Trassen Defender: Baggerschäden mit der Telekom-App melden

Über 60 Prozent der Ausfälle im Festnetz sind laut Angaben der Deutschen Telekom auf Schäden durch Bagger zurückzuführen, obwohl die Kabel der Telekom in den Plänen der Stadt auf den Meter genau eingezeichnet seien. Wie das Unternehmen in einem Youtube-Video erklärt(öffnet im neuen Fenster) , können Schäden jetzt von Tiefbauunternehmen mit der Trassen-Defender-App einfacher gemeldet werden, damit die Störung möglichst rasch beseitigt werden kann.

Statt die Bauarbeiter lange in der Warteschleife bei der Telekom festzuhalten, können sie mit der App die GPS-Daten des Schadensortes melden. Auch für die Tiefbaufirmen ist der Zeitverlust damit nicht mehr so hoch. Eine einmalige Registrierung soll für die Nutzung ausreichen.
Tiefbaufirmen testen die App der Telekom
Durch Fotos kann der Schaden besser bewertet werden. "Wir sehen direkt, ob nur der Mantel beschädigt ist oder das ganze Kabel durch ist" , sagte Janike Wißmann vom Bereich Montage und Betrieb der Telekom. Auch die Kabelart, Kupfer oder Glasfaser, ist dann sofort ersichtlich.
Anfallende Kosten für beschädigte Kabel sind laut Experten vom Verursacher zu tragen. Firmen haben dafür normalerweise eine Versicherung und holen vor Beginn der Bauarbeiten einen Schachtschein ein.
Nachdem der Piloteinsatz der App im Norden von Deutschland laut Telekom positiv verlaufen ist, steht der Trassen Defender von T-Systems International für alle Tiefbauer im Appstore zur Verfügung. "Die Vorteile liegen darin, dass man in Zukunft nicht mehr so viel Zeit verliert wie in der Vergangenheit mit der Hotline" , sagte Ronny Görzen von der Bauleitung Görzen Tiefbau aus Osnabrück, die die App getestet haben. "Somit ist das Thema für den Tiefbauer fast durch. Er kann weiterarbeiten."



