Abo
  • Services:

Traffic Shaping: Vodafones Kabelnetz soll an Backbone-Erweiterung sparen

Vodafone soll nach internen Informationen eines Beschäftigten dringend nötige Erweiterungen der Kapazität am Backbone aufschieben. Das und ein geplanter Stellenabbau ärgert den Mitarbeiter. Vodafone widerspricht.

Artikel veröffentlicht am ,
Vodafone Technik-Geschäftsführer Eric Kuisch
Vodafone Technik-Geschäftsführer Eric Kuisch (Bild: Vodafone)

Laut internen Informationen ist das TV-Kabelnetz von Vodafone stark überlastet und der Ausbau wird verzögert. Ein Beschäftigter, der den angekündigten Stellenabbau kritisiert, hat Golem.de drei interne Schreiben weitergeleitet und berichtet Interna aus der Technik: "Der Kabel-Deutschland-Backbone ist gerade abends einfach nur ausgelastet über dem Limit, weswegen vor ein oder zwei Wochen auch wieder das Shaping aktiviert wurde. Zusätzlich wurden sämtliche Projekte zur zeitnahen Kapazitätserweiterung des Backbones auf Eis gelegt oder derart zusammengestrichen, dass sie nur noch auf dem Papier existieren." Shaping bezieht sich auf Traffic Shaping.

Stellenmarkt
  1. Landratsamt Fürth, Zirndorf bei Nürnberg
  2. Werner Sobek Group GmbH, Stuttgart

Traffic-Shaping soll dafür sorgen, dass die verfügbare Datenrate möglichst effizient eingesetzt wird, ist aber grundsätzlich eine Form der Datenratenbegrenzung.

Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck sagte Golem.de auf Anfrage: "Wie alle Netzbetreiber sorgen auch wir bei eventuellen Lastsituationen mit einem gezielten, anonymisierten Traffic-Management dafür, dass Bandbreiten gleichmäßig für die Kunden verteilt werden." Vodafone sehe, dass die Datennutzung extrem schnell wachse. Daher könne es lokal auch in den Netzen von Vodafone gelegentlich vor allem in den Abendstunden zu Lastsituationen kommen.

Die Aussagen des Vodafone-Mitarbeiters könne er nicht bestätigen. "Weder ist unser Backbone am Limit noch haben wir einen Ausbau gestoppt. Im Gegenteil: Wir erweitern unsere Netze permanent. Und sorgen sowohl im Mobilfunk und Festnetz fortwährend für neue Geschwindigkeiten für immer mehr Kunden."

Der Vodafone-Mitarbeiter hatte Golem.de authentische Schreiben von Vodafone-Chefs Hannes Ametsreiter, Technik-Geschäftsführer Eric Kuisch und dem Gesamtbetriebsrat zum geplanten Stellenabbau zugesandt.

Betriebsrat kritisiert Stellenabbau

Darin berichtet Kuisch, dass Vodafone "vor allem in der IT in den vergangenen Jahren viel Know-how verloren hat. Seit dem vergangenen Geschäftsjahr begegnen wir dem durch ein massives Insourcing von Kernkompetenzen."

In dem Schreiben von Ametsreiter ist ausdrücklich die Rede davon, "auch Arbeitsplätze zu reduzieren." Der Gesamtbetriebsrat gehe von einem "signifikanten Personalabbau" aus.

Noch in dieser Woche habe man der Presse entnehmen können, dass das "Datengeschäft brummt", die Deutsche Telekom überholt werden solle und das Netz weiter ausgebaut werden müsse. Die Erfolgsformel sei laut Betriebsrat dabei offenbar: "Wachstum durch weitere Kosteneinsparungen und Personalabbau. Bei uns scheint Kostenreduzierung der einzige Plan zu sein." Damit sei bei Mitarbeitern und Kunden die Grenze der Belastung und Zumutbarkeit überschritten.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 915€ + Versand
  3. und 20€ Steam-Guthaben geschenkt erhalten
  4. täglich neue Deals bei Alternate.de

nille02 14. Jan 2017

Hetzner verlangt auch nun für gutes Peering 5¤ extra. Irgendwie muss man ja die Preise...

Thegod 14. Jan 2017

Speedtest.net zeigt mir eine Bandbreite von 78 mbit/s down bei optimalen Ping und Upload...

Squirrelchen 14. Jan 2017

lol. Wie soll die Ansage denn lauten? "Wir sind wie immer besetzt! Wenn dein Anliegen...

GenXRoad 14. Jan 2017

Ich hab VDF keine Probleme... hab stabile 10-15er pings, volle 400Mbits Down und...

Arhey 14. Jan 2017

Ich war durch den Umzug "gezwungen" bei denen zu bleiben. In der alten Gegend hatte ich...


Folgen Sie uns
       


Coup Elektroroller in Berlin - Kurzbericht

Coup lädt bis zu 154 Akkus in Berlin an einer automatischen Ladestation für 1.000 Elektroroller auf.

Coup Elektroroller in Berlin - Kurzbericht Video aufrufen
Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    Apple: iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
    Apple
    iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht

    Apple verdoppelt das iPhone X. Das Modell iPhone Xs mit 5,8 Zoll großem Display ist der Nachfolger des iPhone X und das iPhone Xs Max ist ein Plus-Modell mit 6,5 Zoll großem Display. Die Gehäuse sind sogar salzwasserfest und überstehen auch Bäder in anderen Flüssigkeiten.

    1. Apple iPhone 3GS wird in Südkorea wieder verkauft
    2. Drosselung beim iPhone Apple zahlt Kunden Geld für Akkutausch zurück
    3. NFC Yubikeys arbeiten ab sofort mit dem iPhone zusammen

    Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
    Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
    Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

    In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
    2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

      •  /