Abo
  • Services:

Trekstor Liro Ink: Ein E-Reader für Buchhändler, nicht für Leser

Der Buchhandel will über den Trekstor Liro Ink am E-Book-Markt mitverdienen, bevor Amazon und Apple ihn unter sich aufteilen. Doch das Lesegerät ist kaum konkurrenzfähig.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Beuth/Zeit Online
Der Trekstor Liro Ink kostet rund 70 Euro und gehört damit zu den günstigsten E-Readern.
Der Trekstor Liro Ink kostet rund 70 Euro und gehört damit zu den günstigsten E-Readern. (Bild: Zeit Online)

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat in Kooperation mit dem Hersteller Trekstor einen E-Reader auf den Markt gebracht. Der Liro Ink ist ein günstiges Einstiegsmodell, wenn auch eines mit technischen Schwächen.

Inhalt:
  1. Trekstor Liro Ink: Ein E-Reader für Buchhändler, nicht für Leser
  2. Keine Verbindung zum Internet

Offensichtlich versucht der deutsche Buchhandel, Amazon und wohl auch Apple etwas entgegenzusetzen, bevor der Markt für E-Books unter den beiden aufgeteilt ist. Laut einer Berechnung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gibt es in Deutschland derzeit rund fünf Millionen Lesegeräte. Dazu zählt die GfK aber auch 3,2 Millionen Tablet-Rechner, also vor allem iPads. Bleiben 1,8 Millionen reine E-Reader - und unter denen sind laut GfK 1,6 Millionen Kindle-Modelle von Amazon. Apple und Amazon verkaufen E-Books auf ihren eigenen Plattformen, der deutsche Buchhandel hat das Nachsehen.

Thalia hat deshalb den E-Reader Oyo II entwickeln lassen, um die eigene Online-Plattform zu unterstützen. Hugendubel hat etwas Ähnliches mit dem nur 60 Euro teuren Trekstor Reader 3.0 versucht. Doch das Gerät kann vor allem wegen seines LC-Displays nicht mit der augenfreundlichen Konkurrenz mithalten, die auf elektronische Tinte setzt.

Nun also bringt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels über seine Wirtschaftstochter MVB (Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH) den ebenfalls von Trekstor entwickelten Liro Ink auf den Markt. Das Gerät kommt samt eigener Onlineplattform für E-Books, dem Liro Shop. Das Besondere für Buchhändler, die das Gerät in ihrem Laden verkaufen: Sie verdienen anschließend an jedem im Liro Shop verkauften E-Book mit. Laut MVB sollen Buchhändler "eine vergleichbare Marge wie beim Geschäft mit gedruckten Büchern" erzielen, nämlich 20 Prozent des Buchpreises.

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, München
  2. SYNCHRON GmbH, Stuttgart

Leser wiederum sollen vor allem über den niedrigen Preis des E-Readers angelockt werden: Mit 70 Euro ist der Liro Ink immerhin 30 Euro günstiger als ein Kindle. Andere Geräte, zum Beispiel der Sony Reader Wi-Fi, sind noch teurer.

Ebenfalls einen verbesserungswürdigen Eindruck hinterlassen die Bedienungselemente. Das Steuerkreuz zur Navigation wackelt, die vier Tasten daneben - etwa zum Ansteuern der Startseite und zum Aufrufen des Menüs - sind schwergängig und wirken billig.

Ein "Leichtgewicht unter den E-Book-Readern", wie die MVB behauptet, ist der Liro Ink mit seinen 216 Gramm auch keineswegs. Sonys Reader Wi-Fi etwa wiegt fast 50 Gramm weniger.

Keine Verbindung zum Internet 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 449€
  2. ab 349€

fratze123 05. Jun 2012

wo bindet man sich da? pdf funktioniert wunderbar. für irgendwas anderes gibt es calibre...

fratze123 05. Jun 2012

mal abgesehen vom rest, finde ich usb-host-funktionalität bei JEDEM mobilen gerät toll...

fratze123 05. Jun 2012

soviel blödsinn ist eigentlich erschütternd.

Maxiklin 04. Jun 2012

Du weißt aber schon, daß Europa aus mehr besteht, als Deutschland oder ? :D Hierzulande...

Maxiklin 04. Jun 2012

Soweit ich weiß kümmern sich Lektoren aber in erster Linie nur um Dinge wie...


Folgen Sie uns
       


Bionic Wheel Bot von Festo angesehen und Interview

Gehen oder rollen? Der Bionic Wheel Bot von Festo ist nach dem Vorbild einer Spinne konstruiert, die normalerweise läuft. Hat sie es eilig, etwa um sich vor Feinden in Sicherheit zu bringen, formt sie aus ihren Beinen Räder und rollt davon.

Bionic Wheel Bot von Festo angesehen und Interview Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
Indiegames-Rundschau
Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

Battletech schickt Spieler in toll inszenierte Strategieschlachten, eine königliche Fantasywelt und Abenteuer im Orient: Unsere Rundschau stellt diesmal besonders spannende Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
  2. Indiegames-Rundschau Zwischen Fake News und Mountainbiken
  3. Indiegames-Rundschau Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte

Kryptographie: Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator
Kryptographie
Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator

Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
Von Hanno Böck


    Ryzen 5 2600X im Test: AMDs Desktop-Allrounder
    Ryzen 5 2600X im Test
    AMDs Desktop-Allrounder

    Der Ryzen 5 2600X ist eine der besten sechskernigen CPUs am Markt. Für gut 200 Euro liefert er die gleiche Leistung wie der Core i5-8600K. Der AMD-Chip hat klare Vorteile bei Anwendungen, das Intel-Modell in Spielen.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Golem.de-Livestream Wie gut ist AMDs Ryzen 2000?
    2. RAM-Overclocking getestet Auch Ryzen 2000 profitiert von schnellem Speicher
    3. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs

      •  /