Transportmittel: Die Airyacht soll fliegen und schwimmen
Dieses Tandem gibt dem Wort Luftschiff eine ganz neue Bedeutung: Das Schweizer Unternehmen Airyacht hat das Konzept für ein Luxusgefährt entwickelt, das eine Fortbewegung durch die Luft und auf dem Wasser ermöglichen soll.
Die Airyacht(öffnet im neuen Fenster) soll aus zwei Teilen bestehen: einem 200 Meter langen Luftschiff und einem einer 52 Meter langen Motoryacht. Für Reisen durch die Luft wird das Boot dem Entwurf zufolge mit Seilen unter das Luftschiff gezogen. Während der Fahrt durch die Luft hängt es unter dem Luftschiff und wird wie die Kabine eines traditionellen Zeppelins genutzt.
Das Luftschiff wird kein Blimp, also kein Prallluftschiff, sondern ein Starrluftschiff mit einer Tragstruktur, das mit Helium gefüllt ist. Es soll 200 Meter lang werden und damit laut Airyacht(öffnet im neuen Fenster) das größte Starrluftschiff der Welt. Das stimmt aktuell. Der Zeppelin LZ-129(öffnet im neuen Fenster) war noch 45 Meter länger.
Das Luftschiff soll 50 Knoten schnell fahren
Angetrieben werden soll es zunächst von einem Hybridantrieb. Spätere Versionen sollen eine Brennstoffzelle bekommen. Technische Details und Leistungsdaten nennt das Unternehmen nicht. Bekannt ist nur, dass das Luftschiff mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Knoten (93 km/h) durch die Luft fahren und bis zu 3.000 Meter hoch aufsteigen soll.
Die Yacht soll 52 Meter lang und aus einem kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff gefertigt sein, um Gewicht zu sparen. Sie soll auf 750 Quadratmetern Wohnfläche und auf den 350 Quadratmetern großen Decks allen Komfort einer Luxusyacht bieten. Dazu gehören auch ein Pool, ein Hubschrauberlandeplatz und ein Hammam. An Bord können eine 15-köpfige Besatzung – zwölf Menschen für die Hospitality sowie drei für die Steuerung des Luftschiffs – sowie zwölf Passagiere wohnen.
Das Boot hat keinen Antrieb
Das Boot soll einen flachen Rumpf erhalten, so dass es auch in flachen Gewässern eingesetzt werden kann. Dort fahren kann es allerdings nicht: Um Gewicht zu sparen, wird auf einen Antrieb verzichtet. Auf dem Wasser muss es also geschleppt werden. Das Boot soll zudem auf festem Boden abgesetzt werden können. Dafür werden Stützen aus dem Rumpf ausgefahren. Ein Aufzug soll dann Passagiere oder die im Rumpf geparkten Fahrzeuge auf dem Boden absetzen.
Anfang des Jahres hat schon das italienische Designbüro Lazzarini ein Konzept für einen Hybrid aus Yacht und Luftschiff(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Anders als bei dem Airyacht-Entwurf besteht dieses Gefährt nur aus einem Teil. Die beiden Luftschiffrümpfe sind gleichzeitig die Schwimmkörper. Dazwischen befindet sich die Kabine.
Während der Lazzerini-Entwurf wohl nur ein Konzept bleibt, wollen die Schweizer ihre Airyacht auch bauen. Ende 2026 soll die erste ausgeliefert werden. Einen Preis nennt das Unternehmen nicht.
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