Abo
  • Services:

Traktorstrahl: Ultraschall zieht Gegenstände an

Forscher in Schottland haben einen Traktorstrahl entwickelt, der Objekte anzieht. Er nutzt Ultraschallwellen und ist stärker als andere bisher entwickelte Traktorstrahlen.

Artikel veröffentlicht am ,
Traktorstrahl: Schallwellen drücken Objekte in Richtung ihrer Quelle
Traktorstrahl: Schallwellen drücken Objekte in Richtung ihrer Quelle (Bild: Christine Démoré, Patrick Dahl/Physical Review Letters)

Objekte mittels Energie anzuziehen ist ein typisches Motiv in der Science Fiction: Gern werden, wie etwa in der Star-Wars-Filmreihe, Raumschiffe durch einen Traktorstrahl irgendwohin gezogen, wo sie gar nicht hin wollen - in den Todesstern etwa. Wissenschaftlern aus Schottland ist ein wichtiger Schritt dahin gelungen. Zum Traktorstrahl, nicht zum Todesstern.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Frankfurt am Main
  2. TÜV NORD AG, Essen (Oldenburg)

Die Forscher um Christine Démoré und Patrick Dahl von der Universität in Dundee haben einen Traktorstrahl entwickelt, der mit Ultraschall arbeitet. Das System sendet Schallwellen aus und zieht dadurch einen Gegenstand zu sich hin. Der Traktorstrahl ist immerhin stark genug, um millimetergroße Objekte zu bewegen. Die Forscher beschreiben das System in der Fachzeitschrift Physical Review Letters.

Schallwellen prallen ab

Das System besteht aus etwa 1.000 Ultraschallquellen auf dem Boden eines Wasserbeckens. Diese sind weit genug voneinander entfernt, dass die Schallwellen, die sie erzeugen, von der Rückseite des anzuziehenden Objekts abprallen und dann weiterwandern. Die Forscher verwendeten ein hohles Objekt mit einer dreieckigen Form, dessen Spitze von der Schallquelle wegzeigte. Durch das Abprallen an den Schenkeln des Dreiecks drücken die Schallwellen das Objekt in Richtung der Ultraschallquelle, während sie selbst sich davon fort bewegen.

"Verglichen mit dem, was wir bisher gesehen haben, sind die Kräfte, die in diesem Traktorstrahl am Werk sind, wirklich groß", sagte Gabriel Spalding, Physiker an der Illinois Wesleyan Universität in Bloomington und Mitarbeiter an dem Projekt, dem US-Technikmagazin Popular Mechanics. Dennoch bewegt sich die Zugkraft nur im Bereich von Millinewton.

Nicht im Vakuum

Das System hat zudem zwei Nachteile: Zum einen muss das anzuziehende Objekt eine bestimmte Form haben. An einer flachen Rückseite etwa könnten die Schallwellen nicht abprallen. Zum anderen braucht Schall ein Medium - im Vakuum ist das System nutzlos.

Allerdings sei das System auch nicht für die Borg gedacht, damit diese Raumschiffe anziehen können, erklärt Spalding. Er sieht Anwendungen eher im medizinischen Bereich: Das System könnte beispielsweise zur Diagnose verwendet werden, etwa um Krebszellen zu identifizieren. Außerdem könnte es als Skalpell genutzt werden.

Lasertraktoren

Bisher entwickelte Traktorstrahlen nutzen Licht, genauer gesagt Laser: 2010 stellten australische Forscher eine Laserröhre her, in der sie winzige Partikel bewegten.

2011 präsentierte die US-Raumfahrtbehörde Nasa drei verschiedene Möglichkeiten, mit Lasern kleine Teilchen zu bewegen: ebenfalls eine Art Laserröhre, einen spiralförmigen Laserstrahl und eine optische Pinzette aus zwei Lasern.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€
  2. 19,99€
  3. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  4. 59,49€

Nolan ra Sinjaria 09. Mai 2014

bei nem gleichseitigen Dreieck würden dann auch 60° reichen...

Leichse 09. Mai 2014

Kannst ja den Fernseher zu dir ziehen und per Hand umschalten XD

Nolan ra Sinjaria 09. Mai 2014

verdammt ich mach mir so ne Mühe mit erklären und dann ist das doch so einfach...

Nolan ra Sinjaria 07. Mai 2014

in der Tat

war:head 07. Mai 2014

Interessanter Versuch, aber das hat mit einem Traktorstrahl nichts zu tun. Das ist nichts...


Folgen Sie uns
       


Far Cry 5 - Fazit

Im Fazit zu Far Cry 5 zeigen wir dumme Gegner, schöne Grafik und erklären, wie Ubisoft erneut viel Potenzial verschenkt.

Far Cry 5 - Fazit Video aufrufen
Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
Kailh KS-Switch im Test
Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
  2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
  3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

Indiegames-Rundschau: Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
Indiegames-Rundschau
Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

Battletech schickt Spieler in toll inszenierte Strategieschlachten, eine königliche Fantasywelt und Abenteuer im Orient: Unsere Rundschau stellt diesmal besonders spannende Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
  2. Indiegames-Rundschau Zwischen Fake News und Mountainbiken
  3. Indiegames-Rundschau Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte

Pillars of Eternity 2 im Test: Fantasy unter Palmen
Pillars of Eternity 2 im Test
Fantasy unter Palmen

Ein klassisches PC-Rollenspiel in der Art von Baldur's Gate, aber in einem karibisch angehauchten Szenario mit Piraten und Segelschiffen: Pillars of Eternity 2 entpuppt sich im Test als spannendes Abenteuer mit viel Flair.
Ein Test von Peter Steinlechner


      •  /