Abo
  • Services:
Anzeige
Kriminelle sollen manipulierte Teamviewer-Versionen verteilt haben, um ihre Opfer zu hacken.
Kriminelle sollen manipulierte Teamviewer-Versionen verteilt haben, um ihre Opfer zu hacken. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Trend Micro: Sicherheitsfirma findet trojanisierte Teamviewer-Versionen

Kriminelle sollen manipulierte Teamviewer-Versionen verteilt haben, um ihre Opfer zu hacken.
Kriminelle sollen manipulierte Teamviewer-Versionen verteilt haben, um ihre Opfer zu hacken. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wurde Teamviewer gehackt oder nicht? In den vergangenen Wochen beschwerten sich Hunderte Nutzer über Kriminelle, die über Teamviewer Konten plünderten. Der Hersteller selbst verwies auf schlechte Passwörter - eine Sicherheitsfirma hat jetzt eine weitere Idee.

Uralte, von Kriminellen mit einem Trojaner versehene Versionen der beliebten Fernwartungssoftware Teamviewer sollen zumindest für einen Teil der Hackerangriffe auf Teamviewer-Nutzer verantwortlich sein, schreibt die Sicherheitsfirma Trend Micro in einem Blogpost.

Anzeige

In den vergangenen Wochen hatten sich auf Reddit und anderen Plattformen zahlreiche Kunden über Angriffe auf ihre Konten beschwert, bei denen Hacker sich auch in Paypal- und Bankkonten einloggten und Gelder überwiesen.

Teamviewer hatte die Verantwortung für die Angriffe zurückgewiesen. Ein Sprecher sagte damals, die Angriffe seien auf doppelt verwendete Passwörter aus großen Datenlecks wie dem LinkedIn-Hack zurückzuführen. Teamviewer reagierte auf die Berichte, indem für den weiteren Verlauf des Jahres geplante Sicherheitsmaßnahmen vorgezogen wurden.

Alte Softwareversion mit Backdoor

Trend Micro schreibt, dass alte Versionen der Teamviewer-Software im Umlauf sind, die durch Malware mit einer Hintertür versehen wurden. Betroffen sein soll auf jeden Fall die Version 6, die bereits seit dem Jahr 2011 von Version 7 abgelöst wurde. Die untersuchte Kampagne habe vor allem Nutzer in Italien im Visier gehabt, es sei aber nicht auszuschließen, dass andere Länder und neuere Versionen der Software ebenfalls betroffen sind.

Nutzer bekamen E-Mails, die eine kostenlose Testversion des für Privatanwender ohnehin kostenfreien Programms versprachen oder gefälschte Kaufbestätigungen enthielten. Die Teamviewer-Versionen wurden im vorliegenden Fall nicht selbst manipuliert, sondern mit zusätzlichen Dateien kombiniert. Die Datei avicap32.dll kommt im eigentlichen Teamviewer-Paket nicht vor, sie wird von Virenscannern als BKDR_TEAMBOT.DLL erkannt.

Unklar ist, wie viele der Angriffe tatsächlich auf diese Kampagne zurückzuführen sind. Grundsätzlich sollte Software immer möglichst direkt beim Anbieter heruntergeladen werden. Die Seite von Teamviewer ist zwar mit HTTPS geschützt, der Downloadserver für die Software aber leider nicht.

Nachtrag vom 16. Juni 2016, 10:18 Uhr

Zunächst hatten wir geschrieben, dass die Downloads der Teamviewer-Software per HTTPS abgesichert sind. Das stimmt leider nicht, wir haben die entsprechende Stelle korrigiert und bedanken uns für den Hinweis.


eye home zur Startseite
Wurly 17. Jun 2016

Danke

hg (Golem.de) 16. Jun 2016

Ich habe gerade mit der Pressestelle von Teamviewer telefoniert. HTTPS für den Download...

widdermann 16. Jun 2016

https://kasperskycontenthub.com/wp-content/uploads/sites/43/vlpdfs...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
  2. Striped Giraffe Innovation & Strategy GmbH, München
  3. PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG, Blomberg
  4. Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics GmbH, Düsseldorf


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 10,99€
  2. (-50%) 4,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Siri-Lautsprecher

    Apple versemmelt den Homepod-Start

  2. Open Routing

    Facebook gibt interne Plattform für Backbone-Routing frei

  3. Übernahme

    Vivendi lässt Ubisoft ein halbes Jahr in Ruhe

  4. Boston Dynamics

    Humanoider Roboter Atlas macht Salto rückwärts

  5. Projekthoster

    Github zeigt Sicherheitswarnungen für Projektabhängigkeiten

  6. Sicherheitslücke bei Amazon Key

    Amazons Heimlieferanten können Cloud Cam abschalten

  7. Luftfahrt

    China plant Super-Windkanal für Hyperschallflugzeuge

  8. Quad9

    IBM startet sicheren und datenschutzfreundlichen DNS-Dienst

  9. Intel

    Ice-Lake-Xeon ersetzt Xeon Phi Knights Hill

  10. Star Wars Jedi Challenges im Test

    Lichtschwertwirbeln im Wohnzimmer



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphone-Kameras im Test: Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
Smartphone-Kameras im Test
Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
  1. Smartphone Neues Oneplus 5T kostet weiterhin 500 Euro
  2. Mini-Smartphone Jelly im Test Winzig, gewöhnungsbedürftig, nutzbar
  3. Leia RED verrät Details zum Holo-Display seines Smartphones

Xbox One X im Test: Schöner, schwerer Stromfresser
Xbox One X im Test
Schöner, schwerer Stromfresser
  1. Microsoft Xbox-Software und -Services wachsen um 21 Prozent
  2. Microsoft Xbox One emuliert 13 Xbox-Klassiker
  3. Microsoft Neue Firmware für Xbox One bietet mehr Übersicht

Doom-Brettspiel-Neuauflage im Test: Action am Wohnzimmertisch
Doom-Brettspiel-Neuauflage im Test
Action am Wohnzimmertisch
  1. Doom, Wolfenstein, Minecraft Nintendo kriegt große Namen
  2. Gamedesign Der letzte Lebenspunkt hält länger

  1. Re: "Versemmelt"

    Jesper | 07:18

  2. Re: Macht ruhig weiter, Vivendi

    Hotohori | 06:33

  3. Re: "nicht weit weg"

    Hotohori | 06:20

  4. Re: So viel zu der Behauptung, VW sei E- und...

    countzero | 06:00

  5. Re: Witzig. Wieder ein E-Auto bericht von Leuten...

    countzero | 05:49


  1. 19:05

  2. 17:08

  3. 16:30

  4. 16:17

  5. 15:49

  6. 15:20

  7. 15:00

  8. 14:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel