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Die autonomen Fahrzeuge kommunizieren per LTE und 5G

Wenn der T-Pod auf sich selbst gestellt ist, orientiert er sich mit Sensoren: Kameras und Radar erfassen das Fahrzeugumfeld. Hinzu kommen zwei Lidar-Systeme: Eines besteht aus vier Sensoren, die an den Ecken des Fahrzeugs angebracht sind. Sie erfassen Hindernisse auf der Straße in einer größeren Entfernung. Ein weiteres Lidar-System ist auf die Erfassung von Fußgängern und anderen Objekten in direkter Nähe spezialisiert.

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Eine auf künstlicher Intelligenz basierende Software verarbeitet die Sensorsignale und steuert das Fahrzeug. Das meiste ist nach Angaben des Technikchefs selbst entwickelt. Einige Komponenten, darunter die Objekterkennung und hochaufgelöste Karten des Einsatzgebiets, stammen von Zulieferern. Einride setzt dabei darauf, dass das Fahrzeug auf sich selbst gestellt ist. Eine Ausstattung der Strecke mit sogenannten Road Side Units, wie sie etwa auf der Teststrecke in Hamburg verfügbar sind, um eine Kommunikation zwischen Infrastruktur und Fahrzeug zu ermöglichen, hält das Unternehmen nicht für nötig.

Vernetzt ist der T-Pod lediglich mit dem Kontrollzentrum, mit dem er per Mobilfunk - derzeit LTE, künftig 5G - kommuniziert. Das Personal dort muss zum einen Aufgaben übernehmen, die das Fahrzeug nicht selbst lösen kann - etwa ein Tor öffnen oder mit dem Personal des Kunden vor Ort interagieren.

Zuweilen sei es nötig, dass das Bedienungspersonal dem Fahrzeug aus der Bredouille helfe, sagt Degerman. "Es gibt einige Fälle, wo wir übernehmen müssen. Die meisten haben damit zu tun, dass wir die Regeln brechen müssen, um effizient zu sein." Das Problem an einem Robotersystem sei, dass es sich stets genau an die Vorschriften halte. Parke beispielsweise ein Lkw am Straßenrand, müsse der T-Pod beim Ausweichen auf die Gegenfahrbahn wechseln. "Das verbietet das System aber. In diesen Fällen müssen wir das aus dem Kontrollzentrum übernehmen."

  • Der Elektro-Lkw T-Pod von Einride hat kein Führerhaus. (Bild: Einride)
  • Er fährt hochautomatisiert... (Bild: Einride)
  • ... und ist bereits im Einsatz in einem Projekt mit DB Schenker. (Bild: Einride)
  • Dabei fährt das Fahrzeug auch über öffentliche Straßen. (Bild: Einride)
  • Der T-Pod ist 7 Meter lang und hat eine Reichweite von 200 km. (Bild: Einride)
  • Auf die Ladefläche passen 15 Europaletten. (Bild: Einride)
  • Einride hat noch eine zweite Variante entwickelt: den T-Log, der Baumstämme transportieren soll. (Bild: Einride)
  • In dem Schenker-Projekt bringt der T-Pod Waren von einem Lager zu einem Umschlagsplatz. (Bild: Einride)
  • Das Fahrzeug fährt hochautomatisiert. Ein Mensch muss zuweilen aus der Ferne eingreifen, z.B. an einem Werkstor. (Bild: Einride)
Der Elektro-Lkw T-Pod von Einride hat kein Führerhaus. (Bild: Einride)

In Zukunft sollen von dort aus laut Degerman auch mehrere Fahrzeuge von einer Person gesteuert werden. Deshalb die Stellenausschreibung: "Heute werden unsere autonomen Pods von Entwicklern bedient - Robotikern, die das Fahren von Lastwagen gelernt haben", sagt Robert Falck, Gründer und Chef von Einride. "Eine kommerziell skalierbare Lösung braucht aber Lkw-Fahrer, die die Fernsteuerung von Robotern gelernt haben."

Nach der Einstellung will das Unternehmen neun Monate lang den Betrieb testen, um Erfahrungen zu sammeln und Regeln für den ferngesteuerten Betrieb zu erarbeiten. Im Herbst ist geplant, einen weiteren Fern-Operator einzustellen, und zwar in den USA. Das Unternehmen betrachtet das Land als seinen zukünftigen Markt: Zum einen sei es für Startups - und als solches sieht sich Einride laut Degerman - dort einfacher, Risikokapital zu bekommen. Zum anderen seien die USA weltweit einer der größten Märkte für Straßentransporte.

Für diesen Markt bietet das Einride-Konzept einen wichtigen Vorteil.

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