Traffic-Prognose: Cisco fordert schnelleren Videotransport in Zettabyte-Ära

Netzwerkausrüster Cisco rechnet in vier Jahren mit einem weltweiten Internettraffic von 1,6 Zettabyte. Um die Qualität von Videodiensten zu gewährleisten, müssten die Provider stärker in den Datentransport eingreifen.

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Bis 2018 soll sich der Internet-Traffic laut Cisco verdreifachen.
Bis 2018 soll sich der Internet-Traffic laut Cisco verdreifachen. (Bild: Mike Blake/Reuters)

Der weltweite Internettraffic soll sich einer Prognose des Netzwerkausrüsters Cisco zufolge in den kommenden Jahren fast verdreifachen. Bei einer jährlichen Wachstumsrate von 21 Prozent nehme der IP-Traffic bis 2018 auf rund 1,6 Zettabyte (10²¹ Byte) zu, heißt es im Cisco Visual Networking Index. Der Anteil von Videodaten am weltweiten IP-Traffic steige von 66 Prozent im vergangenen Jahr auf 79 Prozent im Jahr 2018, einschließlich Peer-to-Peer-Diensten sogar auf 80 bis 90 Prozent. Einige Anwendungen, wie Video- oder Gesundheitsdienste, sollten daher bevorzugten Zugang zu den Netzwerken erhalten, während E-Mail-Dienste oder die meisten Webbrowsing-Dienste leichte Verzögerungen akzeptieren müssten, sagte Ciscos Vizepräsident Jeff Campbell laut Computerworld. "Es gibt wirklich eine Vielzahl von Anwendungen und Diensten, die nun über das Internet laufen. Einige davon erfordern eine grundlegend andere Behandlung als andere", sagte er weiter.

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Damit schlägt sich Cisco in der Debatte um die Netzneutralität auf die Seite der Netzprovider, die vehement die Einführung von Spezialdiensten für eine bezahlte Priorisierung von Daten fordern. Laut Cisco sollen Ultra-HD-Videos in fünf Jahren bereits elf Prozent des Datenverkehrs ausmachen. Netflix stellt bereits seit einigen Monaten Produktionen in 4K-Qualität zur Verfügung, bei einer Bitrate von 15,6 MBit/s. Die Datenübertragungsraten sollten dann für solche Angebote ausreichen. Der Prognose zufolge steigen sie von 16 MBit/s im Vorjahr auf 42 MBit/s im Jahr 2018.

Mobile Nutzung steigt rasant an

Zur besseren Datenlieferung sollen bis dahin verstärkt Content Delivery Networks (CDN) beitragen. Diese Netzwerke sollen dann mehr als die Hälfte des Internettraffics beisteuern. Sogar 67 Prozent der Videodaten sollen 2018 von CDN ausgeliefert werden, vor allem in Metropolregionen und über regionale Backbones. Inzwischen nutzen große Dienste wie Google, Microsoft, Apple, Yahoo und Netflix nicht nur CDN wie Akamai, Level 3 oder Limelight, sondern haben ihre eigenen Netze bereits aufgebaut.

Die Prognose spiegelt auch den Trend zu mehr mobiler Nutzung wider. Demnach wächst der mobile Datentraffic von 2013 bis 2018 um das Elffache, bei jährlichen Wachstumsraten von 61 Prozent. In vier Jahren soll dann auch der nicht-PC-basierte Traffic den PC-basierten überholt haben. Dazu trägt zunehmend der maschinenbasierte Traffic des Internets der Dinge bei, der jährlich um 35 Prozent wachsen soll.

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Regional betrachtet wächst das Netz am stärksten im Mittleren Osten und Afrika, wobei der Traffic immer noch weit hinter dem Datenverkehr in anderen Weltregionen wie Asien, Nordamerika und Westeuropa zurückbleibt. In Westeuropa soll der Traffic jährlich um 18 Prozent auf 231 Exabytes im Jahr 2018 wachsen. Das entspreche monatlich einem Datenvolumen von vier Milliarden DVD.

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Sharra 12. Jun 2014

QoS bringt dir aber genau gar nichts, wenn die Netzinfrastruktur einfach gelassen wird...

robinx999 12. Jun 2014

Jemand der Professionelle Konferenz Systeme nutzt sollte auch Jemanden haben der Eienen...

gaym0r 12. Jun 2014

Doch. Aber ich will nicht mehr bezahlen, damit schlecht erschließbare Regionen meine...

Robert0 12. Jun 2014

Verwendet doch Begriffe, die wir auch kennen. Mittlerer Osten ist keiner. Es gibt den...



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