    Ein Fehler im Betriebssystem verhindert, dass Apps von Drittanbietern die 120- Hz-Funktion des iPhone 13 Pro nutzen können.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (u. a. DeepCool Matrexx 55 V3 ADD-RGB WH 49,98€) • Thunder X3 TC5 145,89€ • Toshiba Canvio Desktop 6 TB ab 99€ • Samsung 970 EVO Plus 2 TB 208,48€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • WISO Steuer-Start 2021 10,39€ • Samsung Odyssey G7 499€ [Werbung]
    •  /