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TrendForce: DRAM-Preisexplosion von rund 100 Prozent erwartet

Trendforce hat seine Prognose für das erste Quartal 2026 stark nach oben korrigiert. DRAM -Module sollen um bis zu 95 Prozent teurer werden.
/ Andreas Donath
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DDR5-RAM von Kingston (Bild: Kingston)
DDR5-RAM von Kingston Bild: Kingston

Trendforce rechnet mit einem Preisanstieg bei konventionellem DRAM(öffnet im neuen Fenster) um 90 bis 95 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Noch vor wenigen Wochen ging das Analysehaus von nur 55 bis 60 Prozent aus. Bei NAND-Flash wurden die Schätzungen von 33 bis 38 Prozent auf 55 bis 60 Prozent angehoben. Die Analysten warnen bereits, auch diese Zahlen könnten noch nicht das Ende sein.

KI treibt Preise in die Höhe

Für Speicherhersteller macht KI sich bezahlt: KI-Anwendungen und Rechenzentren treiben die Nachfrage nach RAM und damit die Preise in die Höhe.

Besonders angespannt zeigt sich laut der Analyse der PC-DRAM-Markt. Nachdem die Computerverkäufe im vierten Quartal 2025 höher ausfielen als erwartet, schrumpfen selbst bei Großabnehmern die Lagerbestände an DRAM. Die Analysten halten Preissteigerungen von mehr als 100 Prozent im ersten Quartal bei DDR4 und DDR5 im Mittel für möglich.

Wie sieht es bei Servern und Smartphones aus?

Serverspeicher verteuert sich nach Meinung der Analysten ebenfalls um rund 90 Prozent. Beim Mobile-DRAM steigt der Preis für LPDDR4X und LPDDR5X ebenfalls um etwa 90 Prozent.

Bei NAND-Flash bekommen die Hersteller mehr Bestellungen, als sie produzieren können. Trotzdem bauen einige ihre Produktion für diese Chips zurück, weil sie mit Arbeitsspeicher mehr Geld verdienen.

Bei Enterprise-SSDs sollen die Preise um 53 bis 58 Prozent steigen, getrieben von nordamerikanischen Cloudanbietern, die seit Ende 2025 verstärkt für KI-Anwendungen Speicher kaufen.


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