Abo
  • Services:

Vom Kompass im Körper zur Unsterblichkeit

Es sind die Idealvorstellungen der Transhumanisten wie Ray Kurzweil: eine neue Phase der menschlichen Evolution, mit dem Ziel der Unsterblichkeit.

Stellenmarkt
  1. Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
  2. DATEV eG, Nürnberg

Der Mensch habe derzeit nicht die geeignete Hardware, um die Probleme zu lösen, die er selbst verursacht hat, sagt Cannon. Er müsse die Natur überwinden, andernfalls drohe er auszusterben. Wenn es darum geht, diese Probleme genau zu definieren, weicht Cannon allerdings aus. Man könnte ihn als Anhänger des "Solutionismus" bezeichnen. Der Netzphilosoph Evgeny Morozov hat diesen Begriff geprägt. Er bezeichnet den Drang, die großen, komplexen Probleme der Menschheit als lösbar anzusehen, wenn man nur den richtigen Algorithmus, die richtige Technik dazu verwendet.

Man kann Cannon auch als Spinner, Träumer oder - wohlwollender - als Visionär bezeichnen. Die Theorie ist aber auch nicht seine eigentliche Stärke. Cannon macht einfach. "Die Technik ist doch vorhanden", sagt er. Die Menschen hätten nur Angst, ihre Haut aufzumachen, sie hielten ihren Körper für sakrosankt. "Klar brauchen wir eine Debatte, brauchen wir einen ethischen Rahmen - aber das ist nicht mein Job. Das sollen Menschen mit Abschlüssen in Philosophie tun. Ich habe genug im Labor zu tun."

In den nächsten Monaten und Jahren will er unter anderem Cochlea-Implantate hacken und an einem Projekt mit dem Namen North Star arbeiten. Das soll ein sternförmiges Implantat für den Handrücken werden, das auf Druck von außen reagiert und aufleuchtet, wenn die Hand nach Norden zeigt.

Zunächst aber soll das Circadia zur Marktreife gebracht werden. Cannon sagt, die Killer-Applikation dafür wäre ein Stressmessgerät. Wenn das Implantat dem Träger melden könnte, dass er gerade gestresst ist und sich entspannen sollte, würden sich dafür genug Käufer finden. Cannon arbeitet noch als Programmierer, um über die Runden zu kommen. "Vielleicht können wir Grindhouse Wetware aber schon sehr bald hauptberuflich betreiben", sagt er. Es gebe einen möglichen Investor, der ihm und seinen Mitstreitern das nötige Startkapital zur Verfügung stellen könnte.

Angst vor Schmerzen hat er übrigens ebenso wenig wie vor Datenschutzproblemen oder der Sicherheit seiner Implantate vor Hackern. Er sagt: "Ich laden jeden von euch ein, das Circadia-Implantat zu hacken und meinen Arm nach Belieben aufleuchten zu lassen, um mir zu zeigen, dass ich es sicherer machen muss."

 Transhumanismus: Der Hacker, der die Biologie überwinden will
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 2,99€
  3. (u. a. Assassin's Creed Origins PC für 29€)
  4. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

redwolf 25. Nov 2013

Machen wir uns das Feuer nicht zu nutze, es wird uns verbrennen. Man könnte auf die Idee...

GodsBoss 18. Okt 2013

Zu deinem eigenen Besten hoffe ich, dass du es diesmal konsequenter durchziehst. :-)

crmsnrzl 17. Okt 2013

Sobald man das Hirn auslesen kann, besteht die Gefahr dann auch ^^

LordSiesta 16. Okt 2013

Fingerabdrücke sind als Identifizierungsmerkmal vollkommen ungeeignet, weil man sie...


Folgen Sie uns
       


Siri auf Deutsch auf dem Homepod

Wir haben uns die deutsche Version von Siri auf dem Homepod angehört. Bei den Funktionen hinkt Siri der Konkurrenz von Alexa und Google Assistant hinterher. Und auch an der Aussprache gibt es noch einiges zu feilen. Apples erster smarter Lautsprecher kostet 350 Euro.

Siri auf Deutsch auf dem Homepod Video aufrufen
Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

    •  /