• IT-Karriere:
  • Services:

Transparenzverordnung: Internet-Anbieter müssen echte Übertragungsrate nennen

Künftig müssen Internetanbieter die tatsächlich gebotene Datenrate offenlegen, hat die Regierung beschlossen. Messergebnisse sollen speicherbar sein. Die Grünen wollen bei Abweichungen der Geschwindigkeit sogar Bußgelder und Schadenersatzansprüche.

Artikel veröffentlicht am ,
Ziggo-Techniker in den Niederlanden
Ziggo-Techniker in den Niederlanden (Bild: Jasper Juinen/Bloomberg via Getty Images)

Das Bundeskabinett hat die Transparenzverordnung der Bundesnetzagentur beschlossen. Das gab die Regulierungsbehörde am 15. Juni 2016 bekannt. Verbraucher sollen einen Rechtsanspruch auf Informationen zu der konkreten Datenübertragungsrate erhalten.

Stellenmarkt
  1. GETEC net GmbH, Hannover
  2. ICon GmbH & Co. KG, Pforzheim

Nutzer sollen sich einfach darüber informieren können, welche Datenübertragungsrate im Vertrag vereinbart ist, und welche Qualität tatsächlich geliefert wird. Messergebnisse sollen speicherbar sein, damit Verbraucher mehrere Messungen durchführen und etwaige Abweichungen dem Anbieter mitteilen können.

Homann: "Geschwindigkeit von Breitbandanschlüssen soll vergleichbar sein"

Bundesnetzagentur-Chef Jochen Homann sagte: "Anbieter sollen die tatsächliche Geschwindigkeit des Anschlusses offenlegen und in der monatlichen Rechnung über das aktuell gültige Ende der Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen informieren."

Nach dem Kabinettsbeschluss wird sich nun der Deutsche Bundestag mit der Transparenzverordnung befassen. Danach solle die Rechtsverordnung erlassen werden.

Die Europäische Union hatte sich im vergangenen Jahr auf eine Verordnung zum Telekommunikationsmarkt geeinigt. Artikel 4 verlangt von den Anbietern "Transparenzmaßnahmen zur Sicherstellung des Zugangs zu einem offenen Internet". Das kann wiederum Konsequenzen haben: "Jede erhebliche, kontinuierliche oder regelmäßig wiederkehrende Abweichung bei der Geschwindigkeit oder bei anderen Dienstqualitätsparametern zwischen der tatsächlichen Leistung der Internetzugangsdienste und der vom Anbieter (...) angegebenen Leistung - sofern die rechtserheblichen Tatsachen durch einen von der nationalen Regulierungsbehörde zertifizierten Überwachungsmechanismus festgestellt wurden - gilt (...) als nicht vertragskonforme Leistung." Das nationale Recht kann dem Verbraucher für solche Fälle "Rechtsbehelfe" zugestehen.

Nach Ansicht der Grünen sollte dazu in Zukunft Schadenersatz zählen. Sie fordern, eine Mindestgeschwindigkeit festzulegen, die 90 Prozent der versprochenen Maximalgeschwindigkeit erreichen muss.

"Die derzeitigen Verträge sind Mogelpackungen, beworben werden sie mit hohen Zahlen wie 50 MBit/s, daneben steht aber kleiner 'bis zu'", sagte die grüne Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner. "Wenn ich aber für 50 Megabit in der Sekunde zahle, will ich das auch bekommen. Wie würde wohl der Anbieter reagieren, wenn ich im Gegenzug nur 'bis zu' 100 Prozent meiner Telefonrechnung bezahle?" Für wesentliche Abweichungen der Geschwindigkeit soll es Bußgelder und Schadenersatzansprüche geben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Rage 2 für 11€, The Elder Scrolls V: Skyrim Special Edition für 11,99€, Doom Eternal...
  2. 44,49€

freebyte 18. Jun 2016

Jungspund :-) 56k Modem zu IBM Global Network, Abrechnung Minutengenau zuzüglich...

freebyte 18. Jun 2016

Darauf gibt es eine sehr konkrete Antwort: Wenn Du nur 10MBit bekommst ist das ein...

Factum 17. Jun 2016

Bisschen arogant heute? Im endeffekt geht es um Transparenz und verbraucher schutz...

deadeye 17. Jun 2016

Ja, ich habe die Post-Zeit miterlebt. In staatlicher Hand macht sowas nur Sinn, wenn der...

NaruHina 16. Jun 2016

Deswegen stehen unsere Server fur unser Webradio bei ovh... die haben ein prima peering...


Folgen Sie uns
       


Einfache Fluid-Simulation in Blender - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie man in 15 Minuten eine Flüssigkeit in Blender animiert.

Einfache Fluid-Simulation in Blender - Tutorial Video aufrufen
Threat-Actor-Expertin: Militärisch, stoisch, kontrolliert
Threat-Actor-Expertin
Militärisch, stoisch, kontrolliert

Sandra Joyces Fachgebiet sind Malware-Attacken. Sie ist Threat-Actor-Expertin - ein Job mit viel Stress und Verantwortung. Wenn sie eine Attacke einem Land zuschreibt, sollte sie besser sicher sein.
Ein Porträt von Maja Hoock

  1. Emotet Die Schadsoftware Trickbot warnt vor sich selbst
  2. Loveletter Autor des I-love-you-Virus wollte kostenlos surfen
  3. DNS Gehackte Router zeigen Coronavirus-Warnung mit Schadsoftware

Programmiersprache Go: Schlanke Syntax, schneller Compiler
Programmiersprache Go
Schlanke Syntax, schneller Compiler

Die objektorientierte Programmiersprache Go eignet sich vor allem zum Schreiben von Netzwerk- und Cloud-Diensten.
Von Tim Schürmann


    PB60: Adminpasswort auf Asus-Rechnern wirkungslos
    PB60
    Adminpasswort auf Asus-Rechnern wirkungslos

    Rechner aus der PB60-Serie hätten sehr leicht unbrauchbar gemacht werden können.
    Eine Recherche von Hanno Böck

    1. Asus 43-Zoll-Monitor hat HDMI 2.1 für die kommenden Konsolen
    2. ROG Phone 3 im Test Das Hardware-Monster nicht nur für Gamer
    3. Laptop Asus startet Verkauf des Gaming-Notebooks mit zwei Screens

      •  /