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Noch vier Planeten und keine zweite Erde in Sicht

Die Daten lieferten die Grundlage für eine intensive Beobachtungskampagne, die im Mai 2016 begann. Beteiligt war nicht nur das neu eingeweihte zweite Trappist-Teleskop, das von Marokko aus das erste Teleskop in Chile unterstützen sollte. Dazu kamen auch wieder das britische 3,8-Meter-Teleskop UKRIT in Hawaii, auf La Palma beobachteten das 4,6-Meter-Teleskop William Herschel und das 2-Meter-Teleskop Liverpool. Dazu kam noch ein 1-Meter Teleskop in Südafrika. Erst im September trug das Spitzer-Teleskop mit einer 20 Tage dauernden Beobachtung wieder zu der Kampagne bei. Das Ergebnis ist inzwischen Geschichte.

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Insgesamt gelang durch die internationale Kooperation die Entdeckung von noch vier weiteren Planeten um Trappist-1. Drei davon befinden sich in der sogenannten habitablen Zone, in der flüssiges Wasser auf der Planetenoberfläche existieren kann. Natürlich nur, wenn er nicht durch eine Atmosphäre mit starkem Treibhauseffekt aufgeheizt wird und wenn der Planet überhaupt eine Atmosphäre hat. In unserem Sonnensystem gehört dazu nicht nur die Erde, sondern auch Mars und Venus.

Die Planeten könnten ihre Atmosphäre verloren haben

Ob die Planeten überhaupt eine Atmosphäre haben, ist durchaus fraglich. Bisher existieren noch nicht die nötigen Teleskope, um Atmosphären um diese Planeten nachweisen zu können. Vor allem aber sind junge rote Zwerge bekannt für Flares, Ausbrüche starker Aktivität an der Sternoberfläche, die bei Trappist-1 aber nicht mehr zu sehen sind. Damit steht fest, dass er die ersten 500 Millionen Jahre seines Daseins schon hinter sich hat. Unklar ist jetzt nur, ob diese Phase sehr starker Aktivität überhaupt eine Atmosphäre auf den Planeten hinterlassen haben kann. Selbst in seiner jetzigen Lebensphase hat der Stern noch etwa hundertmal so starke Emissionen im kurzwelligen UV-Bereich wie die Sonne. Es ist durchaus möglich, dass diese Strahlung jeden Wasserstoff aus der Atmosphäre der Planeten ausgelöst und abgetragen hat.

Zu all dem kommt noch ein weiteres Problem. Durch die große Nähe zum Stern kommt es zu starken Gezeitenkräften zwischen den Planeten und dem Stern. Das führt im Laufe der Zeit dazu, dass die Planeten aufhören, relativ zum Stern zu rotieren und eine Seite ständig dem Stern zugewandt ist, während auf der anderen Seite ewige Nacht herrscht. Obwohl alle Planeten um Trappist-1 ähnlich groß wie die Erde sind, kann damit praktisch ausgeschlossen werden, dass sie tatsächlich mit der Erde vergleichbar sind. Erst weiter weg vom Stern nehmen die Gezeitenkräfte ab und könnten den äußersten Planeten eine eigene Rotation erlauben.

Die Entdeckung des Planetensystems um Trappist-1 ist damit, entgegen der Darstellung auf der Pressekonferenz der Nasa, wohl kaum die erste Wahl für die Suche nach Planeten, die tatsächlich der Erde ähneln. Aber ähnlich wie der Planet um Proxima Centauri, ebenso ein roter Zwerg, ist das System eine interessante Entdeckung, die in Zukunft viele weitere Untersuchungen nach sich ziehen wird. Sie ist allerdings nicht allein der Nasa zuzuschreiben, sondern der Kollaboration von Astronomen und Observatorien auf der ganzen Welt. Angestoßen wurde sie von einem kleinen Teleskop in Chile, das von seinen belgischen Betreibern nach ihrem heimischen Bier benannt wurde.

 Die ganze Welt hilft mit
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Quadir 21. Mär 2018

Möglicherweise kommt es dort zu keinen großen Stürmen,sondern zu starken winden und etwas...

Quadir 21. Mär 2018

Ich denke es wird noch einige Zeit dauern, bis wir einen solch schnellen Antrieb gebaut...

User_x 24. Feb 2017

...Frag mal die Mexikaner.

FlashBFE 24. Feb 2017

Guter Artikel. Der ganze Hintergrund und auch speziell die richtige Verwendung von...

DreiChinesenMit... 23. Feb 2017

Kann doch nicht so schwer sein grüne Männchen zu finden. Alle Länder geben mehr als eine...


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