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Transparente Elektroden: Neues Oberflächenmaterial verhindert gesprungene Displays

Forscher haben ein neues Material entwickelt, das, auf ein Polymer aufgetragen, flexibel und gleichzeitig äußerst robust ist. Damit eignet es sich gut für die Verwendung bei mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets.
/ Tobias Költzsch
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Die neue Schicht aus transparenten Elektroden wird auf ein flexibles Polymer aufgetragen. (Bild: University of Akron)
Die neue Schicht aus transparenten Elektroden wird auf ein flexibles Polymer aufgetragen. Bild: University of Akron

Eine Forschergruppe der University of Akron(öffnet im neuen Fenster) hat ein Material aus transparenten Elektroden entwickelt, das, auf eine Polymerschicht aufgetragen, als kratzfeste und bruchresistente Displayabdeckung dienen kann. Die Schicht aus transparenten Elektroden könnte den Markt der Touchscreens revolutionieren und die bisherige Technik ablösen, erklärt Dr. Yu Zhu, Assistenzprofessor für Polymerforschung an der University of Akron und Leiter des Projektes.

Die bisherigen Schutzschichten aus Indium-Zinn-Oxid (Indium Tin Oxide, ITO) seien weniger flexibel, leichter brechbar und kostenintensiver in der Herstellung. Die neue Oberfläche auf transparenten Elektroden konnte in Tests wiederholtem Biegen sowie dem Abkratzen von Tesafilm widerstehen. Nach 1.000 Biegevorgängen war das Polymer immer noch gerade und unversehrt.

Genauso transparent wie ITO-Schichten

Die neu entwickelte Schicht ist Zhu zufolge genauso transparent wie die bisher verwendete ITO-Schicht. Gleichzeitig biete sie eine verbesserte Leitfähigkeit. Dank der Flexibilität könne das neue Material kostensparend als Rollenmaterial produziert werden - dies geht bei ITO-beschichteten Displayabdeckungen aufgrund der Steifheit und Bruchgefahr nicht.

Zhu glaubt, mit der neuen Schutzschicht das Problem von gesprungenen Smartphone-Displays gelöst zu haben. "Wir glauben, dass unsere neue Schicht ein echter Konkurrent zur aktuellen ITO-Technologie ist" , sagt Zhu. Die kompletten Untersuchungsergebnisse hat das Forschungsteam in einem Artikel in der Fachzeitschrift ACS Nano(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.


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