Abo
  • Services:

Treffsicher: Roboterhand aus Kaffeepulver lernt werfen

Eine Roboterhand, die aus einem pulvergefüllten Ballon besteht, kann sehr treffsicher Bälle, Pfeile und andere Gegenstände werfen. Dass die Hand werfen kann, wurde zufällig entdeckt.

Artikel veröffentlicht am ,
Neue Fähigkeit, neue Einsatzmöglichkeit: Roboterarm wirft Pfeile
Neue Fähigkeit, neue Einsatzmöglichkeit: Roboterarm wirft Pfeile (Bild: John Amend/Cornell University)

Vor etwa anderthalb Jahren haben US-Wissenschaftler eine Roboterhand aus einem Luftballon konstruiert. Jetzt haben sie dem Roboter das Werfen beigebracht. Der Greifer ist eine einfache, aber effektive Konstruktion: Er besteht aus einem Ballon, der mit Kaffeepulver oder einem anderen Pulver gefüllt wird. Um einen Gegenstand zu fassen, drückt der Roboter den Greifer dagegen. Der Ballon legt sich um das Objekt und passt sich dessen Form an. Dann wird die Luft aus dem Ballon gepumpt. So wird der Griff um das Objekt fest und der Roboter kann es anheben. Wird die Luft wieder in den Ballon hineingelassen, löst sich der Griff.

Stellenmarkt
  1. Gühring KG, Albstadt
  2. Bezirk Mittelfranken, Ansbach

Jetzt haben die Forscher von der Cornell-Universität in Ithaca im US-Bundesstaat New York und der Universität von Chicago herausgefunden, dass der Greifer auch werfen kann: Wird Luft mit einem Stoß in den Ballon gepumpt, schleudert der Greifer das Objekt, das er gerade hält, weg. Mit erstaunlicher Treffsicherheit versenkt er dabei kleine Basketbälle in Körben oder trifft mit Wurfpfeilen ins Schwarze.

Manueller Reset

Dass der Greifer so gut werfen kann, entdeckten die Wissenschaftler durch Zufall: Nach mehrfachem Greifen tendiert das Pulver zum Verklumpen. Es behält die Form, die es zuletzt hatte. Ein Reset ist nötig. Zunächst hätten sie diese Resets manuell durchgeführt, indem sie den Ballon geschüttelt, geknetet oder massiert hätten, schreiben die Wissenschaftler in einem Aufsatz, der im Fachmagazin IEEE Transactions on Robotics erscheinen soll.

Dann sei ihnen aufgefallen, dass der Greifer einfacher zu resetten ist, wenn sie einen Luftstoß hineinschießen. Dadurch wird der Greifer stoßartig geöffnet, das zusammengepresste Pulver wieder zerbröselt. Gleichzeitig, so stellten sie fest, kann der Greifer auf diese Art Gegenstände über eine beträchtliche Entfernung werfen. Diese Fähigkeit könne als "neue Methode dienen, um den Arbeitsbereich von Robotern zu erweitern und Aufgaben zu erledigen, etwa in einer Fabrik Objekte in Behälter sortieren oder daheim den Müll entsorgen".



Anzeige
Top-Angebote
  1. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)
  2. (nur für Prime-Mitglieder)
  3. für 185€ (Bestpreis!)
  4. (u. a. MSI Z370 Tomahawk für 119€ statt 143,89€ im Vergleich und Kingston A1000 240 GB M.2...

__destruct() 17. Feb 2012

Im Vergleich zu anderen Serien sind die noch richtig super. Höre dir doch mal HIMYM auf...

erma 16. Feb 2012

spätestens wenn der kaffee ausgeht, gehts dem kleinem roboter an den kragen ...

Affenkind 16. Feb 2012

Tschuldigung. :^)


Folgen Sie uns
       


Cloudgaming mit dem Fire TV Stick ausprobiert

Wir streamen und spielen mit 60 fps mit dem Fire TV Stick.

Cloudgaming mit dem Fire TV Stick ausprobiert Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt US-Regierung gibt der Nasa nicht mehr Geld für Mondflug

    •  /