Abo
  • IT-Karriere:

Treiber-EULA: Nvidia untersagt Geforces in Rechenzentren

Wer eine Geforce oder Titan verwendet, darf diese Nvidia-Karten der aktualisierten Endbenutzer-Lizenzvereinbarung zufolge nicht mehr in Rechenzentren, etwa für Deep Learning, einsetzen. Für Server-Anbieter oder Universitäten ist das ein Problem.

Artikel veröffentlicht am ,
Nvidia-Logo
Nvidia-Logo (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Der Grafikkartenhersteller Nvidia hat die Endbenutzer-Lizenzvereinbarung (EULA) des Geforce-Treibers aktualisiert, was weitreichende Folgen haben dürfte: Die überarbeitete EULA untersagt den Einsatz der Software für den Einsatz in Rechenzentren. Betroffen sind davon Anwendungen wie Cloud-Server mit Deep Learning auf Basis von Geforce- und Titan-Karten, die der Endbenutzer-Lizenzvereinbarung zufolge nicht mehr gestattet sind.

Stellenmarkt
  1. OMICRON electronics GmbH, Klaus (Österreich)
  2. DATAGROUP Köln GmbH, Köln, Wuppertal

Für private Anwender sollte das zwar irrelevant sein, nicht aber für den kommerziellen Einsatz oder an Universitäten, sofern dort Geforces in Rechenzentren stecken. So hat sich Nvidia beispielsweise bei Sakura gemeldet: Deren Systeme mit Titan X würden eine Verletzung der Lizenzvereinbarung darstellen, weshalb das japanische Unternehmen seine Quad-CPU-Server vorerst nicht mehr als Service anbietet.

Mining bleibt weiterhin erlaubt

Hintergrund könnte sein, dass Nvidia möchte, dass Kunden auf Tesla-oder zumindest Quadro-Rechenkarten setzen. Die sind bei gleicher Geschwindigkeit weitaus teurer als Geforce- und Titan-Modelle, was allerdings teilweise durch Hardware-Unterschiede, vor allem aber durch die Software-Unterstützung gerechtfertigt ist. Die Profi-Karten und -Treiber weisen Funktionen wie eine höhere FP16-Leistung auf, die in den für Consumer gedachten Ablegern nicht enthalten sind.

Einzige Ausnahme der untersagten Rechenzentren-Nutzung sind Blockchain-Anwendungen, also etwa das Schürfen (Mining) von Kryptowährungen wie Ethereum oder Monero. Es ist somit recht eindeutig, dass Nvidia darauf abzielt, Deep Learning in Datacentern auf Consumer-Grafikkarten zu unterbinden. Das sorgt unter anderem in Japan für Unmut und für nicht ganz ernst gemeinte Vergleiche, die Nvidia und Jensen Huang auf eine Stufe mit der Ersten Ordnung und Kylo Ren stellen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. mit Gutschein: NBBGRATISH10
  2. 529,00€ (zzgl. Versand)

knoxxi 27. Dez 2017

Bei dir daheim, aber nicht im RZ. Gut kommt drauf an was man benötigt um es als RZ zu...

Anonymer Nutzer 27. Dez 2017

Und was hat der Paragraph damit zu tun? Warum wäre es absurd den Betrieb in einem...

Anonymer Nutzer 27. Dez 2017

Logitech verkauft Tastaturen wo ich nicht alle Buchstaben groß schreiben kann? Also das...

Apfelbrot 27. Dez 2017

Doch ist es noch immer. Glaube ich dir nicht, denn den Grund warum die unter Linux...

Apfelbrot 27. Dez 2017

§ 305c BGB


Folgen Sie uns
       


Asus Zenfone 6 - Test

Das Zenfone 6 fällt durch seine Klappkamera auf, hat aber auch abseits dieses Gimmicks eine Menge zu bieten, wie unser Test zeigt.

Asus Zenfone 6 - Test Video aufrufen
Raspberry Pi 4B im Test: Nummer 4 lebt!
Raspberry Pi 4B im Test
Nummer 4 lebt!

Das Raspberry Pi kann endlich zur Konkurrenz aufschließen, aber richtig glücklich werden wir mit dem neuen Modell des Bastelrechners trotz bemerkenswerter Merkmale nicht.
Ein Test von Alexander Merz

  1. Eben Upton Raspberry-Pi-Initiator spielt USB-C-Fehler herunter
  2. 52PI Ice Tower Turmkühler für Raspberry Pi 4B halbiert Temperatur
  3. Kickstarter Lyra ist ein Gameboy Advance mit integriertem Raspberry Pi

Whatsapp: Krankschreibung auf Knopfdruck
Whatsapp
Krankschreibung auf Knopfdruck

Ein Hamburger Gründer verkauft Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Whatsapp. Ist das rechtens? Ärztevertreter warnen vor den Folgen.
Von Miriam Apke

  1. Medizin Schadsoftware legt Krankenhäuser lahm
  2. Medizin Sicherheitslücken in Beatmungsgeräten
  3. Gesundheitsdaten Gesundheitsapps werden beliebter, trotz Datenschutzbedenken

Nachhaltigkeit: Bauen fürs Klima
Nachhaltigkeit
Bauen fürs Klima

In Städten sind Gebäude für gut die Hälfte der Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich, in Metropolen wie London, Los Angeles oder Paris sogar für 70 Prozent. Klimafreundliche Bauten spielen daher eine wichtige Rolle, um die Klimaziele in einer zunehmend urbanisierten Welt zu erreichen.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg
  2. Energie Warum Japan auf Wasserstoff setzt

    •  /