Trend zum Homeoffice: Apple bekommt wegen hoher Mieten im Silicon Valley Probleme

Die hohen Lebenshaltungskosten im Silicon Valley zwingen Apple zu einer anderen Expansionsstrategie. Das befeuert die Debatte ums Homeoffice weiter.

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San Francisco
San Francisco (Bild: Pexels)

Im Silicon Valley sind die Lebenshaltungskosten hoch, was selbst Apple-Mitarbeitern Probleme bereitet. Bloomberg berichtet, Apple habe wegen der hohen Lebenshaltungskosten in der San Francisco Bay Area Mitarbeiter verloren. Ingenieure beklagten sich darüber, dass sie die Lebenshaltungskosten nicht mit den Studiengebühren für ihre Kinder und dem Wunsch, Vermögen aufzubauen, vereinbaren könnten.

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Außerdem konkurriert Apple im Silicon Valley mit einer Vielzahl von Unternehmen um Arbeitnehmer, darunter Amazon, Google und Netflix. In weniger teuren Regionen verlangten Mitarbeiter niedrigere Gehälter, schreibt Bloomberg. Apple wolle deshalb künftig einen dezentralen Ansatz wählen, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Manager wie Johny Srouji, Apples Chip-Chef, und Eddy Cue, Apples Dienstleistungschef, befürworteten die Idee und auch die Managerin für Shops und Personalmanagement, Deirdre O'Brien, unterstütze diese. Sie hätten bereits dazu beigetragen, dass Apple außerhalb der Bay Area Standorte eröffnet habe.

Bloomberg schreibt, dass Apples Dogma, die Anwesenheit vor Ort zu verlangen, die Möglichkeiten des Personalrekrutings weiter einschränken werde.

Mitarbeiter müssen ins Büro zurück - an drei Tagen die Woche

Apple-Chef Tim Cook kündigte im Juni ein neues hybrides Arbeitsmodell an, wonach die Mitarbeiter ab Anfang September 2021 drei Tage pro Woche ins Büro zurückkehren müssen. Anfang Juni eskalierte die Situation insofern, als Mitarbeiter ihrerseits einen Brief an die Unternehmensleitung schrieben. Man wisse zwar die Bemühungen des Konzerns zu schätzen, hybrides Arbeiten zu ermöglichen, doch gebe es Zweifel, ob das die Bedürfnisse der Beschäftigten abdecke, hieß es darin.

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Vor kurzem starteten Apple-Mitarbeiter eine interne Umfrage zum Thema Homeoffice. Darin sollen fast 90 Prozent der Befragten der Aussage, dass ortsflexible Arbeitsmöglichkeiten ein sehr wichtiges Thema für sie seien, "stark" zugestimmt haben.

Apple will an der Drei-Tage-Strategie festhalten, während die Mitarbeiter von Google und Facebook je nach Position auf unbestimmte Zeit im Homeoffice bleiben dürfen.

2022 Apple MacBook Pro Laptop mit M2 Chip

Die Mietpreise sind im Silicon Valley und in San Francisco viel höher als in Kalifornien oder in den Vereinigten Staaten insgesamt. Fast die Hälfte (45 Prozent) aller Haushalte im Silicon Valley, die 2019 zur Miete wohnten, gaben mehr als 30 Prozent ihres Bruttoeinkommens für ihre Miete aus. Das geht aus dem 2021 Silicon Valley Index hervor (PDF). Die Mietpreise blieben deutlich höher im Silicon Valley und in San Francisco (3.300 US-Dollar beziehungsweise 3.400 US-Dollar pro Monat im Jahr 2020) als in Kalifornien (2.600 US-Dollar) oder in den USA insgesamt (1.700 US-Dollar); allerdings sanken sie im Jahr 2020 leicht - um fast 1 Prozent im Silicon Valley und um 6 Prozent in San Francisco, bereinigt um die Inflation.

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notuf 08. Jul 2021

Was soll die Empörung? In einer Stadt in Deutschland gibt man auch 30% und mehr vom...

JensBröcher 07. Jul 2021

In China scheint es zu funktionieren. Cyber-Future-Sozialismus

Sybok 07. Jul 2021

Solche Firmen haben sich die Insolvenz redlich verdient, mehr muss man dazu eigentlich...

Der mit dem Blubb 06. Jul 2021

Sollte man nicht vorher wissen, was man verdient und was die Mieten kosten? Ich miete mir...



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