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Ex-Spione gründen eigene Sicherheitsfirmen.
Ex-Spione gründen eigene Sicherheitsfirmen. (Bild: Eddie Keogh/Reuters)

CIA interessiert sich auch für Sicherheit

Innovative Sicherheitstechniken erwecken ebenfalls das Interesse der Finanziers. So bietet Oculislabs ein Programm, das das Ausspähen des Computermonitors verhindern soll. Privateeye macht den Bildschirminhalt unlesbar, sobald sich der Nutzer vom Computer entfernt oder sich jemand von hinten nähert und über die Schulter schaut. Zu den vorübergehend geförderten Firmen gehörte auch die Sicherheitsfirma Fireeye, die sich auf die Erkennung von Cyberangriffen spezialisiert hat, bevor diese Firmennetzwerke infiltrieren können. Das Unternehmen analysierte im vergangenen April einen Zero-Day-Exploit beim Internet Explorer und präsentierte jüngst einen kostenlosen Webdienst zum Entschlüsseln von Cryptolocker.

Aufsehen erregte Fireeye zu Beginn dieses Jahres mit der Übernahme der Sicherheitsfirma Mandiant. Diese hat sich auf die Beseitigung von Schadprogrammen in betroffenen Systemen spezialisiert und will die Angriffe chinesischer Staatshacker aufgedeckt haben. Nach Ansicht der New York Times spiegelt der Zusammenschluss der beiden Firmen das gestiegene Sicherheitsbedürfnis nach den NSA-Enthüllungen wider. Viele Mitarbeiter von Mandiant seien allerdings frühere Geheimdienstmitarbeiter, berichtet die Zeitung.

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Die Anti-Superhelden von der NSA

Letzteres ist alles andere als ungewöhnlich. Ex-NSA-Chef Keith Alexander ist wohl der prominenteste Geheimdienstler, der sein Wissen nun als Sicherheitsberater vergolden möchte. Bis zu eine Million US-Dollar im Monat soll Alexanders Firma Ironnet Cybersecurity für ihre Dienste verlangen. Einem Artikel des Magazins Forbes zufolge gibt es eine ganze Reihe weiterer neuer Firmen wie Synack, Virtru, Area 1 Security und Morta Security, mit denen Ex-NSA-Mitarbeiter für Cybersicherheit sorgen wollen und damit sogar den Geheimdiensten das Leben schwerer machen können.

Nach Ansicht des Risikokapital-Experten Ted Schlein handelt es sich bei dem Wechsel von NSA-Mitarbeitern zu Startups um ein aktuelles Phänomen, das in direkter Verbindung mit Edward Snowden steht. "Anstatt das Endziel für die talentierten jungen Informatiker zu sein, wird die NSA zum Trainingsgelände", sagte Schlein dem Bericht zufolge. Die Darstellung der NSA in den Medien mache sie nicht gerade zum attraktiven Arbeitsplatz innerhalb der Geheimdienste. Silicon Valley sehe die NSA-Leute wie den Anti-Superhelden Bizarro: im Besitz von Superkräften, aber ein bisschen böse, sagte der frühere NSA-Chefjurist Stewart Baker. Es habe aber schon immer Leute gegeben, die aus einem unternehmerischen Impuls heraus die NSA verlassen hätten.

Investoren lassen sich nicht lange bitten

Einer von ihnen ist der Gründer von Virtru, Will Ackerly. Der Kryptologe verließ nach acht Jahren die NSA und entwickelt nun zusammen mit seinem Bruder ein Verschlüsselungstool für E-Mails. Schon vor den Enthüllungen Snowdens hatte der 33-Jährige die NSA verlassen, um Virtru zu gründen. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen zehn Millionen US-Dollar an Kapital gewinnen, was auch durch die Snowden-Enthüllungen befördert worden sein dürfte. Anders als Ladar Levison, der sich weigerte, dem FBI die SSL-Schlüssel zu seinem E-Mail-Dienst zu übergeben, würde sich Ackerly aber nicht gegen die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden sträuben. "Unser Geschäft besteht darin, eine Technik zu entwickeln, die sowohl den Datenschutz als auch das Gesetz durchzusetzen hilft", sagte er.

Laut Forbes ist der NSA-Hintergrund für die Startups durchaus hilfreich, um Investoren zu finden. "Wenn wir Investoren erzählen, wir seien Ex-NSAler und wollten in den Sicherheitsbereich gehen, wollen sie uns sofort Geld geben", sagte der Gründer von Morta Security, Rob Seger. Allerdings gebe der 33-Jährige auf seinem LinkedIn-Profil nicht seine NSA-Vergangenheit an, um damit keine Talente abzuschrecken. In Gesprächen mit Firmen oder anderen IT-Experten spiele das aber keine Rolle.

Das Ausscheiden aus der NSA muss zudem nicht das Ende der Geheimdienstkarriere bedeuten. Kritiker warnen bereits vor einem Drehtür-Effekt, wenn Personen abwechselnd für Dienste und Unternehmen arbeiteten und die Grenze zwischen Staat und Wirtschaft völlig verschwimme, wovor Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald bereits 2010 gewarnt hatte. Dann stecken irgendwann wirklich beide Seiten hinter ein und derselben Fassade.

 High-Tech in James-Bond-Manier

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Nullmodem 01. Okt 2014

Seit wann gibt man bei einem Bild an, wer es fotographiert hat, statt den der es...

plutoniumsulfat 26. Sep 2014

oder traut hier irgendjemand jemandem vom Geheimdienst? Gerade der letzte Typ spiegelt in...

DrWatson 26. Sep 2014

Jetzt ist die Werbung wieder verschwunden.

exxo 26. Sep 2014

Nach dem dritten Film brauchte er einen neuen Job, also hat er bei Academy als externer...

exxo 26. Sep 2014

Das ist ganz normales Outsourcing, wie es auch das Militär betreibt. Siehe Academy. Die...



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