Abo
  • Services:

Transparenz-Verordnung: Bundesnetzagentur will Routerzwang abschaffen

Der Routerzwang soll in Deutschland durch eine Transparenz-Verordnung der Bundesnetzagentur beendet werden. Zudem sollen die Kunden genau darüber informiert werden, welche Dienste ins Datenvolumen miteinberechnet werden und welche nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Sitecom-Router WLM-3500
Der Sitecom-Router WLM-3500 (Bild: Sitecom)

Die Bundesnetzagentur hat den Entwurf einer Rechtsverordnung veröffentlicht, mit der sie die Festnetz- und Mobilfunkanbieter zu mehr Transparenz bei den Datenübertragungsraten verpflichten will. Zudem sollten Endkunden den Router frei wählen können, gab die Behörde am 25. Februar 2014 bekannt. Die Anbieter müssen danach den Kunden Zugangskennungen und Passwörter mitteilen, damit diese eigene Router nutzen können.

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Berlin

Nach bisheriger Gesetzeslage dürfen Internet Service Provider ihre Kunden daran hindern, eigene Router einzusetzen beziehungsweise in vollem Umfang zu nutzen. Der Routerzwang wird durch Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht, die im Router voreingestellt sind oder vom Betreiber fernkonfiguriert werden.

"Schließlich soll der Endkunde mit der Transparenz-Verordnung einen Rechtsanspruch gegenüber seinem Anbieter erhalten, die Zugangskennungen und Passwörter zur Nutzung der angebotenen Dienste zu erfahren. Damit ist es Endkunden möglich, nicht nur den Router des Anbieters, sondern auch Router anderer Hersteller zu nutzen. Wir stärken damit nachhaltig die freie Endgerätewahl. Außerdem können wir damit bereits kurzfristig den politischen Willen der großen Koalition zur digitalen Agenda in diesem Punkt umsetzen", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Nach der Transparenz-Verordnung müssen Anbieter die Kunden zukünftig bereits bei Vertragsabschluss in einem übersichtlichen Informationsblatt über die maximal mögliche Bandbreite sowie die Mindestbandbreite informieren. Im Mobilfunkbereich soll nach Möglichkeit auch die durchschnittliche Bandbreite angegeben werden. Zudem soll jeder Verbraucher einen Rechtsanspruch auf Informationen zu seiner konkreten Übertragungsrate erhalten. Hierzu gehört auch ein Speedtest, den die Bundesnetzagentur entwickeln und zukünftig eigenständig anbieten wird.

Zudem sollen die Kunden genau darüber informiert werden, welche Dienste in ein vertraglich vereinbartes Datenvolumen miteinberechnet werden und welche nicht. "Zur Verbesserung des Anbieterwechsels soll der Endkunde in der monatlichen Rechnung jeweils über das aktuell gültige Ende seiner Mindestvertragslaufzeit informiert werden", erklärte Homann.

Zum Entwurf der Transparenz-Verordnung können Interessierte bis zum 31. März 2014 Stellungnahmen abgeben. Dann müsse Einvernehmen mit den zuständigen Bundesministerien und dem Deutschen Bundestag hergestellt werden. Danach kann die Rechtsverordnung erlassen werden.

Der IT-Branchenverband Bitkom hatte dagegen versucht, eine Verordnung zu verhindern, und wollte nur eine Selbstverpflichtung zulassen. Auf die Ablehnung des Vorhabens reagierte der Bitkom mit "Unverständnis". So setze die Bundesnetzagentur auf die "nur sehr begrenzt aussagefähigen Onlinetests zur Messung der Netzqualität" und plane teilweise "sehr bürokratische Regelungen zu Meldepflichten der Unternehmen". Dazu kämen Umsetzungsfristen, die nicht zu erfüllen seien.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Anonymouse 28. Feb 2014

Wie oben geschrieben, bekommt man da jetzt einen Router. Link angucken.

HerrMannelig 28. Feb 2014

Aber die Netzagentur setzt sich doch noch etwas für den Verbraucher ein. Kompromisse muss...

xVipeR33 26. Feb 2014

Richtig, für ADSL2+ z.B. (zumindest damals) einen Speedport 200, welcher wirklich nur ein...

Avarion 26. Feb 2014

Dann werden eben demnächst Router benutzt die per Hardware die Verbindung verschlüsseln...

vomfach 26. Feb 2014

Ein gewaltiger Vorwurf gegenüber jemanden, der den ganzen Tag genau damit arbeitet. Und...


Folgen Sie uns
       


Fazit zu Shadow of the Tomb Raider

Wir tauchen mit Lara in der Apokalypse ab und verfassen unser Fazit.

Fazit zu Shadow of the Tomb Raider Video aufrufen
Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Indiegames-Rundschau: Unsterbliche Seelen und mexikanische Muskelmänner
Indiegames-Rundschau
Unsterbliche Seelen und mexikanische Muskelmänner

Düstere Abenteuer für Fans von Dark Souls in Immortal Unchained, farbenfrohe Geschicklichkeitstests in Guacamelee 2 und morbides Management in Graveyard Keeper - und endlich auf Toilette gehen: Golem.de stellt die besten neuen Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Kalte Krieger und bärtige Berliner
  2. Indiegames-Rundschau Spezial Unabhängige Riesen und Ritter für Nintendo Switch
  3. Indiegames-Rundschau Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
Elektroroller-Verleih Coup
Zum Laden in den Keller gehen

Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
  2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
  3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

    •  /