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Selbstporträt des Makaken auf Indonesien
Selbstporträt des Makaken auf Indonesien (Bild: Public Domain)

Transparenzbericht: Wikipedia will Affen-Selfie nicht löschen

Das Online-Lexikon erhält eigenen Angaben zufolge vergleichsweise wenig Anfragen von Behörden zur Herausgabe von Nutzerdaten. Bisweilen muss aber über kuriose Löschanfragen entschieden werden.

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Die Wikimedia Foundation hat erstmals einen Transparenzbericht zu Anfragen nach Nutzerdaten und Löschung von Inhalten veröffentlicht. Mit 56 Anfragen zwischen Juli 2012 und Juli 2014 zu Nutzerdaten liegen die Zahlen deutlich unter denen von IT-Konzernen wie Google, Facebook oder Microsoft. Im selben Zeitraum gab es rund 300 Anfragen zur Löschung von Inhalten, denen in keinem einzigen Fall entsprochen wurde.

Kurios dabei der Fall des britischen Fotografen David Slater. Mehrere Fotos, die ein Affe mit dessen Kamera geknipst hatte, wurden nach der Veröffentlichung auf Wikipedia mit dem Argument hochgeladen, dass Slater kein Urheberrecht an den Fotos besitze, da er die Bilder nicht selbst aufgenommen habe. Zwar wehrte sich Slater gegen die Veröffentlichung auf Wikipedia, doch das Lexikon entsprach seinem Wunsch nicht. Nun wolle er gerichtlich gegen die Wikipedia vorgehen, sagte er der Zeitung The Telegraph. Das Gericht solle entscheiden, ob der Affe selbst das Copyright an den Selfies besitze. Dabei soll es um die Summe von 10.000 Pfund gehen.

Fünf Anfragen aus Deutschland

Als weitere Beispiele für die Löschung von Inhalten nannte das Lexikon einen Artikel über eine französische Militärbasis sowie einen Text über eine Sprache von tasmanischen Ureinwohnern. Bei letzterem hatte das Sprachzentrum, das die Sprache rekonstruiert hatte, das Urheberrecht über die Sprache als Ganzes reklamiert. Über den genannten Zeitraum kamen 50 Löschanfragen aus Deutschland, die meisten aus den USA.

Bei 8 der 56 Anfragen nach Nutzerdaten wurden den Anfragen entsprochen, was einem Anteil von 14 Prozent entspricht. Die beantworteten Anfragen stammten in sämtlichen Fällen aus den USA und beruhten auf straf- und zivilrechtlichen Durchsuchungsbeschlüssen. Aus Deutschland gab es demnach fünf Anfragen, denen in keinem Fall entsprochen wurde. Auf einer Pressekonferenz in London, wo der Transparenzbericht präsentiert wurde, verwies die Foundation laut New York Times darauf, dass ohnehin nur wenige Daten von Nutzern gespeichert würden. Nach 90 Tagen würden Daten wie IP-Adressen oder E-Mail-Adressen gelöscht. Die IP-Adressen von unangemeldeten Bearbeitern werden jedoch in der Versionsgeschichte der Artikel unbegrenzt gespeichert.


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Neuro-Chef 20. Aug 2014

Naja, das hätte man in Bezug auf fast jeden Menschen auch mit guter Chance erraten...

Neuro-Chef 07. Aug 2014

http://www.troll.me/images/the-chuck-norris/yo-bro-thanks.jpg

Sarowie 07. Aug 2014

Ja und nein. Wikimedia ist im Recht und im Zweifelfalle ist der Uploader schuld. Soweit...

Sarowie 07. Aug 2014

Aus der Aussage des Fotografens. Wäre echt lustig, wenn er vor Gericht auf einmal einen...



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