Treibstoffe: E-Fuels-Produktion in der Praxis

Über E-Fuels, also aus Ökostrom hergestellte Kraftstoffe, wird viel diskutiert. Real produziert werden sie bislang kaum.

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Die größten Fischer-Tropsch-Syntheseanlagen gibt es bislang in Südafrika, dort werden sie genutzt, um aus Kohle Treibstoffe herzustellen.
Die größten Fischer-Tropsch-Syntheseanlagen gibt es bislang in Südafrika, dort werden sie genutzt, um aus Kohle Treibstoffe herzustellen. (Bild: AntimatterMachine/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Für Freunde der Verbrennungsmotoren waren das keine guten Nachrichten: Verkehrsminister Volker Wissing von der FDP hat sich darauf festgelegt, dass die Autos der Zukunft mit Elektroantrieb fahren. Den Einsatz synthetischer Kraftstoffe, auch E-Fuels genannt, sieht Wissing vor allem im Flugverkehr.

Eine bemerkenswerte Kehrtwende, denn in den letzten Jahren hatte vor allem die FDP dafür geworben, beim Autoverkehr der Zukunft neben Batterie-Elektroautos auch auf Wasserstoff und E-Fuels zu setzen.

Die Idee bei E-Fuels ist, mit Hilfe von Ökostrom aus Kohlendioxid und Wasserstoff Kraftstoffe zu erzeugen. Zunächst wird mittels Elektrolyse Wasser in seine Elemente Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten.

Weiterhin wird Kohlendioxid benötigt, das mittels Direct-Air-Capture-Anlagen aus der Luft gefiltert werden kann. Aus Wasserstoff und Kohlendioxid können mittels einer Fischer-Tropsch-Synthese flüssige Kohlenwasserstoffe erzeugt werden, also etwa Benzin, Kerosin oder Diesel.

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Teuer und energieaufwendig

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Das Problem: Das Ganze ist sehr energieaufwendig und teuer. So hergestellter Sprit würde voraussichtlich mehrere Euro pro Liter kosten und es würden gewaltige Mengen an Ökostrom benötigt.

Die Befürworter dieses Weges betonen wiederum gerne den Vorteil, dass mit E-Fuels bestehende Fahrzeuge weiter gefahren werden können. Teilweise wird hier die Idee verbreitet, dass man die Pkw-Flotte innerhalb kürzester Zeit auf E-Fuels umstellen könnte - die Fahrzeuge sind ja bereits da.

Doch für eine Umstellung auf E-Fuels müssten freilich nicht nur die Fahrzeuge da sein, sondern auch die Produktionsanlagen für den Treibstoff - und die gibt es bislang kaum.

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Fischer-Tropsch-Anlagen für Kohle und Erdgas 
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senf.dazu 19. Jan 2022

Eigentlich nicht. Existierende Autos können weiter gefahren werden, erst der Ersatz wird...

x2k 19. Jan 2022

Ähhh nein! Aber glaub ruhig dran.

x2k 19. Jan 2022

Eine Raffinerie benötigt ungefähr ein jahr zur Planung Im Idealfall ein halbes zur...

Dwalinn 17. Jan 2022

Ja dann soll sie es halt machen. Wenn man verhindern will das Verbrenner irgendwann...



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