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Traditionsbruch: Apple will KI-Forschungsergebnisse veröffentlichen

Apple will die Ergebnisse seiner Künstliche-Intelligenz-Forschung künftig veröffentlichen. Das soll den Austausch mit anderen Wissenschaftlern ermöglichen - und offenbar auch der Personalanwerbung dienen.
/ Andreas Donath
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Russ Salakhutdinov ist Apples KI-Chef (Bild: Carnegie Mellon)
Russ Salakhutdinov ist Apples KI-Chef Bild: Carnegie Mellon

Apple gilt als verschlossenes Unternehmen: Produktpläne bleiben bis kurz vor der Markverfügbarkeit größtenteils geheim, und Forschungsergebnisse werden nicht publiziert. Damit will Apple nun brechen, wie Russ Salakhutdinov, Chef der KI-Forschung(öffnet im neuen Fenster) , laut einem Bericht von Business Insider(öffnet im neuen Fenster) auf der NIPS-Konferenz(öffnet im neuen Fenster) ( Neural Information Processing Systems(öffnet im neuen Fenster) ) in Barcelona mitteilte. Mittlerweile wurde auch ein Foto einer Präsentationsfolie der Konferenz über Twitter veröffentlicht, das Apples neue Offenheit dokumentiert.

 

Apple will damit Spitzenwissenschaftler für sich gewinnen und halten. Im Gegensatz zu anderen Bereichen gedeiht Forschung durch offene Zusammenarbeit. Viele Forscher besuchen regelmäßig Branchenkonferenzen, publizieren wissenschaftliche Artikel und arbeiten an Open-Source-Projekten mit. Apple verbot seinen Mitarbeitern solche Tätigkeiten bisher offenbar, was Forscherkarrieren ruinieren kann.

Apple setzt Künstliche Intelligenz aktuell in Funktionen wie Siri und der Objekterkennung in iPhotos ein. Angeblich entwickelt das Unternehmen auch Software für autonom fahrende Autos . Andere Unternehmen der High-Tech-Branche agieren ähnlich. Facebook hat beispielsweise seine Technik zur Objekterkennung in Fotos verschenkt. Google hat über sein Unternehmen Deepmind mit Wissenschaftlern der Universität Oxford Projekte durchgeführt.


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